Ein freies Vampir-RPG in der Mitte des 19. Jahrhunderts
 
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 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste

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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   02.07.15 22:50

Paris 1794 - 1820

Chauvelin war noch keine Woche ein Vampir. Alles war noch immer fremd und er vertraute einfach auf seine Instinkte, denn der einzige Tipp, den er von seinem Schöpfer bekommen hatte, war: halt dich von der Sonne fern. Darauf wäre er auch noch allein gekommen. Wichtiger wäre, zu zeigen, wie er nicht alles zerlegte, wie er sich verbarg - irgendwas. Warum hatte er überhaupt von ihm getrunken, wenn er sich sowieso hatte hinrichten wollen? Darauf würde er nie eine Antwort bekommen. Fakt ist: Er ist ein Vampir, hat eben eine streunende Katze ausgesaugt, nachdem sie ihm das halbe Bein zerkratzt hatte und hatte keine Ahnung vom Vampirdasein und keinen Schöpfer.
So streifte er wieder am Rand von Paris, in der Hoffnung, noch andere Vampire zu finden, als er einen seltsamen Geruch wahrnahm. Er war neu und ganz anders, aber er wusste auch gleich instinktiv, dass es andere Vampire waren. Vielleicht konnte er von ihnen lernen?
Der junge Vampir steuerte den Geruch - oder eher Gerüche an, als er wohl bemerkt wurde, denn plötzlich erschienen nach und nach andere um ihn herum.
"Wo ist dein Schöpfer?", fragte der Anführer begrüßungslos.
"Er ist tot. Er hat sich in der Nacht meiner Verwandlung hinrichten lassen", gab Chauvelin verbittert zu und stumme Blicke wurden einander zugeworfen. Vielleicht berieten sie sich gedanklich? Er traute alles zu.
"Gut, wir geben dir eine Chance, dich zu beweisen", meinten sie und plötzlich waren sie in einem leeren Raum. Es könnte eine Gruft sein. Ein Vampir kam plötzlich aus einer Art Nebelwolke und hatte einen Menschen bei sich. Vermutlich eine Bettlerin.
"Trink von ihr. Überall. Sie darf nicht schreien.. Etwas, was jeder Vampir beherrschen muss", meinte eine Stimme in seinem Kopf, die dem Anführer gehörte. Chauvelin zögerte erst, tat aber, was verlangt wurde. Er stellte sich erst gar nicht so übel an: Die Frau schrie nicht, doch nach wenigen Schlucken wurde ihm zunehmend übel und Magenkrämpfe setzten ein, die ihn zusammenkrümmen ließen. Was war hier los? War das Blut vergiftet? War es eine Falle. Da musste er auch schon erbrechen. Eine Menge Blut und nun schien die Frau zu begreifen und schrie. Chauvelin wusste, dass er versagt hatte, doch bevor er etwas sagen konnte, erbrach er erneut und dann fand er sich in einer kleinen, fensterlosen Zelle wieder. er konnte in jede Richtung zwei Schritte gehen, mehr nicht und die Minuten zogen sich in der undurchdringbaren Dunkelheit zu Chauvelin.

