Ein freies Vampir-RPG in der Mitte des 19. Jahrhunderts
 
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 [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff

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Meagan Ryder
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BeitragThema: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   11.03.15 23:03

Schweigend betrachtete Meagan vom Tor aus das alte Herrenhaus. Es entsprach der Wegbeschreibung, aber nichts an dem Gebäude erinnerte an ein Waisenhaus. Irgendwie hatte sie sich das düsterer vorgestellt. Eine zusammenfallende Bruchbude über der es immer gewitterte mit Gittern vor den Fenstern und einem buckligen, hässlichen, unfreundlichen, stinkenden Hausmeister, der Ratten aß.
Na ja, im Moment waren es wohl eher sie, die stanken.
Die Figur der Elfjährigen straffte sich ein wenig. Sie war schuld an allem und sie würde nicht zulassen, dass ihren Geschwistern etwas geschah! Sie würde nicht erlauben, dass eine Köchin mit hochrotem Gesicht sie im Ofen briet! Aber sie konnte auch nicht zulassen, dass es Brona immer schlechter ging.
Meg drückte die Vierjährige leicht an sich. Sie wimmerte leise, aber das konnte ein Albtraum genauso gut wie Schmerzen sein. Die Kleine glühte am ganzen Körper und war schon seit gestern in einem Döszustand. Wenigstens war der Husten nicht mehr so schlimm wie am Morgen ...
"Komm Gordon", murmelte sie leise und ging nun den Weg zum Haus entlang, ihren kleinen Bruder mit dem schlafenden Sean auf dem Arm neben sich.
Als sie aus der Baumallee heraustraten, fuhr der Wind ihr eiskalt durch die Haare und brachte sie dazu, ein wenig zu taumeln. Sie alle hatten nicht mehr viel geschafen oder gegessen, seitdem sie geflohen waren, aber seitdem Brona krank war, hatte sie kein Auge mehr zugemacht. Sie konnte nur hoffen, dass das Angebot, hier unterzukommen, das der Mann, der sie gefunden hatte, ihnen gemacht hat hatte, noch galt. Und, dass er Brona helfen konnte. Sie hatte die letzten Wertsachen, die noch übrig waren von dem, was sie mitgenommen hatten, in der Tasche. Die Pferde mitsamt ihren Sätteln wären das nächste, was sie verkaufen müssten, aber noch standen sie am Tor angebunden. Sie hatten so schnell wie möglich so weit wie möglich wegkommen wollen.
Meggie zog das Tuch, das sie um ihre Schultern und um Brona gewickelt hatte enger und betätigte mit zitternden Händen den Türklopfer.
Oh bitte lieber Gott, bitte hilf uns! Wenn du jemanden bestrafen willst dann doch mich und nicht Brona!, betete sie stetig, schon seitdem sie das erste Mal Bronas heiße Stirn gefühlt hatte. Ihre kleine Schwester konnte doch nichts dafür!
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   12.03.15 16:17

Castiel saß gerade über einem Formular zur Anmeldung für das Spenderdiplom.Zwei der Kinder waren soweit um die Prüfung zu machen, aber die führte nicht er durch. Er sorgte dafür, dass es den Kindern gut ging und unterrichtete sie. Die Prüfung machte jemand, der die Kinder nicht kannte. Es war immer mal jemand anderes.
Plötzlich hörte er, wie es an der Tür klopfte. Adrien spielte Klavier, er hatte das Klopfen vermutlich nicht gehört, also ging er zur Tür und öffnete sie. Vor ihm standen vier Kinder. Er erinnerte sich, sie vor einigen Tagen angesprochen zu haben.
"Guten Abend. Es freut mich, dass ihr da seid, kommt rein", bot er an und ging einen Schritt zur Seite, damit sie eintreten konnten. Er bemerkte, dass eines der Kinder krank war.
"Wartet kurz", bat er und ging in das Nebenzimmer, wo Adrien Klavier spielte. Kurz darauf verstummte die Musik.
"Das ist Adrien Callahan. Er ist Lehrer und Betreuer hier und wird eure Schwester ins Krankenzimmer bringen", erklärte er.
Adrien war kein ausgebildeter Arzt, doch viele Kinder, die hierher kamen, waren krank und so hatte Adrien das wichtigste gelernt, unter anderen wie man Erkältungen, Lungenentzündungen und ähnliches behandelte. Er selbst kümmerte sich um Verletzungen, denn die konnte er gleich heilen. Ud sollten alle Stränge reißen, dann brachten sie die Kinder in das städtische Krankenhaus.
"Ich bin Castiel Reuven und Leiter dieses Heims", fügte er freundlich hinzu und wartete darauf, dass das Mädchen Adrien ihre Schwester gab.
"Wie heißt ihr?", fragte er dann. Er würde die Kinder ein wenig herumführen, dann duschen lassen und ihnen Essen geben. Die Formalitäten konnten sie morgen erledigen. Die anderen Kinder aßen gerade zu Abend, weshalb es im Haus relativ ruhig war.


