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 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung

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Viseria Thyrell
Clanoberhaupt



BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   18.05.15 20:53

Viseria hörte Drogo zu und sie grinste. "Das klingt nach einer Feier die mir gefallen könnte.", meinte sie dann und sie warf ihr blondes Haar nach hinten.
"Ich kenne einen Stamm in dem Feiern ähnlich ablaufen. Sie kennen mich und hier würde es nicht auffallen wenn wir verschwinden.", versuchte sie ihren Gegenüber zu überreden.
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Lamia Lacrima
Clanoberhaupt
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   19.05.15 15:47

Ich kenn "Rom", soweit ich weiß ist das sogar die unzensierte Version ... Wenn ich n0och wüsste, wo ich damals unterbrochen wurde ... will das ja mal weiter gucken
___
"Ich werde euch mal allein suchen lassen", bemerkte Terian lächelnd.
"Das bringt mehr, als wenn wir alle auf einem Haufen sind."
Er verabschiedete sich von beiden und so machten sich Lamia nur mit Radames auf den Weg.
"Ich wollte eigentlich eher darauf hinaus, dass man seine Kräfte kennen lernen sollte", nahm sie den Gesprächsfaden wieder auf, während sie sich dem Rand der Gesellschaft näherten. Cal hätte zwar sicher keinerlei Skrupel, es in der Mitte der Versammlung vor aller Augen zu tun, aber Luc wäre davon wohl nicht so ganz begeistert.
"So, wie man nach der Verwandlung lernen muss, mit welcher Kraft man einen Kelch in die Hand nehmen darf, ohne ihn kaputt zu machen oder wie sehr man seine Geschwindigkeit herunterschrauben muss, um nicht aufzufallen. Man braucht nicht immer seine ganze Kraft und immer alles in eine Aktion zu stecken ist auch für uns Vampire viel zu anstrengend. Viel mehr kommt es darauf an, immer genau das richtige Maß an Kraft zu benutzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Beispielsweise, bei meiner Gabe, Feuer: Wenn ich ein Lagerfeuer entfachen oder einfach nur eine Kerze anzünden möchte, dann wäre es definitiv falsch, wenn ich ganz aufdrehe und meine ganze Kraft in diese eine Aktion stecke. Das könnte sogar verheerend sein, ich würde ein Inferno entfachen. Verstehen Sie, was ich meine?"
Lamias Stimme war ruhig und freundlich geblieben, aber auch ernst. Es war gut, wenn man seine Stärke regelmäßig austestete und vielleicht auch an ihre Grenzen trieb, aber man sollte auch wissen, wie viel genug war. Der Trick bestand schließlich darin, genau so viel Kraft zu benutzen, wie man brauchte.
"Außerdem muss man nicht immer im übertragenen Sinn frontal auf eine Mauer zustürmen. Viel hilfreicher und nicht so kräftezehrend ist es, die Schwachstelle der Mauer zu finden und dieser Schwachstelle einen gut gesetzten Schlag zu verpassen. Dann stürzt sie ebenfalls ein und man hat noch genug Kraft für das, was hinter der Mauer liegt", erklärte sie weiter. Sie konzentrierte sich einen Moment auf die Gerüche, die in der Luft lagen und spitzte die Ohren. Gleichzeitig dachte sie an Luc und Cal. Wo wäre es für luc weit genug weg und für Cal passend genug? Welche Vorlieben konnte sie in den Jahren ihrer Beziehung erkennen?
"Was das mit dem Wunder angeht, kann ich dir nur raten vorsichtig zu sein. Da will man einem armen Mädchen, beziehungsweise 30 Jahre später einer armen Mutter eine Bitte nicht abschlagen und schon hat man eine Religion mehr, die in der Welt ihr Unwesen treibt. Mit göttlichen Wundern sollte man daher wirklich sehr vorsichtig sein. Es geht eine ganze Menge Verantwortung damit einher", wartne sie den Jüngeren, während sie zielstrebig einen Weg eingeschlagen hatte. Ihre Schritte hatten sich ein wenig beschleunigt, immerhin war sonst niemand in der Nähe.
Bald darauf standen sie vor einer Senke, um die herum weitere Steine standen. Der Steinkreis in dem das Treffen war, war schließlich nur das Zentrum, die Anlage der Kultstätte war deutlich weitläufiger.
In dieser Senke umringt von den Steinen befand sich ein keuchendes und stöhnendes Knäul mit im Wind wehenden goldblonden Locken, die Gewänder waren lagen zwischen den Steinen.
Da diese auch gerade mal hüfthoch waren, setzte sich Lamia auf einen der Steine und sah fragend zu Radames.
"Was meinst du, wollen wir die beiden es zu Ende bringen lassen oder wollen wir sie unterbrechen?", fragte sie ihn leise kichernd. Dass sie bemerkt werden könnten, wenn sie sich nicht bemerkbar machten, war sehr unwahrscheinlich, das hatte die Erfahrung gezeigt. Cal störte sich nicht an Publikum und war offenbar in der Lage, Luc zu sehr abzulenken, als dass er es bemerken würde. Dennoch ließ sie eine kleine Funkenspur zu ihnen erscheinen, damit jeder wusste, dass sie gefunden waren.

Terian hatte sich selbst auf den Weg gemacht, allerdings kannte er die beiden nicht so gut wie Lamia. Eigentlich hatte er sich mit ihnen auch nie so wirklich beschäftigt. Er war damals nur sehr erstaunt gewesen, als ihm Cal vorgestellt worden war mit den Worten, dass sie lucs Gefährtin sei. Luc hatte davor eher den Eindruck hinterlassen, von seiner Cousine besessen zu sein und manchmal schien es auch, als wollte er sie abschirmen, vermutlich um sie zu beschützen. Nur war er eben nicht damals bei ihr gewesen, als sie vielleicht wirklich jemanden gebraucht hätte, der sie beruhigt, jemand, der sie kannte bevor sie die Kontrolle verlor. Und da war er nicht da gewesen.
Kurzum, Terian hegte zwar keine Feindseligkeiten gegen Luc, aber er war auch sicher nicht sein bester Freund!
Zufällig hörte er im vorbeigehen, wie zwei andere Vampire wohl Pläne schmiedeten, das Treffen zu verlassen. Einen Moment hielt er inne, bevor er sich seufzend umdrehte. Manchmal war es wirklich unpraktisch, sich so verpflichtet zu fühlen. Und einen gewissen Erfahrungsschatz an unangemessenem Verhalten zu besitzen.
Er erkannte sofort an der Kleidung, welchen Gemeinschaften sie angehörten. Nun ja, in der Jugend dachte man vielleicht nicht daran, dass diese Kleidung auch für jeden anderen zuzuordnen war.
"Verzeiht, dass ich mich einmische, aber ich hab mitbekommen, dass ihr verschwinden wollt. Glaubt mir, es würde auffallen und es würde auf euch und eure Gemeinschaften zurückfallen, ich kann da aus Erfahrung sprechen. Es sieht vielleicht nicht so aus, weil niemand herschaut und jeder beschäftigt zu sein scheint, aber ihr könnt euch sicher sein, dass die Oberhäupter der Gemeinschaften die ernannten Nachfolger der anderen Gemeinschaften geistig ganz genau beobachten. Sie wollen wissen, was das für Leute sind, die in Zukunft Einfluss haben werden."
Sein Blick richtete sich ruhig auf den Riesen.
"Es mag sein, dass dieses Treffen nicht unterhaltsam ist, aber das ist etwas, das jeder von uns lernen muss."
Terian wies auf die Gewänder, die die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft signaisierten.
"Jeder von uns lernt früher oder später, dass es nicht um Spaß geht, solange wir diese Kleidung tragen. Es gibt auch noch andere, weniger formelle Treffen, da hat man eher ein offenes Ohr für solche Wünsche. Aber heute geht es nicht darum. Ich werde euch nicht aufhalten und ich werde euch nicht verpetzen, es ist schließlich eure Entscheidung, was ihr tun wollt, ob ihr die Kritik der Oberhäupter in Kauf nehmen wollt. Und es gibt einige, die da nicht zimperlich sind. Aber ich will euch gewarnt haben."
Er bemerkte, wie sich eine Funkenspur näherte und ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen.
"Aber wenn ihr gerne mitkommen wollt, offenbar hat ein Pärchen, das das Glück hat, heute nicht beobachtet zu werden, weil sie keine Nachfolger sind, die Gelegenheit ergriffen, sich zurück zu ziehen und wurde nun entdeckt. Also, wenn hier jemand gern einen Man sehen will, der mit hochrotem Kopf in seine Kleidung schlüpft und eine Frau, die in der Situation nur lacht und es nicht so eilig hat, sich anzukleiden, dann sollten wir uns beeilen."



