Ein freies Vampir-RPG in der Mitte des 19. Jahrhunderts
 
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 [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde

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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    27.05.15 22:42

"Man versucht eben, das Leben der eigenen Leute zu schützen", erklärte Nuray.
"Für die, die dadurch sterben ist es allerdings ein grauenhafter Tod. Wenn die Menscheit aber so weiter macht, werden Kanonen wohl noch nicht die Spitze des Eisbergs sein. Ich befürchte ja, dass irgendjemand mal eine tödliche Krankheit auf seine Gegner loslässt und selbst geschützt ist, weil er allein die Heilung kennt."
Als Floki ihr seinen Gedanken erklärte nickte sie nachdenklich. Sie wollte ja auch nicht der Grund sein, weshalb er nicht mehr nach Hause konnte und sie hatte ohnehin nichts mehr, was sie hier irgendwo festhielt.
"Gut, in Ordnung. Ich möchte dich nur darum bitten, in Zukunft vorher mit mir über soetwas zu reden. Du hättest mich auch einfach fragen können, man kann mit mir reden und ich verstehe ja, dass du wieder dorthin zurück willst", erklärte sie ihm ruhig und freundlich. Vielleicht war er es nicht gewohnt, über solche Dinge mit anderen zu sprechen und hatte deswegen an soetwas gar nicht gedacht.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 8:45

Floki hörte ihr zu und nickte. Er würde es diesen Menschen zutrauen. Dann doch lieber Dolch und Axt und wie ein Mann kämpfen. Nur Stärke und Geschick entscheiden über Leben und Tod und wenn man Odin imponiert und gefällt, steigen die Walküren herab und führen die gefallenen Krieger - und Kriegerinnen - in die große Halle mit ihren 500 Toren, wo sie für Ragnarök trainierten.
"In Ordnung, ich sage dir, wenn wir dorthin gehen. Ich denke in zwei Jahren ist ganz gut. Dann werden die Götter mit besonderen Opfern geehrt und sind so nah wie nie. Einen Wunsch darf man Odin nennen und sofern er will, erfüllt er ihn. Ich wünschte mir, Neues zu entdecken und zwei Wochen später schafften wir das erste Mal die Reise nach Westen, wo ich das erste Mal eine Großstadt gesehen. Es war in.... Schottland nannte es sich glaube ich", verriet er.
"Ich hatte eine neue Schiffskonstruktion gebaut, die lange genug hielt und wir hatten eine neue Navigation entdeckt", verriet er.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 10:11

Nuray nickte leicht, als Floki zustimmte, in Zukunft über soetwas zu reden und dann auch gleich meinte, dass in zwei Jahren ein guter Zeitpunkt wäre. Der Begründung hörte sie aufmerksam zu, wobei ihr ein Gedanke kam.
"Hast du vor, manches deien Leuten mitzubringen? Ich weiß nicht, ob ihr soetwas wie einen Kompass kennt, aber wenn nicht, könnte das ja nützlich sein. Nicht alles, was die Menschen hier erfunden und entdeckt haben, ist Teufelswerk", meinte sie.
Nuray legte den Kopf etwas zurück und sah Floki neugierig an.
"Und darf ich wissen, was du dir dann wünschen möchtest? Oder ist das wie bei Wimpern: Solange der Wunsch nicht erfüllt ist, darf man es keinem verraten?"
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 12:52

Floki nickte.
"Ich halte immer Ausschau nach Dingen, die hilfreich sein können, aber ohne unser Leben zu stark zu beeinflussen. Meine Eltern haben immerhin dieses einfache Leben gewählt. Sie verrieten mir, dass sie aus.... Paris kommen und dann dieses Dorf mit anderen aufgebaut haben. Das war etwa ein Jahr vor meiner Geburt. Sie wissen also eigentlich von dieser Welt und ihren Erfindungen. Gut, einiges haben sie sicher vergessen und einiges wurd neu erfundwn, aber sie wollen nicht allzuviel Fortschritt von außerhalb, sondern an ihrem jetzigen Leben festhalten. Aber das haben sie mir selbst erst vor knapp einem Jahr verraten und mir gesagt, dass ich hinausgehen und die Welt kennenlernen soll, aber sie meinten auch, ich würde feststellen, dass das eknfa he Leben besser ist, als das hoch entwickelte und bisher muss ich ihnen Recht geben", gestand er.
"Ich weiß zwar nicht, was du mit Wimpern meinst, aber bis der Wunsch erfüllt ist, sollte man mit keinem darüber reden, denn es ist eine Art Geheimnis zwischen dem Mensch und den Gott. Meist Odin, doch auch Thor, Freya und viele andere Götter können um Rat und Wünsche ersucht werden. Es ist in diesen Tagen aber nur ein einziger Wunsch erlaubt und einmal gewünscht, nicht mehr zurückzunehmen. Man sollte sich diesen also ganz genau überlegen.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 13:22