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Adrien Callahan
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   12.03.15 16:39

Adrien war gerade im Klavierspielen vertieft. Er spielte die Mondscheinsonate von Beethoven. Er liebte das Stück, auch wenn es bedrückend und melancholisch klang. Vielleicht auch gerade deshalb. Ihm gefielen die ruhigen, schwerfälligen Lieder. Beethoven mochte er auch - einer der größten Komponisten, wie er fand.
Plötzlich riss ihn Castiel aus seinen Gedanken und er hörte auf zu spielen.
"Was kann ich für dich tun?", fragte er.
"Wir haben Neuzugang und eines der Kinder ist krank", erklärte sein Freund, Ziehvater und Chef.
"Ich komme", meinte Adrien, legte das Tuch zum Schutz der Tasten auf die Tasten und klappte dann die Klappe herunter, bevor er aufstand.
"Guten Abend", begrüßte er die vier Neulinge. Es war offensichtlich, wer krank war, auch wenn alle vier heruntergekommen wirkten. Aber das war fast bei allen Neuzugängen so, wenn sie nicht gerade von Verwandten hier abgegeben wurden.
"Gib mir bitte deine Schwester. Ich werde mich gut um sie kümmern und später könnt ihr zu ihr", versprach Adrien.
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Jon Francesco Stark
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   13.03.15 11:51

Frabcesco hielt sich seit nunmehr zwei Wochen in Cardiff auf. Er war alle paar Monate hier wenn er ein paar Schützlinge hatte die bereit waren ihre Aufgabe zu erfüllen.
Dann nahm er die Listen und legte sie Mister Reuven vor.
Er arbeitete eng mit dem Vampir zusammen.
Francesco hatte einen eigenen Wohnsitz den manchmal dauerten die Verhandlungen Tage oder gar Wochen.
Zudem machte er gern hier Urlaub im Sinne seiner persönlichen Nachforschungen.
Es war am Abend und so beschloss der einstige Fringeagent erst noch in Ruhe zu Abend zu essen ehe er sich zum Waisenhaus aufmachen würde.
Gesagt getan. Francesco kannte einen Pub der recht gemütlich war.
Diesen suchte er auf und vertrieb sich dort die Zeit bis er später mit Mister Reuven sprechen konnte.


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Meagan Ryder
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   14.03.15 0:40

Als sich die Tür öffnete, blieb Meagans Herz kurz stehen, als sie aber den Mann sah, der vor ein paar Tagen schon mit ihnen gesprochen hatte, entspannte sie sich etwas. Sie hätte vermutlich nicht noch jemand anderem erklären können, was sie hier machten ...
Nur eine ganz kurze Sekunde zögerte Meg, bevor sie ihren Mut zusammenkratzte und an dem Mann vorbei eintrat. Am Oberarm spürte sie Gordons warmen Arm, der sich dicht bei ihr hielt. Er war nicht allzu begeistert gewesen, hatte aber eingesehen, dass sie Brona nicht allein helfen konnten.
Allerdings lief der Mann gleich wieder weg und kam mit einem anderen zurück, den er als Betreuer und Lehrer vorstellte.
Meggie wollte Brona eigentlich nicht weggeben. Konnte sie sie nicht tragen und mitkommen? Sie wollte in der Nähe ihrer kleinen Schwester bleiben! Kurz sah sie wieder zu Gordon, der ihr kurz zunickte.
"Es wird ihr sicher nichts passieren", raunte er ihr dann auf walisisch zu. Ihrer Mutter war es sehr wichtig gewesen, dass sie nicht nur Englisch konnten.
Widerstrebend reichte sie Brona diesem Mr. Callahan, mitsamt dem Tuch, damit Brona nicht noch kränker wurde. Sie hatte mal von der Köchin gehört, dass man jemanden mit Fieber trotzdem wärmen musste. Ein feuchtes, kühles Tuch auf die Stirn, ja, aber nicht ohne Decke hinlegen. Sie hatte gemeint, man müsse das Fieber ausschwitzen.
Ohne die fieberheiße Brona im Arm, spürte Meg sofort den Temperaturunterschied. Sie sah wieder zu dem Mann, der sich nun als Mr. Reuven und Leiter des Heims vorstellte. Als er nach ihren Namen fragte, zögerte Meg. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihre richtigen Namen nennen sollte. Sie würden entweder eine ganze Weile lang eine Sharade aufrecht erhalten müssen oder sie liefen Gefahr, dass sie der Polizei gemeldet wurden, diese beiden Alternativen gab es.
"Das hier ist Simon, ich bin George, unsere kleine Schwester heißt Bridy und wer hier so stumm ist wie ein Fisch, ist Mary", log in dem Moment Gordon für sie und nahm ihr die Überlegung ab. Meggie zwang sich dazu, nicht zu ihrem Bruder zu sehen, ihr beunruhigter Blick hätte seine kleine Lüge ansonsten nur gleich entlarvt.
Marry, Mary, Mary, MARY! Du bist jetzt Mary, denk dran, du bist die liebe große Schwester Mary. Es gibt keine Meggie oder Meg, du bist Mary. Mary, wiederholte sie sich geistig, um sich an den Namen zu gewöhnen, immerhin musste sie ja auch reagieren, wenn sie gerufen wurde.
"Ich ähm, ich muss die Pferde noch vom Tor wegholen", murmelte sie und sah dabei auf ihre Zehenspitzen. Den Beutel mit dem Geld hatte Gordon, das würde reichen, bis sie neues aufgetrieben hatte. Sie musste schließlich schon überlegen, wie es weiterging, wenn Brona wieder gesund war und mit dem Geld würden sie Mr. Reuven und Mr. Callahan hier bezahlen. Zu einem normalen Arzt konnten sie doch nicht ...
Gerade als sie fertig gemurmelt hatte, huschte sie auch wieder zur Tür und schob sich durch einen schmalen Spalt, wie weit sie die Tür eben öffnen konnte, wieder raus in die Nacht.
___
Cas darf ruhig bemerken, dass sie vor hat, zu fliehen und sie zu den Pferden begleiten, um sie von dem Vorhaben abzubringen Wink