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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   24.05.15 10:11

Radames lächelte leicht.
"Die Feinarbeit ist wichtig, da hast du Recht, aber manchmal ist es befreiend, sich komplett auszupowern. Es erinnert mich an das Menschendasein und wohltuend und befreiend ist es auch. Du solltest es auch versuchen. Entweder auch in der Sahara oder einem Vulkan", erklärte er ihr lächelnd.
"Du kennst dich in der ägyptisches Mythologie nicht so gut aus, nicht wahr? Es gibt für alles ein Gott. Bei einer Schlacht würde es vermutlich Anhor sein - der Schutzgott der Soldaten und Jäger. Oder Asch, der Gott der westlichen Wüste. Geb der Erdgott, Harendotes die Schutzgottheit und noch viele mehr", zählte er auf.
"Aber meistens halte ich mich raus", fügte er hinzu. Nur einmal hatte er sich eingemischt. Einen Versorgungszug mit einem Sandsturm überrascht und schnell war die Belagerung beendet. Für irgendetwas musste die Gabe ja gut sein.
Als sie die Beiden fanden, schmunzelte er.
"Wann ist die Erklärungsnot wohl am Größten?", hinterfragte er belustigt und sah zu dem Pärchen, das in voller Fahrt war.


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Khal Drogo
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   24.05.15 10:36

Drogo sah zu den Mann der sich einmischte.
"Ein echter Mann beobachtet nicht verstohlen, wie ein feiges Huhn. Wer mich kennen lernen will, der soll kommen und mit mir reden", meinte er.
"Und wozu solche Treffen gut sein soll, wo nur herumgestanden wird, ist mir einen Rätsel. Am Besten lernt man die anderen bei einem Gespräch kennen, wo man nicht steif wie ein Stock ist. Wenn hier also keiner auftaucht, zeugt dies eindeutig von mangelndem Interesse und ich kann dann auch gehen. So wie ich hier andere Sitten zu akzeptieren habe, sollte man auch andere akzeptieren. Ich habe diese ganze Zeremonie in diesen Sachen mitgemacht und spreche diese verfluchte Sprache, also sollte man wohl auch meinen Sitten nun Beachtung und wenn schon nicht hier, dann wenigstens woanders und es akzeptieren", erklärte er. Er ließ sich ungern Vorschriften machen und gleich recht keine so sinnlosen.
"Wieso sollte ich einen feigen Hund sehen wollen, wenn die Aussicht auf eine Zusammenkunft besteht, bei der man um Frauen kämpfen kann und als Sieger sie bekommt. Es mag für euch rau und barbarisch wirken, aber es ist nichts anderes, als eine naturverbundenere Kultur", stellte er fest.
"Wenn innerhalb der nächsten fünf Minuten keiner hier steht, um mich kennenzulernen, bin ich weg", meinte er dann nur mit verschränkten Armen.
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Viseria Thyrell
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.05.15 14:10

Viseria sah es ihm Grunde ähnlich wie ihr Gesprächspartner. Doch da spürte sie auch schon Isis Blick auf sich gerichtet, auch wenn sich diese gerade nicht in ihrem Sichtfeld befand.
Der blonden Vampirin entging die Funkenspur nicht, die sich plötzlich bildete und ein leichtes Schmunzeln erschien auf ihren Lippen.
Sie lauschte dem Gespräch der beiden Herren und Viseria zog eine Braue nach oben.
"Nun, für mich klingt es als bräuchte da einer dringend Nachhilfe.", sinnierte sie und sie sah in die Richtung in die diese Funkenspur führte.
Es schien als würde diese Nacht ja doch noch spannend werden, aber gut, für eine Vampirin die Jahrelang im dunkeln Eingesperrt war, war jede Nacht wie diese Spannend und aufregend.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.05.15 15:42

Lamia hörte Radames aufmerksam zu nickte leicht.
"Du hast Recht, das sollte ich vielleicht tatsächlich mal wieder tun. Kaum jemand weiß die Schönheit eines Infernos zu schätzen", bemerkte sie mit einem leisen Lachen. Das wusste wirklich kaum jemand, denn für die meisten bedeutete ein Inferno eine heiße, brennende, tödliche Hölle.
"Ob ich dazu alledings eine Sandwüste aufsuchen sollte, ist fraglich. Am Ende wird aus der Sandwüste eine Glaswüste. Ein Vulkan ginge da doch eher. Ich könnte nach Pompeji. Der Vulkanausbruch hat dort das Leben ausgelöscht und überall ist noch Lava - die braucht lange, um abzukühlen. Es würde sich anbieten. Und außerdem ist ein Bad in Lava gewissermaßen erfrischend."
Als er meinte, sie kenne sich in der ägyptischen Mythologie nicht aus, legte sie den Kopf schief.
"Ich gebe zu, mein Gebiet ist da doch eher die römisch-griechische Mythologie", antwortete sie ehrlich.
"Nun ja, ich wollte dich auch nur vor meinen Fehlern warnen", schloss sie schließlich mit einem freundlichen Lächeln. Sie hatte ihre Lektion, sich doch nicht zu sehr bei den Menschen, nicht mal bei kleinen Privatpersonen, einzumischen, denn Menschen hatten es so an sich, aus einer kleinen Sache, eine große aufzublasen.
Bei seiner Frage musste Lamia leicht grinsen.
"Für sie? Nie. Cal ist da sehr gelassen. Sie sagt sich, dass sie ja nicht die einzige Person der Welt ist, die Sex hat und wenn jemand meint, das sehen zu müssen, dann stört sie das nicht. Aber Luc denkt immer, er hätte etwas unverzeihlich Schlimmes getan, deswegen macht es auch Spaß, ihn ein bisschen zu necken. Wenn es ihn stört, hier erwischt zu werden, dann soll er einfach nichts tun, wobei er erwischt werden könnte. Daher würde ich sagen, wenn das Publikum möglichst groß ist, also waren wir vielleicht noch ein wenig", antwortete Lamia und sah dann mit einem erheiterten Lächeln zu Radames.
"Ich hoffe, du hast deswegen jetzt keine schlechte Meinung von mir?"

Terian hob eine Augenbraue.
"Gut, ich bin mir sicher, dass die fünf Herren beschließen, dich nicht mehr zu beobachten, das überlassen sie nun Selenia, Isi, Lavenia, Timidea und Desmoda", erwiderte er trocken, als er meinte, dass ein echter Mann nicht beobachten würde. Dabei war Timidea ja sein eigenes Oberhaupt, ob ihm das bewusst war?
"Nun für uns soll der Fokus auch darauf liegen, die anderen Nachfolger kennen zu lernen. Das sind die Leute, mit denen wir relativ viel werden zusammenarbeiten müssen."
Terian seufzte leise. Er war sehr umgänglich und diplomatisch, aber das bedeutete nicht, dass er Wunder bewirken konnte. einen Moment dachte er nach, bevor er wieder zu dem Hühnen sah.
"Wir befinden uns im Gebiet der Gemeinschaft des blutenden Mondes, das bedeutet, dass hier Selenia diejenige ist, die etwas den Oberen Zehn vorschlägt. In gewissem Sinne ist das gut, denn ihre primäre Gabe ist die Willenskraft. Nun brauchst du jemanden, der Selenia das vorschlägt und das sollte jemand sein, der selbst überzeugend sein kann und dem Selenia zuhört. Die beste Wahl dafür ist Lamia, die du findest, wenn du der Funkenspur folgst. Und als jemand, der sie relativ gut kennt, rate ich dir noch, ihr deine Vorstellungen vorzuschlagen. Ein Vorschlag macht es wesentlich wahrscheinlicher, dass sie dir wohlwollend zuhört, als eine Beschwerde. Außerdem beweist du damit Diplomatie, was bei den - wie nanntest du sie noch gleich? - "feigen Hühnern" Zustimmung finden wird. Dein Element ist doch Wasser, da weißt du doch, dass der stete Tropfen den Stein höhlt und nicht die Flut den Felsen mit einem Mal abträgt."
Er hörte, dass die blonde Vampirin, eher zustimmte, der Funkenspur zu folgen und nickte ihr mit einem dankbaren Lächeln zu. Wenigstens einer von beiden, der rasch Vernunft annahm.
Schlussendlich folgte er mit beiden der Spur.