"Paris?", meinte Nuray erstaunt. Sie hatte schon mit vielen Geistern gesprochen und die erzählten ihr auch eine Menge. Das hatte zur Folge, dass sie ab und an Dinge wusste, die andere an ihrer Stelle nie erfuhren. Und deswegen wusste sie, dass das Gebiet Frankreichs ursprünglich von den Kelten bewohnt worden war. Aber warum nicht? Dieses Dorf schien es ja noch nicht so lange zu geben.
"Wenn du möchtest, können wir mal nach Paris. Ich reise eigentlich ziellos umher, deswegen ist es kein Problem, Paris anzusteuern", bot sie ihm an. Vielleicht interessierte es ihn ja, wo seine Eltern gelebt hatten.
Als er aber mit den "Wimpern" nicht viel anfangen konnte, lachte sie leise und setzte sich etwas auf.
"Kennst du diesen Aberglauben nicht oder weißt du nciht was Wimpern sind?", fragte sie amüsiert. Sie hob die Hand und strich vorsichtig über die Wimpern an ihrem oberen Augenlid.
"Das sind Wimpern. Und es gibt den glauben, dass, wenn eine ausfällt, muss man sie vorsichtig mit einem Finger aufnehmen, die Augen schließen, fest an seinen Wunsch denken und die Wimper dann wegblasen. Und bis der Wunsch erfüllt ist, darf man niemandem sagen, was man sich gewunschen hat, sonst wird es nicht wahr", erklärte sie ihm lächelnd.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 15:28

Floki hörte ihr zu und nickte.
"Warum nicht. Ich habe kein festes Ziel. Ich will nur diese Welt kennen lernen", stellte er fest.
"Ich weiß, was Wimpern sind, aber den Brauch hab ich noch nie gehört", erwiderte er und schwieg kurz.
"Wieso eigentlich Wimpern? Wie kam das zustande?", fragte er Nuray dann, denn irgendeine Bewandnis musste es ja haben, auch wenn er nicht wusste, welche. Aber Nuray hat davon erzählt, also musste sie ja die Bewandtnis kennen.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 16:13

Nuray sah ihn mit einem belustigten Lachen an, als er nach dem Grundfragte.
"Das weiß ich nicht. Das ist ein Aberglaube, nichts weiter. Etwas, was besonders kindern Freude macht, aber eben auch vielen Erwachsenen. Jeder wünscht sich gerne etwas. Wenn man wüsste, was es damit auf sich hat, wäre der ganze Zauber verflogen. Und entweder man vergisst den Wunsch ohnehin bald wieder, oder es ist ein wichtiger Wunsch, für dessen Erfüllung man auch sonst etwas tut. Sowas schenkt Hoffnung. Es gibt zahlreiche andere Beispiele. Es heißt auch, man dürfe sich etwas wünschen, wenn man eine Sternschnuppe gesehen hat oder wenn man es schafft, bei einer Pusteblume alle Samen auf einmal fort zu blasen. Genauso kann man sich fragen, warum vierblättrige Kleeblätter oder Marienkäfer, oder Schornsteinfeger oder Schweinchen Glück bringen sollen und warum schwarze Katzen für Unglück stehen. Warum bedeuten Scherben Glück, ein zerbrochener Spiegel aber sieben Jahre Pech? Das sind alles Aberglauben. Man kann daran glauben und sich beim Anblick einer schwarzen Katze verkriechen oder beschließen, dass die netten Dinge doch zumindest nicht schaden. Man braucht das also nicht ernst zu nehmen", meinte die lächelnd. Sie wäre nie auf den Gedanken gekommen, solche Dinge zu hinterfragen.
_______________________________
Also, ich hab gegooglet, aber eine Antwort darauf weiß wohl keiner^^
Ich hab sogar was gefunden, das überlegt, ob es erlaubt ist, wenn jemand eine Wimper findet, die für seine hält, obwohl sie das nicht ist, und sich mit der Wimper was wünscht, obwohl der ursprünglische Besitzer sich schon was mit der Wimper gewunschen hat. Es ist nicht erlaubt.
I love you, Internet XD
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 17:38

XD
_______
Floki hörte ihr zu, musste aber kichern.
"Warum macht ihr so sinnlose Dinge, wenn ihr wisst, dass sie nichts bringen", stellte er fest.
"Und welche Dinge macht ihr, an die ihr wirklich glaubt? Viel konnte ich über diesen Glauben noch nicht erfahren, bwohl es durchaus interessant ist", stellte er fest.
"Nur dass Sontags nicht gearbeitet wird, habe ich mitbekommen und dass der Gott hier gekreuzigt wurde, auch wenn ich nicht weiß, weshalb ein toter Gott verehrt wird.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 18:20