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   14.03.15 9:35

Castiel sah lächelnd zu den - nun nur noch drei - Kindern. Er wusste, dass sie logen. Zum einen, weil viele das taten, da sie irgendwas ausgefressen hatten und zudem hatte er beim ersten Treffen kurz ihren Geist durchforstet. Er nahm hier nicht jeden auf, nur wer auch in der Lage war, Spender zu werden oder uneingenommen gegenüber Vampiren war.
"Setzt euch erstmal und wärmt euch etwas auf. Ich zeige eurer Schwester schnell, wo die Ställe sind. Meinte er sanft lächelnd.
"Dann zeige ich euch erstmal alles, solange die anderen essen und dann könnt ihr was essen", meinte er lächelnd und deugege auf ein bequemes Sofa.
Dann folgte er dem Mädchen. Sie hatte Angst und bedachte man, wie es in den anderen Waisenhäusern zuging, war es verständlich.
"Meagan, warte bitte", bat er das Mädchen.
"Das wie verrate ich dir später", meinte er, als sie eben ansetzen wollte. Er stand nun vor ihr und ging in die Hocke, um mit ihr auf Augenhöhe zu sein.
"Ich sehe, dass du Angst hast und ich verstehe das. Aber wir sind hier nicht so ein Waisenhaus, wie die anderen. Alles bekommen genug zu essen, es gibt gute und vor allem warme Zimmer. Ihr bekommt hier die beste Bildung. Sieh es als Internat für Waisenkinder und Verstoßene. Was geschehen ist, interessiert hier keinen. Ich melde auch keinen der Polizei oder ähnliches. Du bist eine gute Schwester jnd das zählt hier, denn das hier ist eine sehr große Familie. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du und deine Geschwister hier bleibt und einfach bei uns einen Neuanfang startet", sagte er ehrlich.
"Ihr könnt euch erstmal ein Bild machen bis morgen Abend und dann reden wir, ob ihr bleiben wollt. Ich zwinge keinen und wenn nicht, könnt ihr gehen, wenn eure Schwester wieder gesund ist", sagte er ruhig zu dem Mädchen.
"Und die bringen wir erstmal in den Stall", fügte er lächelnd hinzu.


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Adrien Callahan
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   14.03.15 9:51

Adrien hatte derweilen das Mädchen ins Krankenzimmer gebracht. Ein anderes Kind lag in einem der Betten und schlief. Es hatte sich erkältet und bevor alle krank wurden, blieben die Kinder ein paar Tage hier, wenn sie krank waren.
Er legte das Mädchen auf ein Bett und deckte sie zu. Dann ging er zu dem Medizinschrank und schloss ihn auf, um ein fkebersenkendes Mittel herauszunehmen und gkng zu dem Mädchen.
"Kleine, wach auf. Du musst eine Tablette nehmen, dann kannst du weiterschlafen, meinte er ruhig und täschelte dann sanft ihre Wange, was das Mädchen kurz blinzeln ließ.
"Du musst die Tablette nehmen, damit du gesund wirst", erklärte er und schob ihr die Tablette in den Mund, als sie ihn öffnete, bevor er sie etwas Wasser trinken ließ. Er gab selten so schnell Tabletten, doćh das Fieber war sehr hoch.
"Jetzt kannst du weiterschlafen, Kleine", sagte er und schon döste das Mädchen wieder weg. Er legte ihr noch Wadenwickel an und legte ein kühles Tuch auf dir Stirn. Die Tabletten schloss er wkeder weg und setzte sich dann auf einen Stuhl neben das Bett, um auf das Mädchen aufzupassen.
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Meagan Ryder
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 1:21

Meg hielt unwillkürlich inne, als ihr Name gerufen wurde und drehte sich um, verfluchte sich aber im nächsten Moment deswegen. Sie war doch jetzt Mary!
Nun war es aber auch schon egal. Sie blieb stehen und wartete mit gesenktem Blick bis Mr. Reuven bei ihr war. Gerade als sie nachfragen wollte, woher er wusste, wie sie hieß, unterbrach er sie. Ach, eigentlich konnte sie sich das schon denken. Bestimmt hatte er ihre Namen erfahren, weil ihm jemand von ihnen erzählt hatte, immerhin wurden sie gesucht und ein Waisenhaus war da eine gut denkbare Anlaufstelle.
Verunsichert sah sie den Mann an, als er vor ihr in die Hocke ging und ihr etwas über das Waisenhaus erzählte. Was er daerzählte, klang viel zu schön, um wahr zu sein. Einfach neu anfangen, das wäre toll. Wenn einfach niemand wusste, was passiert war!
Aber auch, wenn er sie nicht an die Polizei verraten wollte, wollte Meggie doch wenigstens ehrlich sein und wenigstens dem Mann ihre schlimme Tat beichten. Er schien nett zu sein und sie wollte nicht, dass er oder die anderen Kinder hier Probleme bekamen, nur weil sie sie vor der Polizei versteckten.
"Ich wollte ihn nicht töten", flüsterte sie leise, während sich ihre Augen mit Tränen füllten und alles noch mal über sie hereinbrach.
"Das war auch keine Rache für Mama. Ich wollte nur, dass er Sean nichts tut. Ich hab nie gedacht, dass das so ausgehen könnte."
Nun brach es ganz aus Meg heraus und sie konnte sich nicht mehr zurückhalten. Sie hatte es zu lange verdrängt, was passiert war und wie sehr sie das eigentlich belastete.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 20:48