Lamia sah auf, als Terian kam.
"Sehr gut, du hast noch mehr Leute mitgebracht", begrüßte sie ihn lächelnd und reichte den anderen beiden ihre Hand. es hatte sich noch der ein oder andere Schaulustige eingefunden und Lamia war der Meinung, dass es nun peinlich genug für Luc war, also trat sie vor und räusperte sich lautstark.
"Lucius Sempronius Verus, wie nett, dass du Cal Gesellschaft leistest", meinte sie mit einem süffisanten Lächeln. Luc schien einen Moment wie versteinert. Einen Moment lang herrschte Stille, dann erklang von unter ihm ein Kichern, das zu einem herzhaften Lachen wurde. Luc löste sich von Cal und bedeckte schnell seine Blöße - und lief dunkelrot an, als er sah, wie viele Leute, um den Steinkreis standen, ein breitesb Grinsen auf den Lippen.
Cal hatte sich aufgesetzt und warf sich die Haare zurück, während sie ebenfalls lachte.
"Deine Cousine hat durchaus Recht", bemerkte sie dann und sah zu Luc, der schnell zu seiner Kleidung gekrabbelt war und hineinschlüpfte.
"Sie sagt ja immer, dass du nichts tun sollst, bei dem du erwischt werden könntest, wenn du nicht erwischt werden willst. Oder wenigstens nicht in einer Umgebung, die es wahrscheinlich macht, erwischt zu werden."
Cal erhob sich und strich sich Gras und Erde vom Körper, was sie vielleicht fast ein wenig zu lasziv machte, bevor sie anmutig zu ihrem Gewand ging und es überstrich. Die Leute schienen sie nicht zu stören, sondern eher noch zu ermutigen - im Gegensatz zu Luc.
"Iúlia, du musstest doch nicht wirklich all die Leute herholen", schmollte er etwas, was Lamia dazu brachte, die Augenbrauen hoch zu ziehen.
"Luc, ihr habt es in einem Steinkreis getrieben. Ihr hättet auch genauso gut ein Schild und Wegweiser aufstellen können: "Bitte hier entlang, hier gibt es was zu sehen!" Oh und ihr hättet Eintritt nehmen können, du machst nur selten so eine gute Figur wie heute", meinte sie grinsend, was Luc noch mehr erröten ließ.
"Das mit dem Wegweiser hast wohl du übernommen", stellte er dann fest.



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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.05.15 16:53

Radames nickte leicht.
"Ich werde daran denken und mich nicht zu sehr einmischen", versprach er.
"Aber ganz abkapseln werde ich mich von den Menschen nicht. Dafür hänge ich zu sehr an einem normalen Leben.Ich kann mich zwar nur nachts bewegen, aber einfach hin und wieder durch die Straßen Kairos spazieren, ist doch recht nett.Und wenn es Probleme gibt, greife ich ein, was die Pflicht eines jeden braven Bewohners Ägyptns ist - und vermutlich auch bei euch Römern wird es nicht anders sein", vermutete er lächelnd.
Bei ihrer Ausführung, musste er doch grinsen. Du hast ja genaustens analysiert", stellte er amüsiert fest.
"Ich denke keineswegs schlecht. Einen Scherz sollte man sich hin und wieder gönnen meinte er und kurz darauf offenbarten sie sich, was Radames doch sehr amüsierte. Dieser Luc war einfach sehr unterhaltsam.


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Khal Drogo
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.05.15 17:32

Drogo musterte den Mann abschätzend und beschloss, dass er ihn nicht leiden kann. Dass diese Viseria zurückrudert, obwohl sie ihm überhaupt erste das Angebot gemacht hat, ließ sie auch nicht unbedingt in seiner Wertschöpfung steigen. Er würde den Vorschlag machen und wenn sie auf dieses stocksteife "Fest" beharren, würde er gehen. Er gehörte schlichtweg nicht in die Runde. Seine Kultur und seine Prinzipien waren das komplette Gegenteil von ihren und sie lebten nur ihre aus und hielten sich dann aber für weltoffen.
Er folgte der Funkenspur ebenfalls und sah zu dem Mann, der feuerrot wurde. Gut, der Typ war kein Mann, nichtmal ein Junge. Wenn er irgendwann in einem Reitervolk landet, würde er beizeiten verstoßen wrden.
"Wir müssen reden", meinte er nach einer Weile zu Lamia.
"Die Runde hier sollte mit einem Fest aufgelockert werden", meinte er, auch wenn sein Vorschlag mehr wie ein Befehl klang, aber einmal Anführer, immer Anführer, so einfach war das.
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Viseria Thyrell
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   29.05.15 20:28

Viseria sah zu Drogo und sie erahnte was in ihm vorging. Sie zog sich in sich zurück und sie seufzte lautlos.
Was machte sie hier eigentlich.
Nein sie würde die Gunst der Stunde nutzen. Sie hatte es sich schon vor langer Zeit mit den Anderen verscherzt.
Sie würde mit Drogo verschwinden sollte der Vorschlag des Mannes nach hinten los gehen.
Mit diesem Vorsatz folgte sie den anderen Vampiren zu dem Pärchen und sie legte ihren Kopf schief.
„Mir scheint als brauche hier jemand ganz dringend Nachhilfe.“, stellte sie dann fest als sie das Bild betrachtete das ihr bot.
Sie erinnerte sich an den Priesterinnen bei dem sie eine Weile war.
Für diese Frauen wäre das eine ganz normale Situation gewesen und für die Männer... auch.
So ruhten ihre Augen auf Lamia, denn diese eher angespannte Situation fand Viseria sogar regelrecht spannend.
Sie war sehr gespannt wie die Südländerin reagierte.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   29.05.15 22:06

"Oh, ich hätte dir auch nie dazu geraten, dich ganz abzukapseln". entgegnete Lamia freundlich.
"Wir Vampire haben viele Stärken, aber wir können nur etwas entwickeln, was die Vampirwelt voranbringt, nicht aber die ganze Welt und wir sind eben nur ein kleiner Teil der ganzen Welt. Ich denke, wir sollten durchaus mit den Menschen interagieren und von ihnen lernen. Menschen sind wesentlich faszinierender, als sie selbst vermuten würden."
Bei Radames Kommentar zu ihrer "Analyse", musste sie herzlich auflachen.
"Das ist mein Cousin und mein Schöpfer, auch wenn Selenia mich ausgebildet hat. Ich kenne ihn seit frühester Kindheit. Vermutlich kenne ich ihn sogar besser, als ihm lieb ist", stellte sie amüsiert fest.
"Seine Partnerin hat er allerdings noch nicht ganz so lange, aber sie macht auch keinen Hehl aus ihren Ansichten."
Als er meinte, einen Scherz sollte man sich ab und an einen Scherz erlauben, nickte sie lächelnd.
"Nun, vor allem, wenn es jemand so sehr herausfordert, wie mein Cousin", antwortete sie nickend.
Auf die Worte der blonden Vampirin reagierte Cal scheinbar etwas erstaunt.
"Wie meinen Sie das?", fragte sie freundlich.
"Also, als Liebhaber muss ich Luc verteidigen. Solange man ihn nicht aus dem Konzept bringt, ist er ein ausgezeichneter Liebhaber."
"Cal, Selenia hatte dich um eine Kleinigkeit gebeten", erinnerte Lamia die Jüngere sanft, die daraufhin nickte, meinte, sie bringe sie gleich her und verschwand.
Lamia wollte gerade Luc ein wenig beruhigen, als sie von einem der Vampire, die Terian mitgebracht hatte, angesprochen wurde. Zwar klang der Vorschlag mehr nach einem Befehl, aber es war formal ein Vorschlag. Der Vampir war jünger als sie und schien nicht aus der Nähe zu kommen, also konnte es gut sein, dass er sich bemüht hatte, einen Vorschlag zu machen, statt einem Befehl. Das wollte sie anerkennen. Allerdings steckte auch zu viel Unruhe in der Art, wie der Vorschlag gemacht wurde. Das wollte sie ins Passive setzen, denn ein Vorschlag sollte passiv besprochen werden, damit man sich in Ruhe einigen konnte. Also deutete sie auf einen der Steine und setzte sich ihm gegenüber auf einen Stein.
"Nun, beschreiben Sie mir bitte, was Sie sich genau vorstellen", bat sie freundlich.
"Sollte es um Spender gehen, kann ich Sie beruhigen, die sind bereits auf dem Weg und Musik ließe sich ebenfalls sehr leicht besorgen. Haben Sie noch weitere Vorschläge, wie die Gesellschaft aufgelockert werden könnte?"
Lamia war sich nur zu bewusst, dass zahlreiche Vampire um sie herum standen, allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie sich allein anders verhalten hätte. So konnte sie allerdings die restlichen Anwesenden mit einbeziehen.



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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   29.05.15 23:09

Wieso hab ich nun vor Augen, wie Lamia ne DJ-Anlage und ne Discokugel anschleppt? xD
Aber Cal hats mit verklemmten Typen xD
_____________
Radames hörte ihr zu und nickte leicht.
"Ich wusste es als Mensch auch nicht", erwiderte er mit einem leichten Schmunzeln.
"Weshalb wurdest du von Selenia und nicht von deinem Cousin ausgebildet, wenn er dich doch verwandelt hat?", fragte er Lamia neugierig. War er zu jung gewesen? Oder einfach zu unfähig?
Er sah der Blondine kurz nach, als auch schon ein Hühne vor ihnen stand und vorschlug, Ein Fest zu veranstalten.