"Weil sie Hoffnung bergen - oder die Leute in Sicherheit wiegen, solange sie keine Spiegel zerschlagen und keine schwarzen Katzen sehen", antwortete Nuray schmunzelnd.
"Und wie gesagt: Vielleicht nutzt es nichts, aber es schadet immerhin auch nicht. Menschen mögen Rituale und wenn es einfach das Ritual ist, eine ausgefallene Wimper wegzupusten."
Bei seiner Frage, wollte Nuray einen Moment lang fragen, auf welchen Glauben er hinaus wollte, bevor ihr klar wurde, was er meinte.
"Oh, das ist viel, viel komplizierter. Der, der gestorben ist, ist der Sohn von Gott und die Geschichte endet nicht damit, dass er gestorben ist. Drei Tage nach seinem Tod, ist er, dem Glauben zufolge, von den Toten wieder auferstanden. Das ist es, was bemerkenswert ist und worauf diese ganze Regligion fußt. Du glaubst daran, dass du vielleicht nach deinem Tod als Krieger in dieser Halle aufgenommen wirst und die Leute dieses Glauubens hoffen, dass sie nach einem guten Leben in ein Paradies aufgenommen werden, dass sie Himmel nennen. Ein Ort, an dem sie von allen Leiden ihres irdischen Lebens befreit sind und für immer glücklich und friedlichleben können. Sie betrachten das Leben hier als eine Art ... Testphase, ob sie es verdient haben, für immer glücklich zu sein. Und deren Gott spaltet sich in drei Persönlichkeiten: Gott, Jesus, Gottes Sohn, und den Heiligen Geist, der vermutlich das abstrakteste Gebilde ist. Der scheint eine Art Erkenntnis zu sein, die in den Anhängern dieser Religion schlummert und irgendwann hervorkommen könnte. Sie sagen manchmal, wenn jemand etwas sagt, von dem sie das Gefühl haben, dass es ihrer Religionslehre entspricht, dass dieser vom Heiligen Geist beseelt sei. Es ist also kein solcher Geist, wie wir sie sehen können. Mit den dreien, die aber gleichzeitig als eine Einheit gesehen werden, kommt aber noch eine ganze Heerschar an Engeln und Heiligen, die ich nicht alle kenne. Die bekannteste davon ist aber vermutlich die Heilige Maria, die Mutter von Jesus, was das nächste Wunder in diesem Kanon ist, denn laut diesen Geschichten wäre sie Jungfrau gewesen, als sie ihren Sohn bekam. Es stand irgendwann ein engel vor ihr, noch vor ihrer Hochzeit, und der sagte ihr, sie würde ein Kind bekommen und der Vater dieses Kindes sei Gott. Das sind dann auch die zwei größten Feste der Christen, wie sie sich nennen, denn dieser Jesus wird Jesus Christus genannt: Einmal seine Geburt und dann noch seine Wiederauferstehung. Und bevor er nochmal sterben konnte, ist er laut diesem Glauben in den Himmel aufgefahren, zu seinem Vater. Und sterben musste er, weil sein Vater ihn geopfert hat. Er hat seinen eigenen Sohn sterben lassen, als Opfer für all die Sünden der Menschheit, die bis dahin begangen wurden und die da noch nicht geschehen sind. Wenn du da nur den Kopf schütteln kannst, verstehe ich das, ich finde das auch ein wenig sehr engstirnig. Außerdem hat sich diese Glaubensgruppe in zwei Fraktionen aufgeteilt. Die Katholiken und die Protestanten. Die Katholiken glauben, dass ein Leben, in dem man nicht regelmäßig seine Sünden beichtet und Buße tut, unweigerlich etwas nach sich zieht, das sie Hölle nennen, wo sie ewig gequält werden und von wo alle Sünden kommen. Dort soll nämlich der Widersacher von Gott, das Böse, herrschen, auch der Teufel, Satan, Luzifer, Mephisto oder Beelzebub genannt. Und die, für die noch nicht alle Hoffnung verloren ist, die landen im Fegefeuer, wo sie so lange brennen, bis sie genug gebüßt haben und in den Himmel aufgenommen werden. Die Protestanten dagegen sind nochmal in kleinere Gruppen aufgeteilt, von denen manche weder Hölle, noch Fegefeuer kennen. Die nehmen das wörtlich, dass Jesus für ihre Verfehlungen am Kreuz gestorben ist und sie deswegen auf jeden Fall in den Himmel kommen."
Nuray veränderte etwas ihre Haltung, da sie spürte, wie ihre Glieder steif wurden.
"Ich glaube, das ist eine sehr komplizierte Religion, die sich in sehr vielen Punkten selbst widerspricht. Das einzige, was mich daran stört, ist, dass ihre Anhänger jeden, der nicht in ihr Bild passt sehr herablassend und ausgrenzend behandeln. Und genauso auch alle, die nicht ihrer Religion angehören. Sie wären mir deutlich sympathischer, wenn sie für sich an ihre Religion glauben würden und sich daran erfreuen würden, statt sich durch das Nichtglauben anderer bedroht zu fühlen."
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 19:42

Floki hörte ihren Ausführungen schweigend zu und runzelte die Stirn.
"Er opfert seinen Sohn und quält ihn, weil andere Mist gebaut haben?", fragte er zweifelnd.
"Also wenn ich das so höre,weiß ich nicht, ob ich zu ihm beten würde oder gar hin wollte", gab er zu.
"Aber dass sich dann noch ein Glauben spaltet, ist wirklich paradox. Entweder man glaubt an seine Götter und Legenden oder tut es nicht", meinte er. Es war wirklich eine seltsame Religion. Nunja, letztlich kannte er seine Götter und glaubte an sie und drüber war er froh.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    28.05.15 19:52

