Ein freies Vampir-RPG in der Mitte des 19. Jahrhunderts
 
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 [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde

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Floki Cathcart
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BeitragThema: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    17.05.15 22:01

Floki hockte auf einer Kiste und spielte mit seinem Messer. Er war heute fertig mit seiner "Ausbildung" zum Wächter. Es war interessant gewesen und er fragte sich, wie die Frau war, die auch die Toten sah. Er hatte noch nie jemanden getroffen, der die auch sehen konnte. Bis vor wenigen Monaten dachte er, er sei der einzige.
Nun kam einer der Ausbilder und brachte ihm einen Rucksack mit allerlei Zeug für die Reise - als wenn sie denn so weit wäre. Einer der Ausbilder teleportierte ihn in die Stat, wo man das letzte Mal die Frau gesehen wurde. Wortlos verschwand sein Begleiter wieder, doch statt sich in die Suche zu stürzen, sah er sich ersteinmal staunend um. Er aß einen Apfel, während er verzückt durch die Straßen lief. Er blieb bei einer Feuertonne stehen und warf seinen Apfelkriebs in die Flammen. Das Feuer knisterte und er beobachtete, wie der Apfel nach und nach verbannte. Da bemerkte er, wie sich einige Seelen sich um eine Frau versammelten. Er half den Toten eher selten. Half man ihnen einmal, wollten sie nur immer wieder mehr. Geister waren gierig. Er trat näher und beobachtete die Frau neugierig und musste kichern. Es war so lustig anzusehen, wie diese Frau immer das wiederholte, was die Geister sagten. Sicher, die anderen sahen die Toten nicht, doch er sah und hörte sie und da war das einfach sehr amüsant.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    18.05.15 2:23

So spät hatte Nuray eigentlich keinen Kunden mehr erwartet, aber als ein Geist sie benachrichtigte, dass es ein Kunde war, der klopfte - sie war da doch eher vorsichtig geworden -, öfnete sie ihre Wohnwagentür. Der Kunde war ein junger Mann, der sie mit roten Ohren bat, aus seiner Hand zu lesen. Er schien ziemlich nervös und verlegen, weshalb Nuray zunächst beiläufig mit ihm sprach, bevor sie begann. Es funktionierte für sie recht einfach. Geister konnten in Menschen hineinsehen und dann ihr sagen, worum es ging und was der Kunde hören wollte. Wer einen wahrsager aufsuchte, wollte nicht die Wahrheit hören, sondern das, was sie hören wollten, also meistens eine schöne Lüge oder etwas, das ihnen Bestätigung verschaffte, jemand, der ihnen sagte, dass es genau so wäre, wie sie es sich dachten.
Nachdem sie fertig war und der junge Mann bezahlt hatte, verstaute sie das Geld eng an ihrem Körper. Obwohl keiner aus ihrer Familie dieser Art des Geldverdienens nachgegangen war, kannte sie genügend Leute aus ihrer ehemaligen Gruppe, die das taten und deswegen kannte sie auch deren Tricks. Es war einfach am sichersten, wenn sie einen schon deutlich berühren mussten, um an das Geld zu kommen.
Gerade als sie wieder die paar Sprossen an ihrem Wohnwagen betreten wollte, machte der Geist, der gerade bei ihr war, sie auf den Mann bei der Feuertonne aufmerksam.
"Soll ich Ihnen ebenfalls aus der Hand lesen?", fragte sie ein bisschen lauter, damit er sie verstand. Der Geist neben ihr räusperte sich.
"Ich denke nicht, dass er das braucht. Er kann mich sehen."
Sie hatte es sich zwar schon lange abgewöhnt, allzu offen zu zeigen, wenn sie mit einem Geist kommunizierte, legte aber dennoch den Kopf etwas schief und runzelte die Stirn ein wenig.
"Was sagen Sie dazu?", fuhr sie dann weiter fort. Das passte in jedem Fall.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    18.05.15 6:33

Floki eobachtete den Mann und er sah, dass es eine Lüge war, wenn sie ihm ein langes Leben prophezeit hat. Die Haut war zu blass, trotz der roten Ohren, aber das war nicht sein Problem. Würde er jedem helfen, würde er nie fertig werden. Es lag in den Händen der Götter wer lebte und wer starb, so einfach war das.
Als die Frau ihn fragte, ob sie ihm auch der Hand lesen sollte, lachte er kurz auf und der Geist er klärte seine Belustigung. Er trat zu ihr und musterte sie.
"Ich sehe und höre die Toten und die Natur", erwiderte er und musterte kurz den Wohnwagen. Er baute zwar Schiffe, aber er sah, ob Holz gut bearbeitet war. Das war es nicht. Der Wagen war nur zweckmäßig gebaut. Schade, es war eine Verscvwendung, dass Bäume dafür hatten sterben müssen.
"Ich sollte dich suchen. Eigentlich hatte ich mir erst die Stadt ansehen wollen und prompt landete ich hier. Es ist zu schade, dass nicht alle die Toten sehen können. Den Mann hätte das bestimmt auch sehr amüsiert", stellte er fest.
"Floki Cathcart. Ich soll dich in Zukunft beschützen", stellte er sich dann vor.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    18.05.15 16:45