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Khal Drogo
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   30.05.15 9:05

Drogo musterte sie kufz, ließ sich dann aber auf einem Stein nieder.
"So lernt sich keiner wirklich kennen. Alle präsentieren sich so, wie sie gesehen werden wollen: vor allem Würdevoll und unnahbar. Wenn diese Versammlung dazu dienen soll, sich gegenseitig und vor allem die Nachfolger kennen zu lernen, dann sollte das nicht durch verstohlenes Geist ausschweifen passieren. Wenn ich mich hier herstellen und den friedliebendsten Vampir mimen würde, würde man mich vermutlich dafür halten, aber das bin ich nicht und damit habt ihr ein völlig verfälschtes Bild von mir und wisst gar nichts. Und genau das passiert hier die ganze Zeit. Kein sehr großer Anreiz, sich mit anderen bekannt zu machen", erwiderte er.
"Veranstaltet ein Turnier, wo die wirklichen Kräfte offenbart werden und man sieht, ob alle überhaupt in der Lage sind, den Codex zu schützen und gebt den Spendern Wein, denn dieser lockert die Zunge und lässt die Maske fallen. Ich will diese Leute entweder richtig kennenlernen oder gar nicht", meinte er schlichtweg und völlig unverblümt.
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Viseria Thyrell
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   31.05.15 17:01

Viseria hörte Drogos Vorschlag zu und sie gab ihm im stillen recht. Ihre typisch valyrischen eisblauen Augen ruhten auf den Versammelten.
"Ein interesannter Vorschlag.", stimmte sie Drogo dann zu, auch wenn sie ahnte das ihr Wort nicht viel wert war.
Ihr Ruf war nicht gerade der Beste, und jeder hatte vermutlich erwartet das sie bei etwas, zustimmte das nach Kampf und Blut klang.
Viseria sah zu dem armen Kerl der scheinbar ein klein wenig überfordert war mit der ganzen Situation.
Vor hundert Jahren hätte sie ihn vermutlich verführt und zu den ozeanischen Inseln gebracht.
Die Frauen dort hätten schon dafür gesorgt das er seine Hemmungen verliert.
Aber das waren andere, wildere Zeiten.
Obwohl sie manchmal die Frauen vermisste, wenn sie ehrlich war.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   31.05.15 17:08

Weil das die Art Party ist, die Lamia mag? *rofl*
Cal: Klar, die sind soooo niedlich! Aber Luc hatte immerhin solche Bedürfnisse, bei Heinrich muss ich mich ja auch selbst in Keuschheit üben. Aber verklemmte Typen haben nicht einen solchen Trieb, dass sie mich betrügen, die würden niemals nach obskuren Dingen fragen und haben meistens die wunderbare Eigenschaft, mich heimlich anzuhimmeln. Das find ich gut XD Und Viseria, das würde nicht funktionieren. Luc ist nunmal verklemmt, Verführung funktioniert bei ihm nur in eine Richtung und zwar, wenn er auch was von dir will. Ansonsten kannst du in einem sexy Hauch von Nichts einen exotischen Liebestanz vor ihm aufführen und er würde dir einen Umhang besorgen, damit du nicht so frierst XD
___________
"Das hatte hatte mehrere, unterschiedliche Gründe, aber einer davon war, dass mein Cousin mich im Rausch angegriffen hat und schnell verwandelt hat, als er erkannt hat, was er angerichtet hat. Er war selbst erst seit wenigen Tagen ein Vampir, also beschloss Selenia, dass es besser ist, wenn sie mich ausbildet. Zu Anfang hab ich ziemlich rebelliert, aber inzwischen verstehen wir uns", erzählte sie lächelnd. Gut, das war untertrieben. Lamia wusste ganz genau, wie sehr ihre Mentorin einen Narren an ihr gefressen hatte und sie wusste auch ganz genau, dass Selenia wusste, wie sehr sie sie verehrte. Trotz allem, was Selenia ihr bereits angetan hatte. Sie war wie eine Droge: Sie würde sie wohl früher oder später vergiften und zerstören, aber bis dahin hatten sie eine verdammt gute Zeit miteinander. Und außerdem galt das vermutlich genauso für die ältere Vampirin.
Dem Vampir von Timideas Gemeinschaft - Drogo, oder? - hörte sie ruhig und aufmerksam zu. In bestimmten Punkten gab sie ihm uneingeschränkt recht. Fast jeder verstellte sich und gab sich so, wie er dachte, dass er sich benehmen sollte. Das war keine gute Ausgangslage für ernsthafte Kontakte. Bei seinem Lösungsvorschlag legte sie nachdenklich den Kopf schief.
Einerseits würde ein Turnier, wie er es wollte, Rivalitäten heraufbeschwören und gleichzeitig die Wahl der Oberhäupter in Frage stellen. Andererseits wäre es eine gute Gelgenheit, einen Standpunkt zu festigen. Wenn ihr auch das Konzept eines solchen Turniers, wie er es wohl wollte, nicht ganz geläufig war. Es war wohl eine Art öffentliches Trainieren. Nun, sie würde den Vorschlag Selenia so vortragen, sie und die anderen neun Oberhäupter würden schlussendlich entscheiden.
Als er aber den Wein ansprach, lachte sie ihn einigermaßen erstaunt an.
"Was sollten die Spender denn sonst zu trinken bekommen?", erwiderte sie ehrlich. Die Spender waren Leute aus den Provinzen und ein paar aus größeren Städten, die für ein wenig Bezahlung und ein vernünftiges Mahl zugestimmt hatten. Und zu einem vernünftigen römischen Mahl gehörte nuneinmal Wein.
Lamias Blick wanderte aufmerksam in die Runde, denn die meisten Vampire standen noch um sie herum.
"Hat jemand Einwände?", fragte sie ruhig, aber doch laut genug, damit jeder sie gut verstehen konnte und als sich niemand meldete, nickte sie zufrieden und erhob sich.
"Nun gut, dann werde ich Euren Vorschlag Selenia unterbreiten und die bespricht sich dann mit den anderen", erklärte sie ruhig, nickte den Anwesenden kurz zu, bevor sie zu Selenia ging. Ihre Füße trugen sie wie von selbst zu ihr, sie musste nicht groß nach ihr Ausschau halten. Das bedeutete, dass Selenia wollte, dass sie zu ihr kam. Ganz offensichtlich hatte sie sie genau belauscht.
"Selenia, darf ich dich kurz allein sprechen?", bat sie ihre Mentorin dennoch höflich, hakte sich dann bei ihr ein und ging ein Stück. Auch, wenn Selenia bescheid wusste, sollte sie dennoch diplomatisch vorgehen und ihr Anliegen auf mehreren Ebenen manifestieren und dazu gehörte es in diesem Fall zu gehen, denn ihr Anliegen war eine Änderung der Tradition, das Fortschreiten also.
"Wie lange werden diese Zusammenkünfte nun schon so veranstaltet?", begann sie mit sanfter Stimme.
"Als Troja brannte, war diese Art der Zusammenkunft bereits eine alte Tradition", antwortete die Ältere mit einem leichten Lächeln. Lamia nickte leicht.
"Traditionen sind wichtig und du weißt, dass mir ihr Überleben am Herzen liegt. Aber nicht mal eine Tradition kann überleben, wenn sie sich nicht an neue Situationen anpasst. Ich möchte ein Anliegen vorbringen, eine Veränderung, damit die Tradition dieser Zusammenkünfte überlebt."
"Nun dann, kleine Römerin, sprich."
"Es wurde der Wunsch geäußert, den Spendern Wein zu geben, damit es schwerer fällt, sich zu verstellen und ich nehme an, dass damit auch die bitte einher geht, die anderen Gäste von Angesicht zu Angesicht kennen zu lernen. Außerdem wurde der Vorschlag eines Turniers gemacht, um uns künftigen Hütern der Codices die Möglichkeit zu geben, zu beweisen, dass wir sie auch beschützen können", antwortete Lamia ruhig und blieb stehen. Hier waren sie wieder bei einer Art Verhandlung. Selenia sah sie nachdenklich an.
"Das mit dem Wein ist ja zur Hälfte bereits erledigt", meinte sie langsam, "aber das mit dem Turnier ... Sag mir, kleine Römerin, welche Sorten von Kampf kennst du? Welche kennt dein Volk und was ist das Ziel dieser Kämpfe? Und ich spreche nicht von unterschiedlichen Kampfstilen."
Lamia hatte gewusst, dass diese Frage kommen würde und so war sie auch vorbereitet.
"Wir kennen als private Art des Kampfs das Training, das allerdings wohl kaum hierauf zutrifft. Die anderen beiden Arten, lässt man die Schlägereien des Plebs außen vor, sind die Gladiatorenkämpfe und der Krieg. Das eine nimmt den Tod billigend hin, das andere hat ihn zum Ziel."
"Wozu würde so ein Turnier wohl eher gehören?"
"Ich würde es eher den Gladiatorenkämpfen zuordnen."
"Was sind das genau für Kämpfe?"
"Es sind Schaukämpfe, zur Belustigung des Volkes. Sie können allerdings durchaus tödliche folgen haben. nur wenige Gladiatoren haben ein langes Leben. Schlussendlich stribt fast jeder früher oder später im Sand der Arena. Das gehört zur Politik, wie man das Volk ruhig halten kann: Gebt ihm Brot und Spiele", erklärte Lamia wahrheitsgetreu. Selenia nickte zufrieden.
"Ja, Brot und Spiele. Nun, für uns vielleicht Wein und Spiele", meinte sie mit einem kleinen Lächeln, wurde dann aber ernst.
"Der Punkt ist aber folgender: Ihr braucht die Codices nicht in Schaukämpfen verteidigen. Ihr müsst sie im Krieg verteidigen."
Selenia strich Lamia sanft die Haare zurück und betrachtete sie.
"Es wird kein Turnier geben, kleine Römerin, aber es wird Kämpfe geben. Ich werde mich mit den anderen neun Oberhäuptern beraten, aber darauf wird es wohl hinaus laufen. Und nun geh und besänftige diese aufgewählte Seele, die ein so großes Interesse am Blutvergießen hat."
"Kämpfe und Blutvergießen sind nicht das gleiche", erinnerte Lamia ihre Mentorin ernst, denn das hatte Drogo mit keinem Wort verlangt. Er wollte Kämpfe und die würde er nun wohl bekommen. Ernsthafte Kämpfe, wenn sie ihre Mentorin richtig verstanden hatte.
Sie sah ihr kurz nach, ehe sie zurück ging.
"Nun, ein Turnier wird es nicht geben", verkündete sie gefasst, "Kämpfe allerdings wohl schon. Selenia berät sich nun mit den anderen, wie die aussehen werden."
Ihre Stimme war ruhig und unbeeindruckt. Sie hatte bereits Schlachtfelder gesehen, das war nun wirklich kein Problem für sie. Aber sie wusste auch, dass das heißen konnte, dass der ein oder andere vielleicht nicht überlebte und das fand sie auf tiefstem Herzen nicht richtig. Sie hoffte sehr auf Selenias Weisheit, dass sie sie vielleicht vor irgendeine Prüfung mit einer Lehre stellte, nicht vor eine tödliche Prüfung.
Kurz darauf erschien Cal mit allen Spendern und sie wurden gebeten, sich zu stärken. Lamia trank ebenfalls reichlich, wurde aber die Sorge nicht los. Hatte sie vielleicht etwas falsch formuliert? Aber andererseits, Selenia hatte sie belauscht, sie wusste, worum es ging und ab einem gewissen Punkt hatte sie das Gespräch in diese Richtung gelenkt.
Danach wurden alle Nachfolger gebeten, sich in eine Reihe aufzustellen, vor jeden wurde ein Stein abgelegt, Opale, wie sie erkannte. Für jedes Element sahen sie anders aus. Für Wasser, Erde, Luft, Geist und ihr eigenes Element, Feuer. Die Opale waren wunderschön.
"Ihr werdet nun einer Prüfung unterzogen", begann Selenia, die vor sie getreten war.
"Die Opale vor euch besitzen, bis auf den Inhalt natürlich, die gleichen Eigenschaften, wie euer jeweiliger Codex. Eure Aufgabe ist es nun, die Codices zu verteidigen. Ihr dürft sie nun an euch nehmen, wir wünschen euch viel Glück."
Lamia beugte sich, wie alle anderen herab und hob ihren Codex auf, als sie merkte, dass etwas merkwürdig war. Fast schon reflexhaft ließ sie ihn zu Funken werden, die tief in das Feuer ihres Herzens wanderten, bevor sie sich langsam aufrichtete und sich umsah. Sie waren definitiv nicht mehr in Stonehenge und da sie davon ausging. dass man von keinem Ort der Erde aus drei Monde sehen konnte, von denen einer violett leuchtete, mussten sie wohl wo ganz anders sein.
Lamia straffte sich leicht und ließ ihren Blick wandern. Scheinbar waren sie auch aufgeteilt worden. Sie hörte ein Fauchen, das viel zu laut war, um auch nur von einem Löwen zu kommen und lief in die Richtung. Bald konnte sie eine riesige Raubkatze ausmachen, die offenbar die Verwirrung genutzt und jemanden angefallen hatte. Sie zögerte nicht lange und steckte das Vieh in Brand, nur um Festzustellen, dass es die Größe eines Elefanten hatte. Sie packte, wer auch immer angegriffen worden war und tauchte in ein paar Funken dort auf, wo sie gelandet war. In der Ferne sah sie das tier wüten und schreien, während es verbrannte.
"Es wird Kämpfe geben", wiederholte sie Selenias Worte seufzend und wandte sich nun der Person zu, die sie gerettet hatte.