"Ja, diejenigen, die daran glauben, sind der Meinung, er hätte das getan, weil er seine Anhänger so sehr liebt. Ich persönlich bin der Meinung, wenn er sie so sehr liebt, dann kann er ihnen ihre Fehler, die ja von ihm beabsichtig sein müssen, denn er hat sie ja laut diesem Glauben so erschaffen und ist allmächtig, auch ohne Opfer verzeihen", äußerte sie ihre Meinung.
"Die Spaltung ist aber nicht ganz so paradox, wie es scheint. Die einen legen die Geschichten ihres Glaubens auf die eine, die anderen auf die andere Weise aus. Wie gesagt, die Religion widerspricht sich häufig und dann muss man sich entscheiden und die Leute sind sich nun nicht einig, welche Entscheidung die richtige ist."
Nuray zuckte leicht die Schultern. Ihrer Meinung nach, machten die Widersprüche das eher unglaubwürdig.
"Möchtest du mir noch ein wenig von deiner Religion erzählen?", fragte sie dann lächelnd.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 10:19

Floki nickte leicht. Sie waren wirklich seltsam. Wie kann man etwas glauben, was so widersprüchlich ist?
Als sie fragte, ob er nicht von seinen Göttern erzählen wolle, nickte er.
"Wir haben sehr viele Götter und alle haben ihre eigenen Geschichten, aber wenn wir wirklich in zwei Jahren in mein Dorf gehen, habe ich zwei Jahre Zeit, in denen ich hin und wieder etwas erzählen kann über die Götter kann", stellte er fest, denn alles konnte man nicht eben so erzählen, dafür war es zu komplex.
"Am Anfang existierte das Nichts - Ginnungagap -, indem nur ein Gott existierte, der dee Allvater genannt wurde. Und in diesem nichts entstand Yggdrasil, eine Esche, die der Weltenbaum ist. Sie verbindet die vielen Welten die es gibt. Unter der südlichen Wurzel liegt Muspell. Eine Welt aus Feuer, zu heiß, als das jemand dort leben könnte und nur von dem Riesen Surtr bewcht, der ein brennendes Schwert besitzt. Die Funken des Feuers von Muspell dringen bis ins Ginnungagap.
Unter der nördlichen Wurzel liegt Niflheim, das ist die Welt des Nebels und der Dunkelheit. Und unter der größten Wurzel liegt der blubbernde Kessel Hvergelmir. Vo dessem Wasser werden die zwölf großen Flüsse gespeist, die in Ginnungagap zu Eis erstarren. Zudem lebt ein Drache - Nidhögg - bei dem Kessel und frisst von unten Yggdrasils Wurzeln. Sollte er den Baum so irgendwann zerstören, dann stirbt der Baum und mit ihm alle Welten.
Der Baum benötigt natürlich Wasser und das bekommt er aus der Quelle Urdr. Dort leben auch die drei Nornen Skuld, Werandi und Urd, die mit Fäden das Schicksal spannen. Nichtnur das Schicksal der Welt, sondern auch das der Götter", erklärte Floki ihr.
"Ginngunagap füllte sich nun durch das Feuer und das Eis mit Raureif. Auf diesen trafen die Funken von Muspell, während in Niflheim unvorstellbare Stürme und Regengüsse tobten. So entstand in der Mitte ein warmes Meer, das vom Frostriesen Ymir - dem ersten seindr Art - verkörpert wird.
Natürlich gibt es auch in der Krone Leben. Auf dem höchsten Zeig sitzt ein Adler, zwischen dessen Augen der Falke Vedfolnir hockt, der die Augabe hat, Himmel, Erde und Niflheim zu beobachten. Zudem streifen vier Rehe in der Baumkrone umher - Durathor, Dain, Dvalin und Duneyr. Die Tropfen, die von ihren Geweihen fallen, bilden die Flüsse der Erde.
Ein letzter Bewohner ist das Eichhörnchen Ratatosk, das üblen Klatsch zwischen Nidhögg und dem Adler austauscht und so auf Krieg hofft", erzählte er ihr weiter, wobei er währenddessen das ganze mit einem Stock in die Erde gemalt hatte.
"Das ist die Geschichte von Ginnungagap", erklärte er ihr.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 13:15