Castiel sah zu dem Mädchen, das offenbar mit sich kämpfte. Er ließ ihr Zeit, als sie plötzlich zu reden begann. Castiel hörte ihr aufmerksam zu und er unterbrach sie nicht, sondern ließ sie ausreden. Er sah, wie sehr es das Mädchen belastete, was geschehen war. Sie war nicht älter als zwölf und so etwas geschah nicht täglich.
"Und du hast deinen Bruder beschützt. Alle deine Geschwister", sagte er sanft und strich ihr ruhig über den Kopf. Dann zog er ein Taschentuch hervor und reichte es ihr.
"Ich weiß, dass du ein gutes Mädchen und eine gute Schwester bist, die nichts Böses wolltest. Ich sehe das, wenn Menschen gut ist und du bist ein solcher Mensch und genau solchen schenke ich hier ein neues zu Hause", verriet er.
"Es ist mir nicht wichtig was geschehen ist - auch wenn ich es zu schätzen weiß, dass du es mir verraten hast -, sondernhier zählt einfach wer und wie du jetzt bist. Und du bist eine Beschützerin und genau solche Leute brauche ich hier. Leute, die auf die anderen und jüngeren aufpassen", verriet er.
"Was meinst du Meagan? Wollen wir wieder rein gehen und ich zeige euch alles? Inzwischen kümmert sich Adrien um deine Schwester", erklärte er.
"Ich habe für euch sogar schon Betten vorbereitet. Wenn ihr gebadet und gegessen habt, könnt ihr euch ausruhen. Du und deine Geschwister sehen müde aus", verriet er ihr und strich dem Mädchen über den Kopf.
______________
hab Jennys ok, dass Meagan und Cas tippen können xD Sie schickt Francesco dann zu Adrien irgendwann xD


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 21:25

Dann werde ich mich jetzt zum ersten Mal an einem Post mit meinem Tablet versuchen^^
___
Mr. Reuven hatte etwas Beruhigendes an sich. Meg konnte nicht ganz genau sagen, was das war, aber da war etwas. Das Mädchen begann, wieder ruhiger zu atmen, das Schluchzen wurde weniger und schließlich musste sie nur noch etwas schniefen und tief Luft holen.
Sie nahm das Taschentuch mit einem verlegen gemurmelten "Danke" entgegen, wischte sich die Tränen ab und schnäuzte sich. Bei dem Vorschlag nickte sie ein wenig und betrachtete kurz das zusammen geknüpfte Taschentuch.
"Ich werde es Ihnen auswaschen", versprach sie ernst, musste dann aber bei dem Gedanken an ein Bad, ein Essen und ein richtiges Bett etwas lächeln.
"Wir müssen aber vorher wirklich noch die Pferde vom Tor holen. Die sind da wirklich angebunden", meinte sie und deutete ans Tor, wo eines der Pferde seinen dunklen Schweif sehen ließ.
"Übrigens, fast niemand ruft mich wirklich Meagan. Die meisten nennen mich Meg oder Meggie", vertraute sie dem netten Heimleiter dann noch an.


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 21:42

"Schon gut, du kannst es behalten. Ich habe noch viele", meinte er.
"Sieh es als Willkommensgeschenk", fügte Castiel schmunzelnd hinzu und erhob sich.
"Dann bringn wir sie zu den Ställen. Dort haben sie Gesellschaft und werden gut versorgt", erklärte Castiel.
"Darum kümmern sich vor allem die jüngeren gern Sie lieben die Pferde", fügte er hinzu.
"Und lernen zudem, sie zu reiten", sagte er, während sie zum Tor gingen.
"Gut, dann nennen wir dich Meggie. Das ist ein schönr Name", sagte er.
"Wie heißen eure Pferde?", fragte er das Mädchen und musterte die erschöpften Pferde kurz, bevor er sie losband und Meggie die Zügel eines der Pferde in die Hand gab.
"Dort lang", meinte er und deutete in eine Richtung.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 22:31