@Rosé Drâculea



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Zuletzt von Lamia Lacrima am 22.06.15 3:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   06.06.15 15:24

Radames hörte zu und nahm den Opal an sich. Er wurde von Sand ummhüllt und bildete eine Art Halsband, sodass er eng und vom Sand geschützt, an seinem Hals anlag.
Dann war er auch schonwo ganz anders. Drei Monde und fremde Gerüche verrieten, dass das eine andere Welt war. Eine Sandvontäne entstand under ihm und brachte ihn so in einige Meter Höhe und er konnte sich einen Überlick verschaffen.
Da kam eine riesige und hässliche Mischung aus Geier, Adler und Hund auf ihn zugeflogen. Radames sprang kurzerhand hoch und landete auf dem Rücken des Tieres, was wohl nach dem Prinzip aus den Augen aus dem Sinn lebte und so hielt er aus der Luft Ausschau nach den anderen.


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Khal Drogo
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   06.06.15 17:42

Drogo nahm den Opal an und dieser verflüssigte sich und verschwand scheinbar in seiner Hand. Dann fand er sich in einer anderen Welt wieder.
Er beschloss, einfach in eine Richtung loszulaufen, um herauszufinden, wo er war. Er hörte ein lautes, gequältes Brüllen und bemerkte nun auch einen bekannten Geruch. Entweder war die Welt sehr klein oder sie alle auf einer Stelle gelandet, denn es war der Geruch dieser Vampirin mit der er gesprochen hatte.
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Viseria Thyrell
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.06.15 19:48

Viseria hatte kurz mit Seron Blicke getauscht, ehe sie den Opal genommen hatte. Ein wenig erschrocken war sie gewesen, als es diesen plötzlich in der Luft zerrissen hatte, und dieser Wirbelsturm regelrecht in ihr Herz eingedrungen war. Dann verschwamm auch schon alles um sie herum und als sich ihre Sicht wieder klärte glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen.
Wo um alles in der Welt war sie hier?? War das eine Art der Bestrafung? Hatte Isi doch mitbekommen was sie geplant hatte? Aber was wollte sie dann ausgerechnet damit bezwecken?
Viseria warf ihr Haar nach hinten, man wollte sie blosstellen? Nein nicht mit ihr!!
Sie rapelte sich hoch und sie klopfte sich den Schmutz von der Kleidung, ehe sie sich konzentrierte. Sie brauchte eine Gabe, also konzentrierte sie sich auf alles was hier vielleicht mit anwesend sein könnte.
Eigendlich rechnete sie damit das sie scheiterte, doch dann spürte sie eine große Auswahl. Vielleicht musste sie Seron oder Tywin vor irgendetwas retten oder befreien vermutete sie. Als Test wie Loyal sie war, oder irgendetwas in der Art.
Dank des Opals in ihrem Herzen konnte Viseria die Gabe des Windes nutzen und beherrschen.
Viseria lies ihre Gabe wirken, und so tauschte sie mit Seron die Gabe. Sie streckte sich und sie öffnete ihre Handfläche und sie lies einen Luftwirbel erscheinen.
Offenbar war das eine Art Gladiatorenkampf... na schön. Etwas austoben war nach den Jahren in Dunkelhaft eine willkommene Abwechslung.
So lief Viseria los, sich genau umsehend. Denn das sie die Gaben spürte hieß noch lange nicht das sie wusste wo diese zu finden waren.
Sie sah gen Himmel denn sie orientierte sich am Nordstern, doch der war... wie hatte eigendlich auch anders sein sollen, nicht zu sehen.
Stattdessen sah sie nur drei "Monde" am Himmel stehen, doch diese halfen ihr gerade nicht weiter.
Mit wachsamen Blick sah sich die Blonde um, um irgendeinen Hinweis zu entdecken, oder um jemand Anderen hier zu treffen, vorhin hatte sie zumindest alles Mögliche an Gaben gespürt. Mit erhobenem Haupt lief Viseria durch diese seltsame Gegend.
Irgendwo musste sie ja schließlich einen Hinweis finden wo sie überhaupt war. Da drangen aus der Ferne Kampfgeräusche an ihre Ohren, was die Blonde dazu veranlasste ihre Schritte zu beschleunigen.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   29.06.15 0:40