Es überraschte Nuray ein wenig, als der Mann mehr oder weniger sagte, dass er ebenfalls ein Medium war. Andererseits, nur weil sie vorher noch nie ein anderes Medium kennen gelernt hatte, warum sollte es sie nicht dennoch geben?
Schweigend bot sie ihm mit einer kleinen Geste den Platz an, auf dem kurz zuvor noch der andere Mann gesessen hatte. Dass er ebenfalls die Toten sehen konnte, glaubte sie auch nur, weil es einerseits zu seinem Verhalten passen würde und andererseits die Toten ihn dementsprechend behandelten.
Nuray verlangte keine Erklärung, sondern musterte den Fremden einfach nur eingehend. Er würde sich sicher selbst erklären.
Das tat er auch und was er erzählte, erstaunte sie doch etwas.
"Ich bin Nuray Eminya Éjszaka, aber wenn Sie nach mir suchten, dann wissen Sie das sicher. Zugegeben, ich glaube Sie wissen gerade mehr als ich - weshalb sollte ich Ihren Schutz brauchen? Hat jemand vor, mich anzugreifen?", sie musterte ihn erneut eingehend. Er war zwar sehr groß, ohne Frage, aber auch eher schmal. Andererseits brauchte man auch kein wandelnder Muskelberg sein, um jemanden zu verteidigen. Sie würde nur gern wissen, gegen wen sie verteidigt werden sollte - und ob überhaupt, schließlich konnte es genauso gut sein, dass er das nur behauptete.
"Aber ich nehme mal an, dass Sie nach mir suchten, weil Sie mich vor was auch immer schützen sollen. Wer hat Ihnen gesagt, dass Sie das tun sollen?", wollte sie dann weiter wissen. Auf seine Bemerkungen, dass er sich eigentlich erst hatte umsehen wollen und, wie lustig es wäre, wenn jeder die Toten sehen könnte, ging sie gar nicht weiter ein. Sie hatte kein Problem, wenn er nach ihrem Gespräch erst noch weiter die Stadt erkundete und es brachte nichts darüber nachzudenken, was sich alles änderte, wenn alle diese Verbindung zum Jenseits besitzen würden. Damit könnte sie dann zwar kein Geld mehr verdienen, aber sie könnte immer noch singen und tanzen oder Mittel aus Kräutern verkaufen, ihre Großmutter hatte ihr schließlich alles beigebracht, was sie wusste. Es gab genügend Möglichkeiten. Vor allem aber wäre sie dann noch bei ihren Kindern, denn dann hätten ihre Schwiegereltern sicher kein Problem mit ihr gehabt und an ihre Familie zu denken würde sie auch jetzt noch zu sehr ablenken. Sie erlaubte sich ein paar Minuten am Tag, in denen sie trauerte, aber diese Minuten waren nicht jetzt.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    18.05.15 19:40

Floki setzte sich auf den angebotenen Platz, zog ein Bein an und stützte sein Kinn auf das Knie und lächelte belustigt.
"Ich habe keine Ahnung", erwiderte er und kicherte.
"Ich fand es interessant, dass es noch andere gibt, die Tote sehen und hab zugestimmt, dich zu beschützen. Egal ob vor Menschen, Vampiren, Geistern oder was noch alles kreucht und fleucht", fügtest.e er hinzu.
"Medien sind wohl recht begehrt und du machst nicht den Eindruck, dich selbst im Angriffsfall zu verteidigen", stellte er dann fest.
"Und da dir der Name nichts sagen wird, tut er auch nichts zur Sache", fügte er hinzu.
"Das war Verschwendung", stellte er dann völlig zusammenhanglos fest und musterte den Wohnwagen.
"Das Holz war noch nicht fertig und es wurde nicht gut bearbeitet. Eine Verschwendung der Bäume."
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    18.05.15 22:13

So wirklich wusste Nuray nicht, was sie von ihrem Gegenüber halten sollte. Sie kannte ihn erst seit wenigen Minuten, aber bereits jetzt bemerkte sie, dass er irgendwie sehr viel kicherte. Entweder hatte er eine merkwürdige Art Humor oder aber sie verstand hier irgendeinen Scherz nicht. Und da sie nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte, versuchte sie es mit einem unsicheren Lächeln.
"Verstehe ich Sie da richtig: Sie wurden beauftragt, mich zu beschützen, aber Sie wissen selbst nicht wovor und ich kenne die Person, die Sie beuftragt hat nicht?", hakte sie stirnrunzelnd nach.
"Gut scheinbar wissen Sie doch nicht so viel mehr als ich was das angeht."
Nachdenklich spielte sie mit einem ihrer großen Ohrringe. Das war wirklich merkwürdig.
Gut, dass es Vampire geben sollte, war ihr neu, aber es gab auch Geister, also warum nicht? Was war merkwürdiger? Jemand, der mit den Toten sprach oder wandelnde Leichen? Das hielt sich doch so ungefähr die Waage.
Bei seiner Bemerkung, Medien wären wohl beliebt und sie sähe nicht so aus, als könnte sie sich verteidigen, ließ sie die Hand sinken und sah ihn stirnrunzelnd an.
"Vermutlich gilt das nicht für die ganze Welt, aber bei meinen Leuten gelten Menschen wie wir als Unglücksbringer. Wir würden den Tod anziehen, heißt es", antwortete sie. Vielleicht stimmte das ja auch, vielleicht auch nicht. Sie hatte sich das schon so oft gefragt, aber je öfter sie darüber nachdachte, desto weniger kam sie zu irgendeinem Ergebnis.
"Aber was einen möglichen Angriff angeht, muss ich zugeben, dass ich dem vermutlich nicht viel entgegenzusetzen hätte. Vermutlich würde ich fliehen, das Notwendigste trage ich schließlich am Leib. Es gibt immer wieder Leute, die etwas gegen das fahrende Volk haben, aber normalerweise bleibt es bei feindseligen Worten und kommt nicht zu Angriffen. Einen richtigen, geplanten Angriff, der mir persönlich galt, habe ich noch nie erlebt", erklärte sie. Sie war auch nie auf den Gedanken gekommen, dass jemand sie angreifen könnte, also alles, was über die üblichen Feindseligkeiten hinausging.
Die Bemerkung zu ihrem Wohnwagen schien ihr jetzt wieder komplett am Thema vorbei zu gehen, weshalb sie irritiert die Augenbrauen hochzog.
"Gut, dann reden wir eben über meinen Wohnwagen", murmelte sie mit leichtem Kopfschütteln und sah nun ebenfalls zu ihrer Behausung.
"Das tut mir sehr leid für die Bäume, aber es ist besser als nichts. Die Alternative ist, sich immer wieder irgendwo anders einzunisten, damit bekommt man nur noch mehr Probleme, oder unter freiem Himmel zu schlafen, was besonders in den Wintermonaten gut kommt."
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    19.05.15 6:55