Meggie musste leicht lächeln, als er meinte, sie könne es behalten. Bei ihrer überstürzten Flucht hatte sie ein bisschen Kleidung, aber vor allem Wertgegenstände eingepackt, aber kein Taschentuch. Sie mussten schnell weg und das Geld musste reichen, bis sie eine andere Möglichkeit gefunden hatte, Geld zu verdienen und sie zu versorgen. Meg hatte absolut nicht gewollt, dass ihre Geschwister klauen mussten. Das hätte sie nie zugelassen.
"Das ist Pepper", stellte sie auf die Frage, wie die Pferde hießen den hellroten Fuchs vor, der ihnen beiden gleich vertrauensvoll über die Hände schnoberte.
"Und das hier ist Gwen", fuhr Meggie fort und band die Braune neben dem Fuchs los. Gwen interessierte sich weniger dafür, dass da jemand Fremdes war, sie untersuchte sehr aufmerksam das Gras und zupfte ein paar Halme ab, bis Meggie sie am Mähnenkamm kraulte und so die Aufmerksamkeit der Stute bekam.
Sie nahm Mr. Reuven Gwens Zügel ab und hielt ihn locker, aber doch fest genug in der Hand. Sie wusste, dass es weniger darum ging, das Pferd hinter sich her zu ziehen. Wenn Gwen nicht wollte, würde sie sie durch Gewalt nicht dazu bringen können, mit zu kommen. Es ging darum, dass die Stute beschloss ihr zu folgen und das tat sie.
"Gordon und Brona mochten die Pferde auch immer gern", erzählte sie mit aufkeimender Lebhaftigkeit. Sie fühlte sich wieder sicherer und unbefangen er, also schimmert ein wenig von ihrem eigentlichen Wesen langsam durch. Es tat ihr zweifellos gut, dass sie hatte beichten können, was passiert war und, dass es ihr auch verziehen worden war.


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   15.03.15 23:30

"Pepper und Gwen", wiederholte Castiel nachdenklich.
"Gute Namen für die Pferde", stellte der Heimleiter lächelnd fest. Sie gingen gemeinsam zu den Ställen und Castiel öffnete die Tür. Er führte sie zu den Boxen für die Pferde. Er half ihr beim absatteln.
"Gehen wir zurück. Deine beiden Brüder warten sicher schon auf ihre große Schwester", vermutete er lächelnd und schloss die Stallungen, bevor sie zurückgingen. Er hielt ihr die Tür auf und trat nach ihr ein.
"Eure Schwester bleibt erstmal im Krankenzimmer", erklärte er dann.
"Aber ich zeige euch erstmal eure Zimmer. Da sind auch frische Sachen. Vermutlich sind sie etwas groß, ich habe eure Größe nur geschätzt", gestand Castiel. Sie würden in verschiedenen Zimmern sein. Es waren Doppelzimmer und er trennte nach Alter und Geschlecht, Das funktionierte Erfahrungsgemäß immer ganz gut und half, Anschluss zu finden.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   16.03.15 23:19

Meg führte Gwen Mr. Reuven, der Pepper hatte, hinterher und brachte sie in eine Box. Sie sattelten gemeinsam die Pferde ab, gaben ihnen ein wenig Futter und Wasser. Meg nahm sich auch die Zeit, sie kurz mit etwas Stroh abzureiben, ehe sie mit dem heimleiter wieder zum Hauptgebäude ging.
"Ich vermute eher, dass Gordon überrascht sein wird", gab sie mit einem verlegenen Lächeln zu. Gordon und sie hatten sich diesen Plan gemeinsam aufgedacht.
Dementsprechend erstaunt und fluchtbereit sprang er auch auf, als nicht nur der Heimleiter, sondern auch sie in den Raum traten, allerdings beruhigte er sich wieder, als sie ihm mit einer Geste bedeutete, dass alles in Ordnung war.
Sie nickte leicht, als Mr. Reuven meinte, Brona würde erst mal im Krankenzimmer bleiben. Das war sicher besser. Sie nahm Gordon Sean ab, der inzwischen wach war und sie mit einem freudigen Glucksen begrüßte. Lächelnd stupste sie ihn an, woraufhin er kicherte.
"Ja, ich glaube, frische Sachen würden uns allen gut tun", meinte sie und begutachtete kurz Gordons und ihre schmutzige und auch etwas beschädigte Kleidung. Klamotten und vielleicht eine Schüssel mit Wasser, an der man sich waschen konnte, das wäre wirklich schön ...
Gordon würde sie das Angebot später erklären.