Lamia sah zu der Person, die sie gerettet hatte. Es war eine Vampirin, die nur wenige Jahrzehnte jünger war, als sie selbst und, die sie relativ gut kannte.
"Geht es dir gut, Naoma?", fragte sie die Maya besorgt und die nickte leicht. Naoma war damals, während ihrer schlimmen Zeit voller Unverständnis zu ihrem Hofstaat dazu gestoßen. Sie hatte nicht begreifen können, wie jemand all das tun und nicht zurecht gewiesen werden konnte. Es versuchte ja nichtmal jemand, sie zu stoppen. Emael hatte ihr eigentlich verboten, zu gehen, aber Naoma war geschickt verschwunden. Als sie aber zu ihrem Hofstaat kam, wild entschlossen, die Vampire und Menschen dort gegen sie aufzubringen, lief nichts so, wie sie es gedacht hatte. Naoma hatte Lamia für ein fiurchteinflößendes Monster gehalten, gegen das sich alle stellen würden, wenn nur einfach jemand den Mut dazu aufbrachte, den ersten schritt zu wagen. Stattdessen, lachten die meisten nur bei ihrem Vorhaben und die Maya hatte erkennen müssen, dass Lamia von den Vampiren nicht als furchteinflößendes Monster wahrgenommen wurde, sondern viel mehr als Idol. Es war ein regelrechter Kult um sie entstanden. Und je länger sie blieb, um dem Phänomen auf den Grund zu gehen und die Situation zu ändern, umso mehr wurde sie darin verwickelt. Sie ließ sich immer mehr auf diese neue Gesellschaft ein und fühlte sich immer wohler, bis sie nicht mehr dagegen ankämpfen wollte, sondern Teil des Hofstaats sein wollte. Lamia hatte es damals vielleicht aussehen lassen, als wäre ihr der Neuankömmling gleich, sie hatte sich auch tatsächlich nicht bedroht gefühlt, aber sie hatte sie sehr genau beobachtet. Es war interessant und faszinierend zu beobachten, wie aus einer Gegnerin eine Anhängerin, sogar eine recht treue Gefolgsfrau, wurde. Außerdem war sie tatsächlich neugierig geworden, ob es jemand schaffen konnte, sie zu stürzen. Und die Schwachstellen und Unzufriedenheiten, die Naoma dabei aufgedeckt hatte, hatte Lamia beseitigen können. In diesem Sinne hatte Naoma ihr vielleicht sogar vielmehr einen Gefallen getan.
"Ja, ja, alles in Ordnung", antwortete die Vampirin und atmete tief durch.
"Das Vieh war gigantisch."
"Ja, in der Tat", antwortete Lamia und sah zu dem verbrennenden Wesen. Jetzt tat es ihr leid, aber nun war die Kreatur auch nicht mehr zu retten. Sie hatte unter Stress gestanden und nicht besser nachgedacht. Nun hatte sie zwei Optionen: Das Wesen weiter brennen lassen, dann lockte das Licht vielleicht jemanden an. Oder das Feuer verlöschen lassen, dann lockte der Geruch nach gebratenem Fleisch vielleicht etwas an. Andererseits wollte sie keinen Waldbrand verursachen, denn ein paar Bäume und Pflanzen standen hier ja doch, also ließ Lamia das Feuer verlöschen.
"Darf ich was fragen? Du kennst Selenia besser als ich, was will sie von uns? Hat sie irgendetwas gesagt? Sollen wir komische Tiere in einer anderen Welt töten?", fragte Naoma. Lamia sah ihre Freundin nachdenklich an.
"Die Aufgabe heßt, dass wir die Codices verteidigen sollen. Du hast deinen hoffentlich noch, oder? Und dann hat sie vorher noch zu mir gesagt, dass wir die Codices im Krieg verteidigen müssen."
Die Maya lachte leise.
"Nun gut, damit hat sie definitiv Recht. Sollen wir uns nun untereinander bekriegen?"
Lamia betrachtete Naoma einen Moment lang skeptisch.
"Liebe Freundin, die Oberen Zehn wollen sicher, dass wir die Codices so gut schützen, wie sie. Sie sind sicher nicht immer einer Meinung, aber sie bekriegen sich nicht. Wenn wir einen Krieg provozieren, verteidigen wir die Codices nicht, wir gefährden sie."
"Na gut. Aber nur fürs Protokoll, ich hätte mit dir eine Allianz geschlossen."
"Warum?"
"Ich verliere nicht gern."
"Und warum denkst du, dass ich gewinnen würde?"
"Ich habe dich einmal bekämpft und bin kläglich gescheitert. Die meisten Vampire mögen dich und würden sich auf deine Seite schlagen, wodurch deine Seite gewinnen würde."
"Da wäre das erste Mal, dass ein Krieg durch Sympathie entschieden wird", kommentierte Lamia amüsiert.
"Aber wie gesagt, ich denke nicht, dass wir gegen einander Krieg führen sollen. Ich hoffe, du bist da meiner Meinung, junger Freund."
Lamia hatte den Geruch wahrgenommen, der sich ihnen genähert hatte. Sie erkannte den Vampir, der um ein Turnier gebeten hatte. Schlussendlich war die Situation sicher auf seine bitte zurück zu führen, aber Lamia war ihm deswegen nicht böse. Das hier gestaltete das Treffen deutlich interessanter.
"Ich würde vorschlagen, dass wir uns nach Möglichkeit alle zusammen suchen und dann die Umgebung erkunden. Ich weiß nicht, wie lange wir hier sein werden, ich weiß nicht, ob die Sonne dieser Welt uns schadet und ich habe keine Ahnung, ob nur Hüter oder beispielsweise auch Cal und Caleb hier sind. Aber ich möchte wenigstens bei Sonnenaufgang keine unangenehme Überraschung erleben. Was meint ihr beide?", fragte sie in die noch recht kleine Runde. Naoma nickte etwas und sah dann zu Drogo, dessen Meinung noch ausstand.
___________
Also, Charas wie Caleb und Cal sind übrigens auch da, wenn ihr wollt^^



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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.02.16 22:25

BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung Heute um 10:23 pm Mit einem Zitat antworten Beitrag bearbeiten oder löschen Diesen Beitrag löschen IP-Adresse zeigen
Radames hatte es sich auf dem Rücken des Riesenvogels bequem gemacht. Wenn sie zurückkehrten, musste er unbedingt so ein Vieh mitnehmen! Er sah hinunter und musterte die Gegend genau. Er wusste nicht genau, was ihre Aufgabe war, aber er würde es schon noch herausfinden.
so flog er sicher knapp zwei Stunden und fragte sich, ob es hier eine Sonne gab, ob sie ihnen schaden würde und wie lange eine Nacht ging. Er hatte von Ländern auf der Erde gehört, wo nur fünf Minuten die Nacht und den Tag trennten. Irgenwann bemerkte er eine der Vampiren. Viserya, wenn er sich recht erinnerte. Widerwillig sprang er von dem Vogel und landete bei ihr.


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Khal Drogo
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   27.02.16 22:38

Drogo trat hervor, als sie ihn ansprach.
"Das ist keine schlechte Idee", gab er zu. Dann sah er zu Lamias Begleiterin und runzelte die Stirn.
"Wer ist das?", fragte er, denn er konnte sich nicht erinnern, dass sie auch ein Wächter war ud er hatte angenommen, dass nur die Wächter hier wären. Zumindest Schutz vor der Sonne suchen war eine gute Idee.
"Wo lang?", fragte er, denn jede Richtung war so gut wie alle anderen, sie konnten also nicht wirklich falsch laufen. Vielleicht trafen sie ja sogar auf die anderen?
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   18.07.16 14:25