"Ich war neugierig", erwiderte er.
"Es gibt so viel neues in dieser neuen Welt", stellte er klar und sah sich kurz um. Alles war so neu und spannend.
Dann richtete sich der Blick auf sie.
"Das reichte als Grund. Hätten sie mich in eine Falle gelockt, hätte ich sie getötet", fügte er ganz selbstverständlich fest.
"Dann bist du im falschen Stamm geboren. Ich war fast so wertvoll wie der Seher. Hin und wieder kam man zu mir, um zu wissen, ob die Toten noch hier gefangen waren", verriet er ihr.
"Es ist ein Geschenk der Götter. Nur wenige haben diese Fähigkeit", fügte er hinzu. Als sie meinte, sie würde fliehen, grinste er.
"Nur Feiglinge fliehen. Außerdem ist man auf der Flucht, ein leichteres Ziel", meinte er, zog seine Axt und warf sie zielsicher zu einem Holzpfahl in den sie sich tief eingrub.
"Das wäre dein Rücken", stellte er fest.
"Ich baue einen, der den Bäumen würdig ist", stellte er dann klar.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    19.05.15 12:59

"Neue Welt?"
Nuray runzelte die Stirn. Ihm war schon klar, dass sie sich eigentlich in der alten Welt befanden, nicht in der neuen?
"Ich nehme an, mit "sie" meinen Sie die Leute, die Sie beauftragt haben", schlussfolgerte sie und hörte ihm weiter zu. Was er sagte klang zwar ein klein wenig verrückt, aber vielleicht kam er ja auch von sehr weit weg?
"Sie müssen von weit her kommen", äußerte sie diesen Gedanken dann auch.
"Dass man mich als Unglücksbringer bezeichnet und gemieden hat, war zwar nicht schön, aber ich hatte noch Glück. Man hat mich wenigstens ernst genommen und mir geglaubt. Wenn ich in jedem anderen Ort in einer sesshaften Familie geboren worden wäre und nicht beim fahrenden Volk, hätte man mich als verrückt bezeichnet und weggesperrt. Und dann käme es darauf an, wie viel meiner Familie an mir gelegen hätte und wie reich sie wäre: Ob ich mit irgendwelchen Mitteln ruhig gestellt und weggesperrt werde, oder ob man Experimente an mir durchführt. Ihre Leute scheinen da wirklich eine Ausnahme zu sein. Sie hatten Glück."
Als der Mann sie gewissermaßen als Feigling bezeichnete, zuckte sie gleichgültig die Schultern. Sie hatte mit solchen Bezeichnungen kein Problem. Es verletzte ihren Stolz nicht, ein "Feigling" zu sein. Dass er eine Axt gegen einen Pfosten schmiss, beeindruckte sie auch nicht sonderlich.
"Wie gesagt, ich hatte es nie mit einem Angriff zu tun, der mir persönlich galt. Die meisten Leute laufen einem nicht nach."
Irgendwie beunruhigte sie so ein angekündigtrter Angriff aber auch nicht besonders, wie sie gerade feststellte. Sie hatte Tamas versprochen, nicht zu früh zu ihm zu kommen, daran würde sie sich halten. Sie würde sicher nicht da sitzen und die Angreifer auffordern, es schnell hinter sich zu bringen, sondern siw würde durchaus versuchen, nicht zu sterben.
Andererseits wusste sie auch nicht wirklich, was sie von dem Typen halten sollte, der meinte, er hätte den Auftrag, sie zu beschützen. Natürlich konnte es sein, dass er log, aber er hatte definitiv ähnliche Fähigkeiten, wie sie. Und vielleicht gab es wirklich irgendwo jemanden, der sich um Medien sorgte, da er Vampire erwähnt hatte, lag die Vermutung nahe, dass es sich um einen handelte. Und vielleicht gab es auch irgendwo noch jemanden, vermutlich ein weiterer Vampir, der möglicherweise Medien angriff oder irgendetwas mit ihnen vor hatte. Preisfrage: Warum schickte dieser Vampir dann ein anderes Medium und keinen Vampir? Bestand die Gefahr, dass Vampire ihnen etwas antaten, was ja eben verhindert werden sollte? Wer sagte eigentlich, dass diese Auftraggeber ein ehrliches Spiel trieben?
Nuray seufzte und massierte sich die Schläfen. Viel zu viele Fragen, auf die sie definitiv zu wenig Antworten hatte!
Ihr Blick wanderte zu den Geistern, die sich um sie verwammelt hatten. Manche beobachteten sie neugierig, andere unterhielten sich untereinander, Kindergeister hielten kichernd ihre Geisterhände in die Flammen.
"Ich habe eine Bitte an euch", wandte sie sich an die Anwesenden und ließ ihren Blick über die Gesichter gleiten, die sich nun ihr zuwandelten.
"Ihr habt, wie ich euch kenne, alles vom Gespräch mitbekommen. Könntet ihr herausfinden, Wer einen Angriff plant, wer so sehr an meiner Sicherheit interessiert ist und was das alles eigentlich werden soll?"
Freundliches Gemurmel erklang und immer mehr Geister nickten leicht und versprachen, zu helfen, woraufhin sie nach und anch verblassten. Sie konnten auch in sie hineinsehen, also auch in ihren neuen Beschützer, also wussten sie, was er wusste und konnten da immerhin schon an einem Punkt anfangen.
Ich Blick richtete sich wieder auf das andere Medium, als sie nun wieder allein waren und er über den Wohnwagen sprach.
"Ich werde sehen, was ich an Geld für Material abzweigen kann, immerhin müssen wir ja nun wohl zu zweit davon leben", antwortete sie und betrachtete nachdenklich den Wohnwagen.
"Und wenn du einen neuen bauen willst, vielleicht am besten gleich einen, in dem auch du Platz hast. Der ist eigentlich nur für eine Person gedacht und du musst ja auch irgendwo schlafen. Einen provisorischen Schlafplatz können wir zwar einrichten, auch wenn das bei deiner Größe vielleicht etwas unbequem wird, aber immer noch besser als nichts."
Da sie nun akzeptiert hatte, dass dieser Mann wohl vorerst bei ihr bleiben würde, hatte sie beschlossen, ihn ebenfalls zu duzen. Sie würden auf sehr wenig Raum zusammen leben, da war kein Platz für das förmliche "Sie".
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    19.05.15 18:49