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   17.03.15 7:00

Castiel lächelte leicht.
"Dann kommt. Die Zimmer sind oben", erklärte er und führte sie nach oben. Auf der linken Seite war ein etwa Hüfthohes Gitter angebracht.
"Hier sind die kleinen Kinder bis etwa fünf Jahren untergebracht. Bitte achtet darauf, dass es immer geschlossen ist. Im Moment ist Essenszeit, da sind sie nicht hier. Es soll verhindern, dass die Kinder die Treepper herunterfallen", erklärte er und führte sie zu einem Zimmer, an dessen Tür ein Marienkäfer aus Holz befestigt war.
"Euer kleiner Bruder wird hier schlafen. Das andere Kind schläft, deshalb lasse ich euch heute nur einen Blick hineinwerfen", erklärte er und öffnete leise die Tür. Zwei kunstvoll geschnitzt Kinderbetten standen darin und über jedem Bett hing ein Mobileé und ein Kuscheltier lag in jedem Bett. Leise ging er hinein und nahm einen Strampler aus dem linken Bett und sah kurz nach dem anderen Junge, der friedlich schlummerte. Dann ging er leise wieder heraus.
"Wir trennen hier nach Geschlecht und Alter", verriet er.
"Gleichaltrige kommen besser miteinander aus und es hilft hier Anschluss zu finden", erklärte er und führte sle dann in den anderen Gang. Dort hielt er an der Tür mit der Zahl 11.
"Das ist dein Zimmer", meinte er zu Gordon und trat ein. Auch hier waren zwei Betten, einen Tisch mit vier Stühlen und zwei Kleiderschränke. Über er einem Bett waren viele Bilder an die Wand gehängt.
Das rechte Bett ist deins. Du teilst die ein Zimmer mit Cohen. Ich denke, ihr versteht euch gut", meinte er und wartete, bis Gordon seine Sachen genommen hatte.
Dann gingen sie zu Zimmer neunzehn.
"Das ist dein Zimmer Megie. Du teilst es dir mit Liz. Sie ist schon sehr lange hier und hilft dir sicher, dich hier einzuleben", prophezeite er und ließ auch Meggie ihre Sachen nehmen.
Dann führte er sie ans Ende des Ganges.
"Hier sind die Bäder. Links Jungen und rechts Mädchen. Ihr findet Seife und alles. Hier könnt ihr euch in Ruhe waschen und ich werde inzwischen euren kleinen Buder im Kinderbad drüben baden", erklärte er.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   17.03.15 8:25

Als Meggie das zukünftige Zimmer ihres kleinen Bruders sah, war sie ein wenig gerührt. Das Zimmer war sehr liebevoll eingerichtet. Ihr Vertrauen zu dem Heimleiter wuchs allmählich, besonders als er nochmal nach dem anderen Kind sah.
Dass sie getrennt untergebracht wurden, verursachte Meggie allerdings ein sehr mulmiges Gefühl. Andererseits hatte Mr. Reuven vermutlich recht. Wenn sie mit ihren Geschwistern untergebracht wäre, würde sie sich vor allem um diese kümmern. Bei einem anderen Mädchen im Zimmer wäre sie immerhin nicht zu schüchtern, sie mal anzusprechen.
Sie merkte sich, wo die Zimmer ihrer Geschwister und schließlich auch ihr eigenes waren. Sie waren wirklich sehr schön eingerichtet und offenbar durch eine Form von System alle beheizt. Sie waren war, allerdings sah sie eben keine brennenden Kamine.
In ihrem Zimmer nahm sie sich schnell das Kleid das auf dem offensichtlich unbelegten Bett lag. Liz ... das klang nett.
Bei den Bädern angekommen gab sie Sean nur ungern ab, aber sie sah ein, dass sie sich nicht waschen und den gewaschenen Sean gleichzeitig halten konnte. Und Mr. Reuven schien sich ja mit Kindern auszukennen. Also übergab sie ihm ihren Bruder und begab sich anschließend ins Badezimmer der Mädchen, wo sie sich ordentlich wusch. Sie fand sogar etwas flüssige Seife, was das säubern der Haare leichter machte. Und je sauberer sie wurde, desto angenehmer wurde ihr auch zu Mute.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   17.03.15 16:23

Castiel nahm den Jungen auf den Arm und ging mit ihm zu dem Kinderbad, wo sie kleine Wannen hatten.
"Dann wollen wir dich mal wieder herrichten, kleiner Sean", meinte er und im Bad ließ er Wasser ein, während er dem Jungen die dreckigen Sachen auszog und dann vorsichtig in die Wanne legte, wobei er ihn festhielt und mit einem Lappen aa wusch. Castiel spürte den Blick des Jungen auf sich und lächelte leicht. Er erschuf kleine Lichtwesen, die über dem Jungen herumflogen. Es waren nicht mehr als kleine Lichtkugeln.
Er wusch den Jungen fast eine viertel Stunde, bevor er ihn aus dem Wasser hob und die Lichtkugeln zum Wickeltisch schwebten, wo er mit dem Jungen hinging, ihn trockenrubbelte und dann anzog.
"Deine Geschwister werden dich kaum wiedererkennen", stellte er fest, während er mit dem Jungen zur Treppe ging, wo er auf die anderen wartete. Die Lichtwesen hatte er verschwinden lassen.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   17.03.15 23:38

Nach etwa zwanzig Minuten verließ Meggie das Badezimmer wieder. sie war frisch gewaschen und trug herrlich duftende, saubere Kleidung, ein hübsches, hellblaues Kleid. kurzum: Meggie fühlte sich pudelwohl.
Als sie also auf den Gang trat, warteten dort Mr. Reuven, Gordon und Sean bereits auf sie.
"Tut mir leid, ich wollte Sie nicht warten lassen", entschuldigte sie sich schnell. Die schmutzige Kleidung hatte sie sich über den Arm gehängt und sah sich nun unsicher um.
"Wo kann ich die lagern, bis ich sie waschen kann?", fragte sie. Auch wenn die Sachen dreckig und bereits etwas beschädigt waren, hatte sie sie ordentlich zusammen gelegt. Das Taschentuch, das sie als erstes auswaschen wollte, hatte sie sorgsam ganz zu oberst auf den kleinen Stapel gelegt.
Sie bemerkte, dass Gordon seine Sachen nicht bei sich hatte und sah ihn daher fragend an. Sie dachte nicht, dass er die Sachen einfach hatte liegen lassen, aber vielleicht hatte er ja einen Korb oder etwas Ähnliches gesehen, in den er seine Sachen hatte legen können.
___
Sry, mehr kriegt mein Hirn nicht hin. Vorlesungen bis 19:15 können ziemlich schlauchen^^°