Paris 1820

Chauvelin wusste nicht, wie lange er in der Zelle war. Er konnte sich nicht einmal erinnern, je etwas anderes gekannt zu haben. Manchmal - er wusste nicht, ob jede Stunde, jede Nacht oder jede Woche - kam jemand herein und setzte ihn einen Mensch vor. Vermutlich nahmen sie an, dass er sich irgendwann an den Geschmack gewöhnte. Er hoffte es ja selbst, aber nichts dergleichen geschah. Jedes mal Schmerzen und er übergab sich. Ab und an verirrte sich eine Maus oder Ratte in die Zelle und er trank von ihr, aber das war selten, jedoch oft genug, dass er überlebte. Er fragte sich ohnehin, weshalb sie ihn am Leben ließen. Manchmal hatte er gefragt, aber nie eine Antwort erhalten. Er hörte nur ab und an einen Befehl in seinem Kopf, ansonsten war er sein einziger Gesprächspartner. Manchmal hatte er das Gefühl, dass da noch jemand war, aber vermutlich wurde er einfach verrückt.
Alles lief hier gleich ab. Jemand brachte einen Mensch, er trank, hatte Schmerzen, erbrach und war wieder alleine. e Immer wenn ihn etwas lähmte, wusste er, es war wieder so weit und immer wieder hatte er Angst, was geschah. Mal war er starr, mal schien sein Herz fast aufzuhören zu schlagen und mal bekam er Halluzinationen und vieles mehr.
Irgendwann war er jedoch in einer Art Apathie gefallen, die alles unwichtig erscheinen ließ und nur ab und an Durchbrochen wurde.
Heute Nacht war es jedoch anders. Jemand packte ihn und plötzlich war er woanders. Es war das erste Mal in 26 Jahren, dass er etwas sah. Nur kurz, den es schmerzte regelrecht und er musste die Augen schließen, aber er glaubte, ein Bad erkannt zu haben, was bestätigt wurde, als man ihn seiner Kleidung beraubte - seit 23 Jahren trug er sie und langsam hatte sie sich aufgelöst und vermodert gerochen - und in schon fast heißes Wasser eintauchte. Er war die ganze Zeit eine klamme Feuchte gewohnt und nun das, Was war hier los? Wurde er nun getötet? Wenn dann wohl für irgendein Ritual, wenn sich so viel Mühe gemacht wurde. Jemand schrubbte ihn unsanft sauber und wusch eilig seine Haare. Es war so ungewohnt, dass er froh war, als es vorbei war. Ganz langsam öffnete er immer wieder kurz die Augen. Er wurde in frische Kleidung gesteckt. Es wurde kein Wort gesagt und er traute sich nicht zu fragen. Als ihm jedoch ein Kelch Tierblut in die Hand gedrückt wurde, war er sich sicher: Das war seine Henkersmahlzeit. Er trank aus und sie verschwanden.

Rom 1820

Sie erschienen mitten auf einen großen, vampirüberlaufenen Platz. Es war so laut, dass was ihn erschreckte und er sich gequält de Ohren zuhielt - bis er zur Ordnung gerufen wurde.
Heute wird die neue Älteste ernannt und du wirst unserTribut sein, erklärte die Stimmte, die ihm immer Befehle gab. Chauvelin beobachtete das Ritual, aber er verstand es nicht, doch traute er nicht, zu fragen. Irgendwann gingen sie zu der Frau - naja, sie schien ein Mädchen zu sein, aber er spürte, dass sie mächtig war. Es wurde etwas in einer Sprache gesagt, die er nicht kannte und dann wurde er dem Mädchen hingeschoben und präsentiert, während er nur rat- und hilflos dreinblickt.
Begrüß sie und stell dich vor!, kam der Befehl und sofort sprach er.
"Bonsoir. Ich bin-" Er hielt einen Moment inne und musste tatsächlich kurz überlegen, wie er hieß.
"Chauvelin", endete er und wirkte unsicher.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 0:49