"Ja. Ich bin in einem Wikingerdorf aufgewachsen. Ich hatte keine Ahnung, wie weit entwickelt der Rest der Welt ist. Ich kannte nur die kleinen Fischerdörfer, die wir hin und wieder plünderten. Kämpfe sind da an der Tagesordnung", verriet er ihr.
"Und wegrennen bringt einen ganz sicher nicht nach Walhalla", fügte er hinzu.
"Und bei uns haben Seher und Menschen mit Visionen und ähnlichem einen besonderen Stellenwert. Menschen wie wir sind den Göttern näher", verriet er ihr überzeugte und zog seine Axt aus dem Pfahl und steckte sie wieder weg.
"Ich habe vor kurzen erst ein Boot verkauft, damit komme ich mindestens ein halbes Jahr locker hin. Ich kann das also alles bezahlen. Nicht weit von hier ist ein Wald. Sicher sind da gute Hölzer", meinte er.
"Ich dchlafe einfach draußen", fügte er hinzu.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    20.05.15 0:21

Nuray war in ihrem Leben schon an vielen Orten gewesen, aber wohl nicht an solchen, wie Floki sie nun nannte. Aber immerhin ergab so nun langsam aber sicher wenigstens ein Teil dessen, was er sagte Sinn. Er war scheinbar an einem Ort aufgewachsen, der vom Rest der Welt recht isoliert war und - da er andauernd von Göttern sprach - wohl auch eine andere Religion und Kultur hatte.
"Ich weiß nicht, wo dieses Walhalla sein soll, aber wegrennen bringt einen für gewöhnlich weg und das ist genau, wo man in einer solchen Situation hin will. einfach nur weg", kommentierte sie Schulter zuckend. Wenn man nicht mit dem Schiff fahren musste, kam man mit genügend Geduld vermutlich überall zu Fuß hin.
Als er aber meinte, er könnte in einem nahen Wald Holz besorgen, runzelte Nuray die Stirn.
"Gut, du kommst von sehr weit her und deswegen gehe ich nicht davon aus, dass du das weißt, vielleicht ist das bei euch anders, aber dieser Wald gehört jemandem. Wahrscheinlich irgendeinem Herzog oder Baron oder so. Man darf nicht einfach in einen Wald gehen und dort Bäume fällen, man muss das Holz kaufen. Sonst ist es Diebstahl und man bekommt ziemlichen Ärger. Und mit ziemlichen Ärger meine ich ziemlichen Ärger. Es kommt zwar auf denjenigen an, der das Urteil spricht, aber von Gefängnisstrafe über Hand abhacken bis hin zum Galgen könnte da alles dabei sein. Du solltest dich vielleicht nicht mit denen anlegen", riet sie ihm mit einem besorgten Unterton in der Stimme. Es mochte ja sein, dass er als ihr Beschützer abgestellt war, aber offenbar konnte er auch etwas Schutz gut gebrauchen, wenn auch auf eine andere Weise.
Dass er draßen schlafen wollte, brachte Nuray wieder dazu, die Stirn zu runzeln. Gut, die Sommernächte waren nicht ganz so kalt, aber man sollte sie nciht unterschätzen. Außerdem war es den ganzen Tag recht schwül gewesen und nun konnte man weder den Mond, noch einen einzigen Stern am Himmel sehen, also würde es wohl bald, vermutlich sogar noch diese Nacht regnen.
"Du kannst wirklich mit im Wohnwagen schlafen. Mir macht das nichts aus. Kissen und Decken hab ich ja, also ein provisorisches Lager können wir durchaus einrichten, das ist kein Problem. Ich möchte schließlich auch nicht schuld daran sein, wenn du dir hier draußen sonstwas holen. Du bist wirklich willkommen."
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 12:39