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   18.03.15 6:43

Kein Problem xD mein Hirn ist immer geschlaucht xD
_____________
Castiel sah zu Meggie, als diese kam.
"Das ist kein Problem", sagte er und hielt Sean gut fest, der sich munter umschaute.
"Es lohnt sich nicht, die Kleidung zu waschen und zu flicken. Wir schmeißen sie dann weg. Erstmal bekommst du von uns und am Freitag geht Liz sicher mit dir in die Stadt und kauft mit dir passende Kleidung, verriet er.
"Es sei denn, du willst die Sachen unbedingt behalten, dann kommt sie dann zur Wäscherei. Da kannst du sie in den Korb dort run", meinte er und nickte in die Richtung eines Weidenkorbs mit Deckel.
"Dort landet immer die Dreckwäsche und kommte in die Wäscherei", erklärte er. Er wartete, bis Meggie sich entschieden hatte.
"Die meisten sind mit dem Abendbrot fertig. Schauen wir mal, was sie übrig gelassen haben", meinte er lächelnd.
"Vielleicht sind eure Zimmernachbarn noch im Speisesaal. Dann kann ich euch schon bekannt machen", erklärte Castiel und führte sie runter in den fast leeren Speisesaal und sah kurz in die Runde, aber die Nachbarn waren nichtmehr hier.
"Dort vorn ist geschirr und ein Buffet. Nehmt euch, was ihr wollt", meinte er lächelnd zu den beiden.
"Und für dich holen wir warme Milch, meinte er lächelnd zu Sean, ider fröhlich gluckste. Offenbar fühlte er sich wohl und war rundum zufrieden.


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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   18.03.15 21:43

Meggie sah kurz zögerlich auf ihre Kleidung. Unbedingt behalten wollen? Nun, aus ihrem früheren Leben war das meiste verschwunden. Sie hatte noch ihre Geschwister, Pepper und Gwen und diese Kleidung. Aber sie war nicht sentimental und da es die Kleidung war, die sie an diesem grauenhaften Abend in die Tasche gestopft hatte, war ihr auch nicht sonderlich daran gelegen, sie zu behalten. Nur das Taschentuch, das Mr. Reuven ihr geschenkt hatte, das wollte sie behalten.
Sie nahm deshalb das Taschentuch runter und legte es in den Korb. Die anderen Sachen warf sie in deie Tonne, die ihr gezeigt wurde. Ein bisschen fühlte sie sich dadurch dann auch wohler.
Als Mr. Reuven das Abendessen ansprach, bemerkte sie, dass nicht nur sie selbst besonders aufhorchte, sondern auch Gordon einen sehnsüchtigen Blick bekam. Viel hatten sie in der letzten Woche nicht gegessen. Einerseits hatte sie selbst kaum etwas runterbekommen, andererseits waren sie immer sehr in Eile gewesen, denn wenn jemand sie gesehen hatte, mussten sie gleich weiter. Und wenn man Lebensmittel kaufte, wurde man eben gesehen, das ließ sich nicht vermeiden.
Außerdem war Meg schon sehr neugierig, was diese Liz anging. Gordon und sie waren von einem Hauslehrer unterrichtet worden. Es gab zwar immer wieder die Überlegung, sie in ein Mädcheninternat zu stecken aber das wurde aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verworfen. Schlussendlich hatte ihre Mutter sich vermutlich nicht allein dem Rest der Familie stellen wollen und sie wegzugeben wäre ihr wohl so vorgekommen, als gäbe sie ihre Jugendliebe weg. Aber das hatte zur Folge, dass Meggie kaum Kontakt zu anderen Kindern in ihrem Alter hatte, von Gordon mal abgesehen. Sie hatte also noch nie eine Freundin gehabt, sondern nur in Büchern davon gelesen. Aber es klang schön.
Leider war Liz nicht mehr im Speisesaal, aber sie würde sie später bestimmt noch sehen ... zumindest hoffte sie das.
Dafür war das Buffet da und erst als sie nun das Essen wirklich vor sich sah, wurde Meggie klar, wie hungrig sie eigentlich war. Sie musste leicht lächeln, als Sean so frühlich gluckste - und als Gordon begeistert zum Buffet stürmte. Sie selbst folgte ihm rasch. Sie rannte zwar nicht, aber ihr Schritt war doch deutlich beschleunigt.
Die Auswahl war, auch wenn es der Rest war, immer noch groß. Sie hatte gar nicht gewusst, wie viele verschiedene Käsesorten es allein aus Kuhmilch gab!
Einen Moment lang stand sie ratlos da und beobachtete daher, wie ihr Bruder vorging.
"Bau mal keinen großen Essensturm, du kannst dir doch dann noch was holen und so fällt dir das nur sehr leicht runter", riet sie ihm belustigt, als sie beobachtete, wie er versuchte, von allem etwas auf den Teller zu quetschen. Übelnehmen konnte sie es ihm nicht. Wenn man Hunger hatte, warf man die Manieren doch schon mal über Bord.
Sie selbst legte zwei Scheiben Brot, ein Stück Butter und ein paar Scheiben sehr löchrigen Käse und etwas Wurst auf ihren Teller. Da hatte sie immer noch genug Platz, um die Scheiben mit der Butter zu bestreichen und jeweils mit Wurst oder Käse zu belegen.
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   18.03.15 22:20