Sie hatten sich relativ problemlos alle gefunden und einander vorgestellt. Es waren nur zukünftige Hüter da, was Lamia etwa erleichterte. Natürlich hätte sie Cal und Caleb gerne bei sich, aber sie konnte die Gefahren dieser Welt nicht einschätzen und so viel Vertrauen sie in die beiden auch hatte, sie fühlte sich noch immer für sie verantwortlich, auch wenn ihre Ausbildung schon lange abgeschlossen war. Besonders bei Caleb, der ja als Kind schon zu ihr gekommen war, empfand sie eine gewisse Fürsorgepflicht. Da sie aber nicht hier waren, nahm sie an, dass sie bei Selenia waren und da Lamia wusste, dass Selenia wusste, wie wichtig die beiden ihr waren, ging sie davon aus, dass sie gut aufgehoben waren. Es wäre zwar nicht das erste Mal, dass Selenia jemanden tötete, der ihr wichtig war, aber auch die Urvampirin hatte ihre Lektionen sicher gelernt.
Als die Sonne aufging und sie feststellten, dass die Sonne wohl ähnlich funktionierte, wie in ihrer Welt, erschufen Radames und Aziz einen Unterschlupf. Lamia wechselte sich bei der Wache mit den älteren Vampiren ab, denn da die Geschichte mit dem schwarzen Blut wohl auch hier funktionierte, konnte sie die Sonne überleben. Für alle anderen war sie sehr schmerzhaft, wenn auch nicht sofort tödlich, wie ihre Sonne zu Hause. Länger als eine Viertelstunde konnten die meisten allerdings wohl nicht an der Sonne sein.
Sie beschlossen, sich in Gruppen aufzuteilen. In zwei Gruppen, genauer gesagt. Wenigstens ein Hüter jedes Codices sollte in jeder Gruppe sein. Außerdem brauchten sie eine Möglichkeit, zu kommunizieren, sollten sie etwas Interessantes finden. Dazu hatten sich Terian und sie bereiterklärt. Sie beide beherrschten das Feuer und konnten Feuerwesen mit einer Nachricht losschicken. Und der jeweils andere konnte die Nachricht dann natürlich auch verstehen. Außerdem brauchte jede Gruppe jemanden, der einen Unterschlupf erbauen konnte, das würden Aziz und Radames übernehmen. Da außerdem die älteren Hüter, die sich schon länger kannten, bereits ein gutes Team ergaben, war die Aufteilung recht schnell klar. Nur Naoma schloss sich als jüngere ebenfalls den älteren an, da sie Ixana in Lamias Obhut lassen wollte. Ixana war von Naoma verwandelt worden und ebenfalls eine künftige Hüterin. Allerdings war sie ein sehr schüchternes Mädchen und da Naoma immerhin ein paar der älteren Vampire kannte, Ixana aber nicht, schickte sie sie mit der jüngeren Gruppe mit.
Diese hatte allerdings ein Problem: Außer Lamia konnte niemand in der Sonne bestehen. Sie wechselte sich mit Radames ab, der den Unterschlupf entsprechend dem Stand der Sonne verändern konnte, sodass die wenigstens ein paar Stunden Schlaf bekam, aber die Hauptwache übernahm dennoch sie.
Dazu kam, dass sie seit etwa einem Monat unterwegs waren und bisher nichts gefunden hatten. Die Wüstenlandschaft war inzwischen fruchtbarer geworden, dennoch hielten sie sich am Rand der Wüste, damit Radames einen Unterschlupf errichten konnte. Gestern waren sie aber endlich auf einen neuen, interessanten Geruch gestoßen.
Und heute waren sie hier, am Eingang einer Höhle, an der es sehr stark nach Menschen roch und die Spuren waren kaum zu übersehen. Lamia bedeutete den anderen zu warten.
„Wir sollten über unser Vorgehen reden“, meinte sie leise. Wie alle anderen auch, hatte sie seit einem Monat nur von den Tieren getrunken, die sie fanden und das Verlangen da reinzustürmen und zu trinken, wer auch immer ihr als erstes in die Hände fiel, war überwältigend. Sie spürte, wie ihr ganzer Körper nach stärkendem Menschenblut lechzte, aber sie durfte jetzt nicht nachgeben. Sie hatten endlich Menschen gefunden, sie mussten geschickt vorgehen.
„Wenn es euch so geht wie mir, dann seid ihr sicher auch verdammt hungrig. Aber wir haben einen Monat gebraucht, um diese Menschen zu finden, wir sollten uns jetzt nicht vom Durst leiten lassen. Da die Menschen offenbar in einer Höhle leben, sind wir wohl zu einem ähnlichen Zivilisationsstand hier hergekommen, wie die Oberhäupter damals. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sehen wollen, wie wir mit der Situation umgehen.“
Sie rief sich ins Gedächtnis, was sie von Selenia immer wieder gehört hatte und versuchte, auch die anderen Oberhäupter einzuschätzen.
„Also gut, mein Vorschlag wäre folgender: Wir halten uns an den Händen fest, um zu verhindern, dass einer die Kontrolle verliert und dem Durst nachgibt, in Ordnung? Wenn wir reingehen, dann werden die Menschen uns vermutlich zunächst für Angreifer halten. Sie haben wahrscheinlich zuerst Angst. Ich versuche, meine Aura so zu lenken, dass … sie uns nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. Es ist ein Weilchen her, dass ich das das letzte Mal gemacht habe, aber ich kann nichts versprechen, deswegen denkt daran, dass ich immer noch ich bin“, erinnerte sie ihre Gefährten mit einem leichten Lächeln. Das letzte Mal hatte sie schließlich Menschen und Vampire gleichermaßen … beeindruckt.
Sie fassten sich an den Händen und traten dann in die Höhle. Lamia summte ein römisches Kinderlied, um sie anzukündigen. Auch diese Menschen konnten vermutlich annehmen, dass ein Angreifer sich nicht verrät. Gleichzeitig dachte sie an damals, an Aurelius, an seine aufopferungsvolle Ergebenheit, seine stille Loyalität. Sie dachte an das Mädchen, die Tochter aus der Familie, von der sie damals die Legende um Lamia gehört hatte. Das Mädchen hatte von ihr den Namen Industria bekommen, da sie mit vollem Eifer ihr gedient hatte. Sie war damals die erste Priesterin ihres Kultes geworden.
Ein brennendes, euphorisches Gefühl brach in Lamia auf, flutete durch ihren ganzen Körper und sie spürte, wie diese Macht wie ein sachter Wind um ihren Körper fuhr, an ihren Haaren und ihrer Kleidung spielte. Es benötigte sehr fiel Konzentration, damit ihre Gefährten nicht ebenfalls von dieser Macht überrollt wurden, so viel sogar, dass ihr Summen verstummte. Sie lenkte diese Macht nach vorne. Wie sie feststellte lösten sich auch einige weiße Funken von ihrer Haut und ihrem Haar, umspielten sie und verglühten dann, um durch neue Funken ersetzt zu werden.
Und da waren sie. Lamia spürte sie, bevor sie die Menschen sah. Da standen sie, die Waffen zwar noch in der Hand, ein wenig Angst in den Augen, aber sie schienen zunehmend unschlüssig. Ein paar Kinder lugten aus einer Nische zu ihnen. Sie sahen mehr neugierig und fasziniert aus, als verängstigt.
„Wir wollen euch nichts tun“, sagte Lamia schließlich, wobei wohl weniger die Worte, die sie vermutlich nicht verstanden, von Bedeutung waren, sondern viel mehr der sanfte, beruhigende Tonfall.
Ein Moment verstrich, dann kamen die ersten Kinder an den Erwachsenen vorbei und versuchten die Funken zu fangen. Als die bewaffneten Menschen feststellten, dass sie sie nicht angriffen, ließen sie die Waffen sinken und von einer Sekunde auf die nächste strahlten die Bewohner der Höhlen sie an. Lamia atmete erleichtert auf und sah zufrieden zu den anderen. Es hatte geklappt!
Ihre Ausstrahlung ließ sie bestehen, es schadete im Moment nicht. Aber das Adrenalin in ihrem Körper flaute ab und hinterließ eine leichte Erschöpfung.
„Ich sollte den anderen vermutlich eine Nachricht schicken“, meinte sie leise zu den anderen. Die Funken um sie sammelten sich zu einem kleinen Phönix, der mit viel Ah und Oh betrachtet wurde, ehe er mit der Nachricht über Lamias Schulter aus der Höhle flog.
„Ihr könnt übrigens gerne auch eure Gaben zeigen, jetzt wird das als positiver Zauber aufgefasst, denke ich.“



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Viseria Thyrell
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   01.08.16 22:57

Einen Monat waren sie nun schon in dieser Welt unterwegs gewesen. Es war eine raue heiße Wüstengegend.
Der Sand war rötlich, weshalb die Blonde diese Gegend alsbald die rote Wüste genannt hatte.
Die erste Zeit waren sie gemeinsam unterwegs gewesen, und Viseria hatte langsam Kontakt zu den Anderen bekommen.
Die Vampirin aus dem Norden mied die Sonne. Sie war erst vor kurzem aus ihrem dunklen Verlies entlassen, weshalb sie die Dunkelheit vorzog.
Die Vampire die die Sonne vertrugen kümmerten sich um ihren Schutz bei Tag, sie kümmerte sich um die Nahrungsversorgung bei Nacht.
Ihre Gabe war das Eis, aus welchem sie einen Speer formte, der nicht bei der Wärme schmolz.
So brachte sie durchaus hin und wieder Tiere mit, von denen sie trinken konnten.
Sicherlich gab es auch andere Methoden, doch sie war eine raue Nordländerin, und als diese war sie es gewohnt kurzen Prozess zu machen.

Nach einem Monant etwa, zumindest wenn sie die Mondphasen richtig deutete, bemerkten sie einen andersartigen Geruch, Fremd und doch irgendwie vertraut.
Inzwischen war die Wüstengegend einer sanft bewachsenen Fläche gewichen, doch von Bewohnbar war sie noch weit entfernt.
'Menschen', dachte sie, und ein elektisierendes Gefühl durchfuhr ihren Körper.
Sollten sie endlich auf ziviliertes Leben gestoßen sein?
Und doch wallte eine gewisse Furcht in ihr auf, denn das was sie erbeutet hatte war... sehr sehr dürftig.

Die Gruppe näherte sich, langsam der Höhle, in der ein paar Menschen saßen.
Viseria wollte losstürmen, die Lage checken, doch Lamia hatte eine bessere Idee.
Auch wenn sie diese etwas eigendartig fand, so nahm sie die Hand ihres Nachbarn, und langsam betraten sie die Höhle.
Und da saßen sie, ein paar Männer, Frauen und Kinder.

Natürlich erhoben sie ihre Waffen, und wieder war Viseria die kriegerische Nordfrau.
Und wieder war es die Feuervampirin, die ihre Aura ausweitete. Viseria sah zu ihr, denn sie wusste zwar das es möglich war, doch sie hatte es selbst noch nie versucht.
Sie hatte andere Mittel gekannt um zu bekommen was sie wollte, von wem sie es wollte.
Doch es war spannend zu beobachten, und tatsächlich beruhigten sich die Männer vor ihnen.

Die Kinder kamen zu ihnen, und natürlich faszinierten die Feuerwesen die Kleinen, was Viseria lächeln lies.
Die Aufforderung Lamias lies Viseria schmunzeln, und plötzlich tanzten kleine funkelnde Eiskristalle in Viserias Hand.