Floki sah sie kurz an und schüttelte leicht den Kopf.
"Walhalla ist eine große Halle in Odins Schloss. Große Krieger werden vom Göttervater auserwählt. Sie kommen in die Halle, deren Dach aus Schilden und Speeren bdsteht und die fünfhundert Tore hat, so breit, dass achrhundert Krigdr nebeneinander durchmarschieren kann. Am Tag kämpfen die Krieger und trainieren für den Tag, an dem Sie beim Ragnarök an seiner Seite kämpfen. Und am Abend feiern die Krieger. Jeder Wikinger strebt danach, eines Tages in Walhalla aufgenommen zu werden. Deshalb scheuen wir keinen Kampf. Nur der Tod im Kampf ist ein ehrenvoller Tod", erklärte er ihr.
Als sie meinte, die Wälder gehören jemanden, dachte er nach.
"Und wem? Ich zahle ihm Geld dafür, um Bäume zu fällen", stellte er fest. Bei ihren weiteren Worten schwieg er kurz.
"Du hörst die Stimmen der Bäume nicht, oder? Du denkst, dein Wohnwagen wäre nur ein lebloser Gegenständ, aber ich höfe die Bäume und sie sind sauer und sie leiden. Wie soll ich da in diesem Wohnwagen Ruhe finden. Wenn der andere fertig ist, muss dieser verbrennen, um den Bäumen Erlösung zu schenken", erwiderte er.
"Ich schlafe draußen", legte er fest.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 13:50

Neugierig hörte Nuray ihrem neuen Beschützer zu, hob aber staunend die Augenbrauen, als sie die Ausmaße dieser Halle vernahm.
"das klingt in der Tat nach einer wirklich gewatigen Halle. Und das Gebäude zu dem sie gehört, müsste dann ja noch viel, viel größer sein, denn die Halle klingt ja schon so, als würde sie die Ausmaße einer ganzen Stadt haben. Nun, da würde man sicher jeden Tag neue Leute kennen lernen, weil so eine Halle muss ja ordentlich gefüllt sein, sonst sieht sie sehr leer aus. Allerdings weiß ich nicht, ob die Mütter deiner Leute von einem Ehrgeiz, der in diese Richtung geht, sehr angetan sind. Mütter wollen, dass ihre Kinder im hohen Alter in ihrem Bett sterben, im Kreise ihrer Familie, nicht auf dem Schlachtfeld unter Fremden. Und ist nicht der ein besserer Krieger, der jede Schlacht überlebt hat und schließlich am Alter stirbt?", gab sie ehrlich zu bedenken. Nuray hatte den Kopf allerdings interessiert zur Seite gelegt.
"Und was ist dieses Rag... Tut mir leid, wie hieß es noch gleich?", wollte sie dann weiter wissen, während sie Floki aufmerksam ansah.
Als er nach dem Wald fragte, nickte sie leicht.
"Das kann man herausfinden. Wir sollten morgen zum Rathaus gehen, dort kann man das herausfinden. Es gibt aber sicher auch genug Sägmühlen, zu denen man gehen kann."
Als er meinte, sie könne die Bäume nicht hören, schüttelte sie den Kopf.
"Nein, ich kann nur mit den Toten sprechen und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das auf Menschen oder vielleicht noch Vampire beschränkt. Ich wurde auch noch nie vom Geist eines Hundes aufgesucht", antwortete sie völlig ernst.
"Wenn sie leiden, dann tut mir das leid. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine Art gibt, sie zu fällen, ohne dass es sie verärgert, schließlich bedeutet das, dass die Bäume verstümmelt werden. Sie verlieren ihre Wurzeln, ihre Äste und ihre Blätter", fügte sie noch stirnrunzelnd hinzu. Allerdings akzeptierte sie seinen Entschluss. Sie könnte schließlich auch nicht auf einem Friedhof übernachten.
"Soll ich dir wenigstens eine Decke geben? Und ich kann noch eine Art Vordach aufspannen, sollte es heute Nacht regnen. Du solltest es nicht darauf ankommen lassen, eine Lungenentzündung zu bekommen", gab sie zu bedenken.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 15:31

Floki nickte, als sie meinte, es müsse eine gewaltige Halle sein.
"Es ist das Schloss des Göttervaters Odin", erwiderte er. Dass er als der oberste Gott das größte Schloss hatte, war ja selbestverständlich.
"Jede Mutter wünscht sich das Beste für sein Kind und das ist sicher nicht mit sechzig oder siebzig im Bett zu liegen in der eigenen Pisse und unter Schmerzen hilflos über Jahre dahinzusiechen. Dann lieber ein schneller, ehrenvoller Tod und mit der Chance, an Odins Seite zu kämpfen und zu speisen", erwiderte er.
Als sie ihn jedoch nach Ragnarök fragte, schwieg er kurz.
"Darüber reden wir ein andermal", erwiderte er nur knapp. Das war nicht irgendeine Sache, über die man plauderte.
"Du kannst ebenfalls mit Toten reden und auch mit den Lebenden. Bist du nie auf Leute getroffen, die sagen, sie haben ihr Leben gelebt und sind nun bereit, weiterzugehen. Wenn Bäume diesen Zustand haben, dann fällt man sie, behandelt sie mit Respekt und gibt ihnen eine neue Form. Normalerweise baue ich Boote, doch auch eine Wohnwagen werde ich hinbekommen. Bäume wahllos zu fällen und durch eine Sägemühle zu jagen, wäre, als würde man jemanden umbringen und die Leiche schänden", verglich er.
"Ich habe mein Gepäck: zelt und ein warmes Fell gehört dazu", erwiderte er.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 17:18