Castiel beobachtete die beiden kurz. Darin glichen sich die neuen immer. Er ging kurz in die Küche und erwärmte Milch, die er in ein Fläschen füllte. Damit ging er zurück und setzte sich.
"Dann lass es dir schmecken, Kleiner", meinte er und gab Sean die Milch zu trinken. Offenbar stand der Junge seinen Geschwistern in punkto Hunger in nichts nach.
Als er fertig war, nahm er den Jungen hoch und klopfte ihm sanft auf den Rücken, bis er sein Bäuerchen machte. Er bemerkte, das der Junge langsam müde wurde und srich ihm sanft über den Kopf, während er wartete, dass die anderen Beiden fertig waren.
"Ich denke, ihr solltet alle erstmal schlafen. Und morgen erkläre ich alles genauer", schlug er vor, während er sich erhob. Sean schlief mittlerweile fast.


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Meagan Ryder
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   19.03.15 23:10

Meg ermahnte ihren Bruder zwar, nicht zu schlingen, war dabei aber beinahe völlig erfolglos. Sie selbst hätte zwar natürlich gern schnller gegessen, aber sie bremste sich selbst. Erstens war sie die große Schwester und damit das Vorbild, und zweitens war sie es, die ihn ermahnte. Und sie sollte ihre eigenen Mahnungen befolgen. Sie sagte das schließlich nicht grundlos.
Als sie fertig waren mit dem Essen und Mr. Reuven meinte, sie sollten erstmal schlafen gehen, musste sie ihm innerlich beipflichten. In ihr hatte sich eine angenehme, warme Schwere ausgebreitet und sie bemerkte, dass auch Gordon kaum die Augen offen halten konnte.
"Könnten wir morgen zu Brona?", fragte sie leise und unterdrückte ein Gähnen, als sie vom Heimleiter begleitet wieder zu den Zimmern gingen.


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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   20.03.15 6:45

Castiel lächelte.
"Natürlich. Sie schläft auch gerade, aber ich denke, morgen geht es ihr besser. Ich schaue später nach ihr", versprach er Meggie lächelnd.
"Ich sage euren Mitbewohnern Bescheid, dass sie dann leise machen sollen", sagte er.
"Ich wünsche euch eine gute Nacht und morgen erkläre ich euch alles hier genauer und beantworte eure Fragen", versprach er.
"In euren Schränken ist Kleidung. Ihr könnt morgen ausschlafen und kommt dann runter, sagte er noch.
"Schlaft gut", meinte er, bevor er Sean in sein Zimmer brachte, ins Bett legte, zudeckte und über das Köpfchen strich. Dann ging er in sein Büro.


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Meagan Ryder
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   20.03.15 10:46

"Leiser?", murmelte Meggie nun etwas unwillig. Sie musste allerdings gleich darauf ihre Kiefer fest aufeinander pressen, um nicht ausgiebig zu gähnen.
" Ich möchte Liz doch kennen lernen! Ich bin doch schon so neugierig und-"
Meg wurde erneut von einem Gähnen unterbrochen, das sie nun aber nicht mehr verhindern konnte und sich deshalb schnell die Hand auf den Mund legte. Sie war wirklich ziemlich müde.
"Na ja, vielleicht hat das Kennenlernen tatsächlich noch Zeit bis morgen", murmelte sie verschlafen. Sie holte ein einfaches Nachthemd aus dem Schrank, als sie bei ihrem Zimmer war, und putzte sich im Badezimmer der Mädchen noch rasch die Zähne, bevor sie in ihr Bett kroch. Eigentlich hatte sie versuchen wollen, noch etwas wach zu bleiben, in der Hoffnung, ihre Mitbewohnerin noch am selben Tag kennenzulernen, aber sowie sie die wärmende Decke über sich und das weiche Kissen unter ihrem Kopf spürte, war sie auch bereits ins Land der Träume entglitten.


Ich schreibe über's Gähnen und muss eifrig mitgähnen XD
Aber ich muss schon sagen, einen Post mit dem Tablet zu schreiben ist deutlich angenehmer als mit dem Handy^^
Hm, ich muss dann auch die Datumsangabe im Titel ändern ^^


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Jon Francesco Stark
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BeitragThema: Re: [21. - XX.10.1846] Zuflucht | Cardiff   22.03.15 21:14

Francesco hatte sich die Zeit im Pup vertrieben bis er diesen gegen neun Uhr abends verlies. Mister Reuven würde ihn nun empfangen können.
So lief er den Weg entlang, der nur begleitet war von dem knirschen des Kies.
Es war eine angenehme Nacht, der Wind wehte nur leicht.
Francesco mochte es hier in Cardiff hier schien das Leben etwas langsamer zu Laufen als im hektischen Boston.
So kam er schließlich bei Mister Reuvens Waisenhaus an.
Er klopfte an und er wartete bis ihm geöffnet wurde.
Francesco hatte drei neue Kandidaten für Mister Reuven, die Akten lagen in seiner Mappe.


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