Nuray war immer noch ein wenig erschöpft, auch wenn es schon besser geworden war. Die Kopfschmerzen waren inzwischen vollends weg und das Sitzen hatte ihr die Möglichkeit gegeben, sich ein wenig auszuruhen. Die Kälte war allerdings dafür verantwortlich, dass ihre Glieder ziemlich steif geworden waren, aber wenigstens konnten sie einander wärmen, das milderte die Kälte wenigstens etwas. Die Erschöpfung dagegen hielt an, weshalb Nuray bei seiner Erzählung ihren Kopf an seine Schulter lehnte, ihm aber dennoch aufmerksam lauschte und neugierig zusah, wie er das Bild in die Erde zeichnete.
"Waren die Welten an den Wurzeln zuerst da und ist aus ihnen dann der Baum gewachsen oder war der Baum zuerst da und diese Welten sind gewissermaßen seine Früchte?", fragte sie bei seiner Erzählung neugierig und betrachtete das Bild.
"Und warum frisst der Drache die Wurzeln des Baums? Wenn der Baum stirbt und alle Welten mit ihm, dann stirbt doch auch der Drache, ist ihm das denn nicht klar? Und wie können Rehe in einer Baumkrone leben? Ist es nicht schwierig immer auf den Ästen zu balancieren? Und wo ist unsere Welt?", sprudelten dann auch schon weiter Fragen hervor. Nuray kannte diese Geschichten nicht und war jemand, der nichts dagegen hatte, Neues zu erfahren, zumal Floki ihr Interesse geweckt hatte.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 14:31

"Die Welten sind die Früchte Yggdrasils, das sie erst nach ihm entstanden sind. Und der Drache weiß vielleicht nicht, was er tut, und selbst wenn, wird er von einem unbändigen Hunger getrieben, ähnlich der Gier der Menschen, die immer mehr wollen, obwohl es ihnen und anderen schadet. Nidhoegg ist also ein sehr gieriger Drache. Aber dass er schon seit vielen Zeitaltern von Yggdrasils Wurzeln frisst, muss Yggdrasil sehr groß sein. Ein Blatt hat die Größer zahlreicher Länder zusammen und auch wenn die Rehe groß sind, so haben sie doch sehr viel Platz", erklärte er ihr.
"Und um zu verstehen, wo unsere Welt ist und wie sie entstand, erzähl ich besser die ganze Schöpfung, denn alles begann mit der Urkuh Audhumla, die es dem geschmolzenen Raureif entstanden ist. Ymir trank von ihrer Milch und als er schlief, leckte Audhumla das salzige Eis und es kamen Haare zum Vorschein. Sie leckte weiter und am zweiten Tag erschien der Kopf und am dritten Tag war das Wesen frei. Es war Buri, der Vater der Götter. Währenddessen schlief Ymir und es war so warm, dass er schwitzte und aus seinem Schweiß entstanden Mann und Frau und aus seinen Beinen der sechsköpfige Riese Thrudgelmir. Dieser hatte einen Sohn - Bergelmir -, sowie auch Buri einen Sohn hatte. Der hieß Börr und gemeinsam mit seinem Vater bekämpfte er die bösen Riesen und es war ein schier endloser kampf, bis Börr die Riesin Bestla heiratete, die ihm die drei Söhne Ve, Vili und Odin gebar. Gemeinsam mit seinen Söhnen erschlug Börr Ymir und ertränkten alle Riesen in dessen Blut. Nur Bergelmir und seine Frau konnten auf einem Langschiff nach Jotunheim flüchten, wo die Riesin fünf Söhne gebar, die, sowie die Frostriesen in Jotunheim, die Götter dafür hassen", erzählte Floki.
"Ve, Vili und Odin blieben bei Ymirs Leiche und streckten sie über ganz Ginnungagap und zerhakten seine Leiche. Aus dem Fleisch erschufen sie Midgard - unsere Welt. Aus den ganzen Knochen erschufen sie die Berge, aus den zerbrochenen Knochen, Kiefer und Zähne schufen sie Steine Felsen und Klippen. Aus dem Blut erschufen sie die Meere, aus dem Hirn die Wolken und aus der Schädeldecke das Himmelsgewölbe. Das war natürlich schwer und so erschufen sie vier Zwerge für diese Aufgabe. Einen für jede Himmelsrichtung: Nordri, Westi, Sudri und Austri. Mit dem Feuer Muspells erschufen sie dann das Licht. Die beiden hellsten Funken wurden zu Sol und Mani - Sonne und Mond. Beide bekamen eine Kutsche, um über den Himmel zu fahren. Sols Kutsche wurde von zwei Pferden gezogen - Alsvin und Arvakr -, die durch kühlende Kräfte und dem Schild Svalin vor der Hitze geschützt werden. Der Mond hat nur ein Pferd - Alsvider -, dafür jedoch noch zwei Wächter: die Kinder Hiuki und Bil. Sie sind für das Wachsen und Schrumpfen der Mondsichel zuständig. Sol und Mani werden die ganze Zeit von den Wölfen Sköll und Hati über den Himmel gejagt, weshalb es auch immer einen Wechsel gibt. Erwischen die Wölfe sie, wird der Himmel verdunkeln und das Licht verschwinden. Nur der Lärm der Menschen Midgards kann sie vertreiben. Erst bei Ragnarök - die letzte Schlacht um die Welt - werden W.ölfe siegen und die Götter dem Bösen verfallen", erklärte er ihr die Schöpfungsgeschichte ernst und bemerkte, dass der Himmel im Osten langsam heller wurde.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 15:22