Nuray sah ihn ein paar Momente nur ernst an, ehe sie entschied, dass es keinen Sinn hatte, ihn über die Gefühle einer Mutter zu belehren. Keine Mutter würde eine Religion vor ihre eigenen Kinder stellen.
Sie jedenfalls wünschte sich nicht, dass ihre Kinder so starben, wie ihr Vater, sondern ein langes Leben und am Ende einen friedlichen Tod hatten. Sie sollten in den Minuten vor dem Tod nicht dem Schrecken eines Kampfes ausgesetzt sein und vor allem sollten sie ihr Leben leben können.
Bei seiner Erklärung zu den Bäumen, schüttelte sie den Kopf.
"Nein, sowohl die Toten, als auch die Lebenden, auf die ich normalerweise treffe, hängen noch an ihrem Leben. Deswegen sind sie ja noch hier. Sie wollen nicht weiter, sie wollen leben."
Sie erhob sich und seufzute dan leise.
"Ich hoffe, du findest dich in dieser Welt zurecht, denn der Rest der Menschen hat leider kein so feines Gespür, wie du. Die Bäume müssen sich in dieser Welt den Bedürfnissen der Menschen anpassen, nicht umgekehrt. Und Menschen wie wir sollten ihre Andersartigkeit nicht allzu offen zeigen, im günstigsten Fall landet man nur in einer Ausnüchterungszelle. Im schlimmsten wird man gefesselt, ruhig gestellt und weggesperrt. Also sei vorsichtig, wem gegenüber du was sagst", riet sie ihm leise. Als er meinte, er hätte alles dabei, zuckte sie die Schultern und nickte.
"Gut, wie du möchtest", meinte sie, wünschte ihm noch eine gute Nacht und ging dann in ihren Wohnwagen, den sie von innen verriegelte und dann auf die Zwischendecke hochkletterte, sie sie sich in ihre Decken kuschelte und recht schnell einschlief.
Mitten in der Nacht wachte sie auf. Nuray wusste selbst nicht genau, weshalb, aber irgendetwas fühlte sich komisch an.
"Tamas?", flüsterte sie in die Dunkelheit, bevor sie sich selbst daran erinnern konnte, dass er nicht mehr hier war.
Langsam setzte sie sich auf und rutschte an den Rand der Zwischendecke, konnte aber absolut nichts erkennen. Als sie die Ohren spitzte, hörte sie draußen die Geister ziemlichen Krawall machen - nur warum?
Und in dem Moment passierte alles auf einmal. Die Tür zerbarst und sie sah Floki reinstürmen, als jemand fremdes ihren Arm packte und das nächste, was sie bemerkte war helles, grelles Licht und ziemliche Kälte. Jemand Fremdes stand neben ihr, ließ ihren Arm los und verschwand, um gleich darauf mit einem anderen Fremden wieder aufzutauschen, der verdächtig nach Rauch roch.
Die beiden betrachteten sie kurz und sprachen in einer ihr unbekannten Sprache, bevor sie den hell erleuchteten Raum verließen, in dem sie war und sich immer noch völlig fassungslos und verwirrt umsah.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 18:25

Floki musterte sie.
"Dann muss dies eine sehr traurige Welt sein, wenn keiner sein Leben als gelebt sieht und die Bäume gek echtet werden", steölte er fest.
"Ich glaube, ich verstehe nun, warum meine Eltern sich von dieser Welt abwandten und bin ihnen dafür sehr dankbar", meinte er. Dann schlug er sein Zelt auf und schlief neben dem Wohnwagen. Er hörte etwas rumpeln und dann spielten auch schon die Geister verrückt.
Schnell war er auf den Beinen. Die Tür war verriegelt, also brach er sie einfach auf, doch da sah er, wie zwei Personen verschwanden und Flammen aufloderten. Er sörang ajs dem Wohnwagen und fluchte.
"Ihr mögt sie? Dann sucht sie. Ihr könnt sie finden", meinte er zu den Geistern und packte seine Sachen. Er bemerkte, wie die Flammen langsam kleiner wurden. Er schlug mit seiner Axt gegen die Stützbalken, damit alles zusammenstürzte und vollständig verbrennen konnte und er sah in die Flammen. Sie mussten das Holz fressen - restlos. Der Wagen war nicht groß und das Feuer schnell vorbei.
"Habt ihr sie?", fragte er die Geister dann.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 19:11