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Radames Iksander
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   06.08.16 12:18

Radames gefiel die Wüste, was wohl iaum verwunderlich war. Er war in der Wüste aufgewachsen. Gut, nicht in dieser Wüste, aber trotzdem fühlte er sich heimisch. Die Wärme, der knirschende Sand, die Dünen, die zum Teil bis hundert Meter hoch waren, die einzigartigen Felsformationen, die der Sand hervorbrachte, die Schönheit der endlosen Weite. Ja, er fühlte sich wohl. Er hatte ja auch die letzten Jahre als Vampir in der Wüste verbracht. Es fehlten eigentlich nur noch die Pyramiden in der Ferne und die ägyptischen Gesänge der Menschen oder die Lieder der Sklaven - vor allem der Hebräer - denen er manchmal nachts einfach lauschte. Kurzum: Er war in seinem Element - und das nicht nur sprichwörtlich, denn seine Gabe war die Beherrschung des Sandes und so zog er seine Energie aus der Umgebung. Es war schwer zu beschreiben und nur wer die gleiche Fähigkeit hat, konnte das wohl verstehen.
Am meisten zu kämpfen hatten wohl Drogo und viserya, für die diese Umgebung der Feind ihrer Elemente war. Es gab nur wenig Feuchtigkeit in der Luft und das sie nur von Tierblut lebten, machte es nicht unbedingt einfacher.
So ging gut ein Monat, bis sie auf Menschen trafen. Sie alle hatten Durst - sie waren alle noch jung und nicht wirklich gegen den Durst gefeit - und Blut war wohl der erste instinktive Gedanke, der ihnen allen durch den Kopf schoss, doch sie blieben und sie setzten Lamias Plan in die Tat um. Sie umfassten ihre Hände, doch war es nicht unbedingt ein Zeichen der Verbundenheit, wie es die Menschen glauben könnten, sondern vielmehr eine Schutzmauer. Die Menschen richteten zuerst ihr Waffen auf sie, doch sie ließen sie sinken. Auch Radames spürte die Aura und ihm wurde klar, dass er dies schonmal gespürt hatte. Er war damals noch ein Mensch, doch nun kam kurz die Erinnerung zurück. Er hatte dies gespürt, als er seinen zukünftigen Schöpfer das erste Mal in der Armee sah. Kurz kam ihm der Gedanke, dass es alles ein Plan war, doch verwarf er den Gedanken schnell wieder. Er war unwichtig.
Als Lamia meinte, sie könnten ihre Gaben offenbaren, sah er sie doch etwas zweifelnd an.
"Hast du mich nicht genau davor gewarnt. Die Menschen glauben zu lassen, man sei ein Gott? Nichts anderes werden diese Menschen denken", gab er zu Bedenken. Drogo musterte die Kinder. Sie sahen ihn neugierig und zugleich schüchtern an, denn er war wohl eine der imposantesten Vampire dort. Ein Hüne, muskulös mit einem unbeugsamen, strengen und zugleich immer etwas kampfeslustigen Blick. Dennoch ließ er Wasserwesen entstehen, die um die Menschen umherschwebten.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 30.5.102 | Stonehenge | große Verantwortung   06.08.16 19:39

Lamia achtete darauf, dass ihre Aura den Raum um die Menschen herum durchwirkte, die anderen Vampire aber so weit es ging unberührt ließ. Zugegeben, sie hemmte sich selbst immer noch ein wenig. Das wusste Lamia und sie wusste auch, weshalb. Sie schämte sich nicht, sich selbst gegenüber zuzugeben, dass sie Angst hatte. Sie hatte Angst, Fehler zu wiederholen, die sie hinter sich glaubte. Sie hatte Angst vor dem, wozu sie im Stande war, wenn sie sich nicht jeden einzelnen Augenblick kontrollierte. Ja, sie könnte ihre Ausstrahlung … verstärken, sie könnte jeden Damm einreißen und ihre Ausstrahlungskraft würde die Menschen überrollen wie eine überraschende Flut. Aber diese Ergebnisse konnte sie nicht genug abschätzen. Sie wollte nicht riskieren, dass diese Menschen sich selbst vergessen, so wie Aurelius und Industria sich selbst vergessen hatten. Sie wollte nicht, dass sie ihre Aura nicht mehr genügend lenken konnte und sie vielleicht auch ihre Mitvampire überrollte. Sie war jünger gewesen und deutlich ältere Vampire waren ihr damals verfallen. Lamia wollte all das nicht wiederholen. Also behinderte sie quasi sich selbst. Es war keine Flut, höchstens ein Bächlein oder ein feiner Nebel, der von ihr ausging und den Geist der Menschen berührte. Sie lullte sie nicht ein, aber sie modifizierte ihre Wahrnehmung ein wenig.
Die anderen begannen ebenfalls ihre Gaben zu zeigen und Lamia konnte das feine, erschöpfte Lächeln nicht unterdrücken. Sie sah das Staunen und die Begeisterung und Zuneigung in den Gesichtern und Herzen der Menschen. Und das war es schlussendlich auch, was ihr verriet, dass es funktionierte.
Als sie Radames Frage hörte, wandte sie ihm den Kopf zu, immer noch das erschöpfte Lächeln auf den Lippen.
„Es sind unterschiedliche Situationen. Diese Menschen verstehen die Welt um sich herum noch nicht so sehr. Sie werden Geschichten erfinden, die ihnen ihre Welt erklären, wie das auch die Menschen unserer Welt getan haben. Alle Götter unserer Welt waren einmal wie wir und zogen sich schließlich zurück. Im Moment können wir zwei Positionen in ihrem Weltverständnis einnehmen: Göttliche Wesen, die die Welt um sie herum erschaffen haben oder aber die Gefahr, die in der Dunkelheit lauert und vor der man sich versteckt. Ich möchte vermeiden, dass wir zu zweiterem werden. Im Moment sind diese Geschichten am Entstehen, im Moment ist es also in Ordnung, eine solche Rolle einzunehmen. Schwierig und risikoreich wird es, wenn wir das in zehntausend Jahren versuchen würden, denn dann würde sich eine neue Religion zu den gebräuchlichen dazu gesellen. Noch steckt die Zivilisation in ihren Anfängen, da können diese Geschichten ein solides Fundament bilden. Wenn diese Menschen aber so weit sind wie die Menschen aus unserer Welt dann haben sie auf dem Fundament nicht nur Häuser, sondern ganze Städte und Reiche aufgebaut – eine neue Geschichte, die dann kommt, ist wie ein Erdbeben: Das Fundament bröckelt, die Gebäude stürzen in sich zusammen und hinterlassen Panik, Chaos und Leid.“
Einen Moment runzelte Lamia nachdenklich die Stirn.
„Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich und es wurde klar, worauf ich hinauswill. Dass das hier nicht so gefährlich ist, entnehme ich übrigens den Erzählungen meiner Schöpferin. Laut Selenia kamen sie und die anderen ebenfalls in unserer Welt, als unsere Vorfahren so gelebt haben. Ich weiß, wie eitel Selenia ist, ihrem Pfad zu folgen ist also sicher nicht das Schlechteste. Wenn wir es klug anstellen, dann können wir so an Blut kommen und vielleicht noch ein wenig über diese Gegend hier erfahren und finden dann vielleicht heraus, was wir hier tun sollen, ob es irgendeine Bedrohung gibt oder so. Und durch diese Menschen können wir vielleicht noch andere Menschen finden.“
Lamia hielt noch mal kurz inne, als sie vor der Höhle Geräusche hörte, es waren aber nur die anderen Vampire, die Terian hergebracht hatte.
„Was meint ihr, wollen wir uns vielleicht kurz mit den anderen draußen zusammen setzen und unsere Strategie besprechen?“, wandte sie sich dann an alle.
Eines der Kinder kicherte vergnügt und versuchte, ihre Sprache nachzuahmen, was Lamia noch sagte, dass diese Menschen entweder eine andere Sprache sprachen – was sie nun nicht weiter verwunderte – oder sie sprachen gar keine Sprache, wie sie sie sprachen.
Ixana trat einen Schritt vor, hielt aber Lamias Hand immer noch fast verzweifelt fest. Sie sah kurz zu den Menschen und lächelte dann.
„Wir werden zurück kommen. Ihr gehört jetzt zu uns. Wir müssen uns nur draußen mit ein paar Freunden unterhalten. Es wird alles gut“, meinte sie leise und irgendwie schien es, als würden die Menschen sie verstehen. Sie lächelten freundlich, zogen sich aber in ihre Ecken zurück. Kurz darauf trat die Gruppe aus der Höhle und begrüßte die anderen.
„Wir sollten erst mal unsere eigenen Geschichten kennen“, schlug Ixana vor, nachdem Naoma sie aus ihrer Umarmung entlassen hatte. „Oder was denkt ihr? Immerhin haben wir hier die Gelegenheit den Grundstein für eine Kultur zu legen, also sollte vielleicht von uns allen etwas dabei sein, oder?“



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