Nuray nickte leicht und hörte seiner Schöpfungsgeschichte aufmerksam zu. Es interessierte sie wirklich und außerdem lenkte sie diese Geschichte von ihrer eigenen Erschöpfung ab. Nuray wollte jetzt nicht versehentlich einschlafen, nicht solange sie nicht absolut in Sicherheit waren.
"Woher hatten Buri und Thrudgelmir denn Söhne?", fragte Nuray erstaunt. Sie war mit dem Konzept von Kindern relativ gut vertraut, nachdem sie selbst sechs auf die Welt gebracht hatte. Normalerweise brauchte man neben einem Vater auch eine Mutter.
"Und woher kamen dann die anderen Riesen? Und warum waren die böse? Wollten die etwas Schlimmes tun?", hakte sie verwirrt nach.
"Und wo ist Jotunheim bei dem Baum? Oder ist das nicht beim Baum?"
Immerhin mussten die Riesen mit einem Schiff dorthin. Den Hass der Riesen konnte sie allerdings gut nachvollziehen, immerhin wurde der Rest ihrer Leute in Blut ertränkt, was sicher noch viel unangenehmer war, als in Wasser zu ertrinken, und um nicht selbst das gleiche Schicksal zu erleiden mussten sie fliehen. Das fanden wohl die wenigstens besonders toll.
Nuray wären sicher noch mehr Fragen eingefallen, aber sie folgte Flokis Blick und bemerkte ebenfalls die Dämmerung am östlichen Himmel.
"Wir haben es geschafft", stellte sie erleichtert fest. Wenn die Sonne aufging, konnten die Vampire sie nicht mehr verfolgen. Die Geister waren vermutlich noch unterwegs und durchkämmten den Wald auf der Suche nach Vampiren, aber vermutlich würden auch sie bald zurück kommen.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 15:53

"Entweder haben sie Frauen gehabt, die nicht benannt werden oder Sohn in dem Sinne, dass sie aus ihnen entstanden sind. Das war ein ganzes Stück vor meiner Zeit", meinte er kichernd.
"Die Riesen waren nach und nach enstanden. Zwischen diesen Geschehnissen lagen Jahrhunderte, vielleicht auch Jahrtausende. Und die Riesen sind gewalttätig und den Göttern feindlich gesinnt, schon lane bevor Bergelmir und seine Frau flohen. Es wird vielleicht der Neid auf die Kräfte der Götter gewesen sein oder einfach die Gier nach Land, Vieh und Gold. Jotun ist der Oberbegriff für Riesen, also gab es in Jotunheim bereits viele Riesen", erklärte er ihr.
"Und Yggrasil hat viele Welten", meinte er und wischte das Bild weg und malte Yggdrasil neu.
"Es gibt drei Ebenen. Hier die Unterwelt - dort ist Hel, das Totenreich, Niflheim, die Dunkelwelt, bei der auch Hvergelmir brodelt, und Schwarzalbenheim, die Heimat der Zwerge. Die zweite Ebene ist hier, die Erde. Hier ist Muspelssheim, die Welt der Feuerriesen, Jotunheim, die Welt der Riesen und Migard, die Welt der Menschen. Die dritte Ebene ist die Oberwelt. Dort ist Albenheim, die Welt der Lichtalben, hier nennt man sie Elfen. Dann Wanenheim, die Heimat der Wanen, die ein altes Göttergeschlecht sind und zum Schluss Asgard, die Welt der Asen, ebenfalls ein Göttergeschlecht. Hier ist auch Bifröst, die Regenbogenbrücke, die Asgard und Midard verbindet", erklärte er ihr.
Floki nickte und erhob sich.
"Ja, offenbar. Ich geh Holzsammeln. Du passt inzwischen auf die Sachen auf. Ohne Gepäck bin ich schneller. Inzwischen kannst du Yggdrasil genauer bestaunen", schlug er vor und ging los, als die ersten Sonnenstrahlen hervorkamen.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 17:01

Nuray musste ein wenig nachsichtig lächeln, als er meinte, das wäre vor seiner Zeit gewesen. Floki war zwar vermutlich ein paar Jahre älter als sie, aber sicher auch nicht so alt.
"Nun, dann gehe ich davon aus, dass zweiteres zutrifft. Keine Liebe ist größer als die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, da sind Vater und Mutter gleichwertig und sollten auch gleichberechtigt genannt werden. Wenn sie aber Mutter und Vater gleichermaßen waren, passt das wieder."
Seiner Erklärung zu den Riesen hörte sie ebenfalls aufmerksam zu. Nun, wenn die Riesen den Streit begonnen hatten, dann sollten sie auch die Konsequenzen tragen.
Sie sah neugierig wieder zu der Zeichnung, die Floki wegwischte und erneuerte und ihr dabei erklärte, welche Welt wo war.
"Es gibt zwei verschiedene Arten Götter?", fragte sie erstaunt und ließ ihren Blick hin und her wandern.
"Was ist der Unterschied?"
Als Floki aufstand, ließ sie ihn los und setzte sich selbst wieder aufrechter hin. Sofort wurde ihr wieder ein wenig kälter, denn ihr Kleid hatte in der feuchten Luft kaum trocken können. Sie nickte, als er meinte, dass er Holz sammelte. Wem auch immer der Wald gehörte, gegen ein paar Äste und Zweige hatte er sicher nichts einzuwenden.
"In Ordnung, bis dann", verabschiedete sie ihn dann und legte das Gepäck eng zu sich, sodass sie besser darauf achten konnte. Danach betrachtete sie wieder interessiert die Zeichnung, bhielt das Gepäck aber auch im Auge.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 17:57