Als sich Nuray so weit gefasst hatte, rappelte sie sich auf und sah sich um. Sie erkannte, dass das Licht von vielen Kerzen unter der Decke kam. Nach einer Weile, kam jemand rein, reagiert aber nicht auf ihre Frage, wo sie denn wäre. Es war, als wäre der andere stumm oder taub, aber vermutlich war er weder noch. Der Fremde packte sie nur am Arm und zog sie durch lange Gänge treppen hoch und runter, bis sie endgültig die Orientierung verloren hatte. Unablässig fragte sie, wo sie war und was man von ihr wollte, hatte aber keinen Erfolg, bis sie schließlich in einen kleinen Raum gesperrt wurde mit einem schmalen Fenster.
"Da stehen Brot, Käse und Wasser, da hinten ist ein Eimer, falls du ... Ruh dich aus, das wird morgen eine anstrengende Nacht", wies der Fremde sie an, schloss die Tür und verriegelte sie offenbar von außen. Na klasse!
Sie ging sofort zum Fenster, stellte aber fest, dass es gerade mal breit genug war, damit sie ihren Arm rausstrecken konnte.
"Offenbar hatte Floki tatsächlich Recht, irgendjemand hat es auf mich abgesehen", murmelte sie und setzte sich auf das Bett.
"Na, da haben wir dich ja!", stellte eine Stimme neben ihr fest und als sie aufsah, entdeckte sie einen Geist, der sie zufrieden musterte.
"Ich werde diesem Typen gleich sagen, dass du ein paar Kilometer östlich in einem Kloster bist", meinte sie und war gleich wieder weg.
"In einem Kloster? Na toll, genau da passe ich ja wunderbar rein", murmelte sie und kauerte sich auf dem Bett zusammen.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 19:59

Floki wartete kurz, bis einer der Geister kam und ihm verriet, wo sie war, und er schulterte seinen Rucksack. Dann musste er kichern.
"Nun ist sie wohl froh, dass ich den Kampf nicht scheue", stellte er fest und lief los. Er rannte leichtfüßig durch die Straßen. Der Regen wurde stärker, doch er störte sich nicht daran. Plötzlich gesellten sich Blitz und Donner dazu und er jubelte lachend.
"Die Götter sind auf meiner Seite! Hört ihr, wie Thors Hammer auf den Amboss schlägt?", fragte er die Geister und es animierte ihn noch mehr.
Es verging knapp eine Stunde und er war doch außer Atem und sah zu dem Kloster. Er holte ein Seil aus seinem Rucksack, band einen Stein an ein Ende und warf ihn dann so, dass sich das ganze um einen Ast wickelte und lautlos kletterte er auf die Mauer und löste mit einer einfachen Bewegung das Seil.
"Wo lang?", fragte er.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 20:27

"Im oberen stockwerk, aber auf der Rückseite des Gebäudes", antwortete der Geist neben Floki, der ihn die ganze Zeit begleitet hatte.
Nuray hatte in der Zwischenzeit ihr "Zimmer" untersucht. Sie sollte also in einem Kloster sein, na fantastisch. Die Art, wie sie hergekommen war, sprach gegen Menschen, also waren es wohl Vampire. Nur über Vampire wusste sie nicht wirklich etwas. Gut, sie waren nachtaktiv und tranken Blut. Aber sonst?
Ein wenig von dem Essen hatte sie gegessen, schadete ja nicht, und den rest hatte sie in einen ihrer Beutel gesteckt. Wenn sie hier raus kommen sollte, dann bräuchte sie auch etwas zu essen.
Danach hatte sie sich vor das Schloss gekniet und dann vor die Angeln und beides genauestens untersucht, um schließlich nach etwas zu suchen, das sich als Dietrich eignete.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 21:10

Floki nickte und lief lautlos die Klostermauer entlang. Das Gewitter übertönte das Geräusch seines Atems oder der leisen Schritte, die ein Vampir vielleicht hätte hören können. Und der Regen und Sturm versteckt seinen Geruch. Thor war wahrlich auf seiner Seite.
Nun war er an der Rückseite angekommen. Er band eine Schlaufe und warf sie wie ein Lasso um eine kleine Säule auf dem Dachvorsprung. Er band sich das Seil um, kletterte dann hoch bis zum obersten Stock und hangelte sich die Fensterbänke entlang, wobei er durch die Fenster spähte, bis er Nuray entdeckte und klopfte kurz an ihr Fenster.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 21:18

Während Nuray immer noch nach etwas Nützlichem suchte, hörte sie ein Klopfen am Fenster, das sie zunächst für große Regentropfen abtat. Als es sich aber energischer wiederholte, sah sie auf und zoge die Augenbrauen in die Höhe.
"Erstaunlich, dass ich das sage, aber ich freue mich wirklich, dich zu sehen", meinte sie aufrichtig, als sie das Fenster geöffnet hatte.
"Ich bin auf der Suche nach soetwas wie einem Dietrich, um die Tür aufzuschließen. Hast du sowas? Weil durch das Fenster hier kommst du nicht rein und ich nicht raus. Sind da noch größere Fenster auf dem Stockwerk?", fragte sie. Das Fenster würde ihnen wirklich nicht weiterhelfen. Wenn sie ihre Hand waagrecht hindurch strecken wollte, würde sie sich auf beiden Seiten der Hand die Haut aufkratzen.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 22:06

Floki hörte ihr zu und dachte kurz nach.
"Hier, vielleicht hilft der", meinte er und gab ihr einen Dolch.
"Versuch es. Wenn nicht, such ich einen anderen Weg", erklärte er leise.
"Beeil dich. Den besten Halt hab ich hier nicht", gab er zu. Das Seil würde ihn zwar vermutlich auffangen, aber ermutlich würde er die Klosterwand auf eher schmerzhafte Art liebkosen. Wenn er sich bewegte, war das hier kein Problem, aber das Verharren war doch anstrengend.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 22:27

Nuray nahm den Dolch und begutachtete ihn genau. Schmal genug war er, er könnte in das schlüsselloch passen.
Schnell lief sie die paar Schritte durch das Zimmer bis zur Tür, als ihr der Gedanke kam, jemand könnte davor warten. Aber andererseits, wozu das, wenn man doch abschließen konnte?
"Ja, ganz ruhig, diese Arbeit bedarf Geschick und ich bin nicht darin geübt, Schlösser so zu öffnen", antwortete sie, während sie mit viel Feingefühl die Mechanik betätigte, bis es klickte und mit einem Quietschen die Tür ein Stück aufschwang.
Rasch war sie wieder am Fenster und gab Floki den Dolch zurück.
"Danke. Ich hoffe, ein Geist verirrt sich zu mir, weil allein finde ich den Weg niemals da raus, ich wurde durch Labyrinthe hier her geführt. Und wenn ich einen Geist finde, finde ich sicher auch dich."
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 22:42

Floki hielt sich fest, wobei er immer wieder nachgreifen musste. Er war fit und geschickt, aber auch seine Kräfte kannten Grenzen.
"Führ sie zum Baum, ich warte da", meinte er zu dem Geist und kletterte dann langsam zurück, wo er kurz schwer atmend stehen blieb. Das Unwetter ließ langsam nach. Sie hatten nicht ewig Zeit, dennoch verweilte er, sollte er doch rein müssen, weiletwas schief geht.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    25.05.15 23:18

Nuray schlich durch die Gänge, was aber nicht viel heißen sollte. Sie trug, was sie trug und ihre Kleidung war gewissermaßen ... laut.
Sie ließ sich vom Geist führen, denn allein hätte sie nie rausgefunden.
Es ging auch alles gut, bis sie am letzte Raum ankam, der wohl irgendwann eine Küche gewesen war. Auf der anderen Seite war die Tür, die nach draußen führte, aber in der Küche saßen zwei Vampire und unterhielten sich. Verdammt! Da kam sie wohl nicht dran vorbei. Oder würden sie ihr glauben, dass sie eine Vampirin war? Na ja, wohl eher nicht, die beiden trugen eine Art Uniform und sie trug ... laute Kleidung. Vermutlich sollte sie sich für die Zukunft weniger laute Kleidung besorgen.
Ihr Blick glitt zu dem Geist, sie brauchte einen anderen Weg oder ein Versteck, wo sie bleiben konnte, bis die beiden da raus waren.
Doch gerade als der Geist sie weiter führen wollte, trat ein Vampir aus einem anderen Raum und stand direkt vor ihr.
"Nanu, wer bist denn du? Ein kleiner Morgenimbiss?", fragte er grinsend und packte sie blitzschnell am Arm, als sie weglaufen wollte.
Nuray spürte, wie ihr Herz schneller klopfte. Das war definitiv eine gefährliche Situation und es war absolut in Ordnung, ein klein wenig in Sorge zu sein. Obwohl sie versuchte, loszukommen, zog der Vampir sie einfach mit Leichtigkeit zu sich und hielt sie in einer eisernen Umklammerung fest. Mit der freien Hand drückte er ihr Kinn hoch und zur Seite, sodass ihr Hals gestreckt war, an dem er tief einatmete und zufriedene brummelnde Geräusche von sich gab.
"Lass mich los!", zischte sie verärgert und versuchte, mit dem Fuß sein Schienbein zu treffen, was ihm aber nur ein unbeeindrucktes Schnauben entlockte.
"Mal sehen, ob du auch so gut schmeckst, wie du riechst", meinte er und gleich darauf spürte Nuray einen stechenden Schmerz an ihrem Hals, der ihr einen spitzen Schrei entlockte. Sie versuchte sich noch heftiger zu wehren, hatte aber keine Chance. Aber scheinbar hatten sie mit den Geräuschen andere Vampire angelockt, denn es kamen immer mehr und mehr, bis Nurays Bewegungen schwächer wurden und sie in eine selige Ohnmacht abdriftete.
Der Geist hatte inzwischen Floki informiert, ihm aber auch gesagt, dass es Selbstmord wäre, bei der Ansammlung reinzustürmen und beobachtete alles nur. Bald kam er zurück.
"Sie bringen sie nun zu den Blutsklaven. Die Räume befinden sich im Nordflügel", berichtete der Geist.
"Aber die werden bewacht."
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    26.05.15 8:30

Floki fluchte. Wenn sie hier weg waren, würde er ihr jegliches Zeug, was sie trug und Krach machte, persönlich von der Kleidung abschneiden. Ihn hatte das gestern schon gestört und bestimmt ist sie als halber Spielmannszug durch die Gänge marschiert. Spätestens jetzt wusste er, warum er als ihr Wächter fungieren sollte - sie schien nicht sehr überlebensfähig zu sein in brenzligen Situationen.
"Warum hast du ihr nicht gesagt, dass sie das Klimbims abmachen soll. Thor schlägt laut genug auf den Amboss, dass sie ohne das Zeug unbemerkt durchgekommen wäre", meinte er kopfschüttelnd.
Er schlich zu dem Nordflügel und fand eine Tür. Er wartete bis zum Donner, der das Quietschen übertönte. Drinnen zog er seine Schuh aus. Nasse Schuhe machten Lärm, also brauchte er sie nicht.
"Zeig mir den Weg. Mit den Wachen werde ich fertig", meinte er. Sie waren in einer Küche und er steckte ein langes Messer in seinen Gürtel und bedeutete dem Geist voranzugehen, während er lautlos folgte und dke Jmgebung aufmerksam im Auge behielt.
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