Floki schmunzelte leicht.
"Das erklär ich dir später", meinte er noch und dann ging er los. Er suchte erstmal Feuerholz. Es war alles von dem Regen nass, baber ein paar kleinere Äste, die im Inneren noch trocken waren, fand er auch. Auch fing er ein paar Spatzen, die sie braten konnten. Es würde nur für ein eher kleineres Feuer reichen, also wäre ein Hase nicht möglich, aber diese Spatzen waren schnell durch und in seinem Rucksack hatte er auch noch etwas Brot. So kam er nach knapp zwanzig Minuten zurück und machte sich gleich daran, das Feuer zu entfachen und begann den ersten Spatz zu rupfen.
"Wir sollten nicht allzulange hier bleiben, da ich nicht weiß, wie der Landbesitzer hier draf sind. zum Mittag sollten wir uns zu dem anderen besitzlosem Grundstück gehen", meinte er.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 18:14

Nuray betrachtete die Zeichnung sehr genau und ließ sich das, was sie gehört hatte, noch mal durch den Kopf gehen, während sie wartete. Immer wieder rieb sie sich über die Haut, damit ihr ein wenig wärmer wurde. Auch wenn er eher provisorisch gewesen war, sie vermisste ihren Wohnwagen ein wenig. Der hatte immerhin vor Regen geschützt.
Andererseits war es ja auch nicht so schlimm, etwas nass zu sein. Das würde auch wieder trocknen.
Als Floki zurückkam und das Feuer entzündete, half sie ihm dabei, die Spatzen zu rupfen und auszunehmen. Bei seiner Bemerkung nickte sie.
"Ich hoffe, dass wir vorher nicht entdeckt werden. Wer weiß, vielleicht stehen die Landbesitzer hier mit den Vampiren im Bund und würden uns direkt wieder dorthin zurück bringen."
Eine Weile schwieg Nuray nachdenklich.
"Bedeutet "Blutsklavin" eigentlich genau das, was ich befürchte, was es heißt?", fragte sie irgendwann zögerlich.
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 18:49

Floki rupfte eben den letzten Spatz und spießte ihn zu dem anderen auf den Spieß. Es waren fünf Spatzen, die nun auf zwei Spieße verteilt waren und er hielt seinen nun ins Feuer und nahm mit der anderen Hand einen kleinen Beutel aus seinem Gepäck und holte da einen halben Brotlaib hervor.
"Ja, ich denke schon. Menschen, die gefangen gehalten werden und von denen die Vampre trinken", erklärte er ihr, steckte den Spieß in die Erde und teilte den Laib mittig.
"Hier, für dich", meinte er Floki und nahm den Spieß wieder in die Hand.
"Es gibt auch sogenannte Spender, die freiwillig ihr Blut hergeben, aber sie werden dafür bezahlt und genießen ein sorgenfreies Leben. Zudem bekommen sie ebenfalls einen Wächter, um sie vor Vampiren zu schützen oder vor anderen Gefahren", erklärte Floki ihr.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 19:57

Nuray hatte sich Floki gegenüber auf einen Stein gesetzt und hielt ihren Spieß ebenfalls ins Feuer. Bei seiner Antwort, nickte sie leicht und musste an die anderen Frauen denken. Sie waren alle von dieser einen Vampirin kontrolliert worden, die nun tot war. Und vermutlich war das nur eine winzige Demonstration der Macht dieser Vampire. Und sie hatte keinerlei Bedürfnis, wieder dorthin zu gelangen.
"Danke", meinte sie lächelnd, als Floki ihr die Hälfte vom Brot reichte und legte diese sorgsam auf ihren Schoß.
Bei seiner weiteren Erzählung hörte sie schweigend zu.
"Also gibt es wohl auch anständige Personen unter den Vampire. Das ist gut zu wissen", murmelte sie dann nachdenklich. Sie drehte den Spieß auf die andere Seite, damit das Fleisch ganz durch wurde.
"Weißt du, warum ich entführt wurde? Zuerst war ich ja in einem anderen Raum. Ich glaube, es war nur ein unglücklicher Zufall, dass ich dann zu den Blutsklavinnen kam."
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 22:07

Floki musste nun doch kichern.
"Glaubst du, es gibt nur bei den Menschen gute und schlechte Exemplare?", fragte er sie belustigt.
"Aber was sie genau von dir wollten, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass das Blut von Medien besonders schmackhaft sein soll. Also wenn du auf der Speisekarte landest, bin ich vermutlich auch da", stellte er fest, wirkte aber eher belustigt, als besorgt.
Seine Spatzen waren mittlerweile durch und er begann diese zu essen. Er bemerkte erst jetzt, wie hungrig er eigentlich war. Zudem wurde ihm in der Nähe des kleinen Feuer langsam wärmer.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 22:42

"Na, du musst zugeben, dass meine Begegnungen mit Vampiren bisher nicht unbedingt sympathiefördernd waren", antwortete Nuray trocken.
Als er meinte, dass das Blut von Medien besonders schlackhaft war, seufzte sie leise. Na, das erklärte natürlich alles.
"Ich hoffe nur, dass die Leute, die dich geschickt haben, nicht ähnliches beabsichtigen. Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll", gab sie seufzend zu.
Sie drehte die Spatzen ebenfalls noch mal kurz hin und her, bevor auch sie begann zu essen. Sie hatte dort ja ein wenig bekommen, aber hunrig war sie nun dennoch.
Das Feuer wärmte etwas und trocknete auf ihr Kleid etwas an, sodass es ihr weniger am Körper klebte, sondern wieder etwas fließender im Wind um sie herum flatterte.
Nach dem Essen packten sie die Sachen zusammen und Nuray nahm Floki etwas Gepäck ab. Er brauchte sich nun wirklich nciht zu Tode schleppen.
"In welche Richtung?", fragte sie schließlich, als sie so weit waren.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 23:18

Floki lege den Kopf leicht schief.
"Ich habe keine Ahnung, wassie beabsichtigen, aber wenn sie dich wegen deines Blutes wölltn, hätten sie mich wohl kaum ausgebildet, um dich zu schützen", entgegnete er.
Er aß sein Brot und die Spatzen auf und trank noch einen Schluck, bevor erdas Feuer mit Erde löschte.
"In diese Richtung", meinte er und lief los, wobei er diesmal jedoch langsamer ließ. Für jeden seiner Schritte musste Nuray zwei machen und er wollte sie nicht die ganze Zeit rennen lassen.
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Nuray Eminya Éjszaka
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    29.05.15 23:36

"Na ja, es passt aber zu der Geschichte mit den Spendern und den Wächtern. Andererseits, du bist selbst ein Medium, da hätten sie sich auch gleich um dich bemühen können. Und das trifft auf alles zu, was diesen ganzen Medienkram angeht. Also nehme ich an, dass sie uns beide brauchen", schloss sie nachdenklich.
Beim Laufen sprachen sie nicht viel. Nuray konzentrierte sich darauf, zu gehen. Ihre Schuhe waren wirklich nicht die praktischsten, aber definitiv besser als ohne.
Sie machten nur wenige Pausen und am Nachmittag schienen sie endlich anzukommen, da Nuray bemerkte, wie Floki langsamer ging, sich mehr umsah und schließlich bei einem Baum stehen blieb.
"Ist das ein Baum, der möglicherweise benutzt werden könnte?", fragte sie neugierig. Ihr fiel kein Unterschied zu anderen Bäumen auf, aber dafür war er der Spezialist, nicht sie.
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Floki Cathcart
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BeitragThema: Re: [24.-XX.7.1823] Ein neuer Wächter | Erde    30.05.15 9:30

Floki nickte leicht.
"Medien können nicht nur Geister sehen, sondern sind auch anfälliger dafür, von ihnen besessen oder einem bösen Geist attackiert zu werden. Mir wurde mal erzählt, dass in den Adern von Sehern göttliches Blut fließe. Ob es nun wirklich mit Göttermacht vermischt ist, weiß ich nicht, aber irgendetwas muss an unserem Blut anders sein und so können Geister uns auch schneller verletzen. Ich weiß nicht, ob du einem bösen Geist begegnet bist, also nicht nur einem wütenden sondern einen, der mit Boshaftigkeit erfüllt ist, aber ich schon. Ein Mann war gegen seinen Willen geopfert worden. Er war unter Drogen gesetzt und sein Geist dann hasserfüllt. Keiner außer mir wusste von der List und ich erzählte es keinem, aber weder ist es ein schöner Anblick, noch eine Ehre. Sie lassen sich nicht besänftigen und so vernichtete ich ihn nach Wochen einfach. Sie können einen ziemlich quälen und vor ihnen kann nur ein Medium dich beschützen", erklärte er ihr.
Endlich kamen sie bei dem Waldstück an und schnell fand er einen geeigneten Baum.
"Ein gesunder Kern und willig, die Welt zu sehen", erklärte er und schlug ein X ind die Rinde.
"Wir werden zu zweit einen größeren Wagen brauchen. Mindestens drei Meter lang, zwei fünfzig hoch und vier breit...", überlegte er und sah kurz zur Baumkrone.
"Wir brauchen einen zweiten", stellte er fest und lief umher.
"Diesen", meinte er.
"Drei Tage werde ich mindestens brauchen", stellte er fest und zog eine größere Axt aus seinem Gepäck und schärfte sie. Er nahm seine Kampfaxt nie für das Holz. Eine Kampfaxt war ein Werkzeug des Tötens und außerdem war sie zu klein.
"Du bleibst besser hinter mir", meinte er und suchte den richtigen Fallwinkel, denn der Baum sollte nicht auf anderen landen und begann dann mit kräftigen Schlägen eine Kerbe in den Stamm zu schlagen.
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