Ah, ok, also doch noch bevor der eigentlichen "Vorsüprechnacht"^^
_______________________
Nach dem offiziellen Teil feierte Lamia mit allen Anwesenden und das waren eine ganze Menge. Es wäre gelogen, hätte sie gesagt, sie würde sich nicht über ihre Ernennung freuen. Ihr Vorgänger war außerdem ziemlich untauglich gewesen, auch wenn er das Herz auf dem rechten Fleck hatte. Schlussenldich hatte ihn allerdings der Wahnsinn gepackt und er hatte sich zur Ruhe gelegt.
Und die nächste war sie gewesen. Das Ritual der Vereidigung war zwar kräftezehrend gewesen, aber durch nichts in der Welt hätte sie sich davon abbringen lassen, bei der Feier anschließend dabei zu sein.
Inzwischen neigte sie sich allerdings dem Ende zu und sie hatte auf den Rat ihrer beiden treusten Begleiter gehört und sich ebenfalls auf den Heimweg begeben, als sie am Rand der Festlichkeit aufgehalten wurde.
Lamia wusste, dass sie in den nächsten Nächten vor allem Glückwünsche, weitere kleine Feiern und Zuwendungen erwarteten, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so bald schon beginnen sollte. Als sie am Rand der Feier angekommen war, trat das Oberhaupt eines der französischen Vampirstämme zu ihr und gratulierte. Dann erklärte er, dass sein Stamm aus Respekt und innigster Zuneigung - bla bla bla - ihr einen jungen Vampir überreichen wollte, den sie als jemanden aus ihrem Clan erkannt hatten. An der Stelle wurde Lamia aufmerksam. Sie war immer sehr daran interessiert, über ihre Clanmitglieder und die Nachfahren ihrer Familie bescheid zu wissen. Und sie schärfte auch jedem ein, nur zu verwandeln, wenn sie das wollten und wenn einmal etwas schief ging, sollten sie zu ihr kommen und mit ihr reden. Sie würde natürlich bei der Ausbildung helfen. Aber normalerweise hielt sich jeder zurück, bis sie einen Menschen zuteilte, damit der andere Vampir Verantwortung übernahm, so wie Selenia es bei ihr getan hatte. Ausnahmen gab es nur bei Leuten, die sich schon vorher sehr gut gekannt hatten.
Ihr Blick wanderte aufmerksam zu dem Vampir und ein leichtes Stirnrunzeln trat auf ihre Stirn. Er kam ihr tatsächlich bekannt vor, aber auf eine wirklich verwirrende Art und Weise. Es war, als erkenne sie Linus, aber mit ein paar Zügen, die unverkennbar aus ihrer Familie stammten. Ob der gute Caesar während er in Gallien war wohl ... Nun ja, sie hatte ja auch nicht alles überwachen können, nicht wahr?
Der Vampir erklärte, dass sie ihn nicht hatten ausbilden können, da er beharrlich Menschenblut verweigerte. Dennoch hatten sie ihn ihr übergeben wollen. Lamia sah wieder zu dem Stammesoberhaupt und nickte mit einem höflichen Lächeln. Das Stirnrunzeln hatte sie verjagt.
"Ich danke euch dafür, dass Ihr ihn zu mir gebracht habt, das werde ich bedenken", meinte sie höflich und sah zu dem Vampir.
"Wie ist dein Name?", wollte sie wissen, woraufhin der Vampir erst nichts sagte und dann verunsichert auf Französisch antwortete. Offenbar wurde ihm nichtmal Latein beigebracht.
"Salve, Chauvelin. Ich bin Lamia Lacrima", stellte sie sich freundlich vor und ging auf ihn zu. Die Leute vom Vampirstamm traten zurück und entfernten sich auf ihr leichtes Nicken hin.
Ihr blick glitt zu ihren beiden engen Vertrauten.
"Das sind Cal und Caleb", stellte sie dann lächelnd vor. Sie sprach Französisch, damit er sie verstand.
"Komm mit uns mit, Chauvelin. Du siehst erschöpft aus. In der Villa kannst du dich dann ausruhen und wir können uns etwas unterhalten, wenn du möchtest", bot sie ihm an und legte ihm sacht eine Hand auf den Rücken, um ihn in die richtige Richtung zu lenken, während sie nach Hause gingen.



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 6:30

Chauvelin wusste nicht so ganz, was er von ihr halten sollte, aber wenigstens sprach sie französisch, so dass er sie wenigstens verstehen konnte. Lamia Lacrima... kein sehr typischer Name, aber irgendwie kam ihm der Name bekannte vor, auch wenn er nicht wusste, woher. Er war sich sicher, dass er ihn noch nie gehört hatte...
Der junge - nunja, in den Augen eines so alten Vampires zumindest sehr jung - Vampir sah zu dieser Cal und Caleb und nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte. Er zuckte leicht zusammen und sah unsicher dann zu den anderen zurück. Er sollte eigenstlich froh sein, dass er weg war, aber bei ihnen wusste er, was ihn erwartete, bei ihr nicht. Das letzte "Gespräch" endete damit, dass er shr lange in absoluter Dunkelheit gesessen hatte. Zugegeben überforderten all die Eindrücke ziemlich. Er war immerhin immer in einer Kammer, wo er nur hören konnte, ob jemand da war und das einzige Geräusch waren sie Befehle und manchmal die Schreie seiner Beute...
Ihm war mittlerweile bewusst, dass er kein richtiger Vampir war. Eher sowas wie ein Krüppel bei den Menschen, immerhin war er unfähig, Menschenblut zu trinken und er hasste sich dafür selbst. Was wohl passieren würde, wenn sie es rausfand? Das bereitete ihm ziemlich Sorgen, aber er konnte es nicht ändern und so lief er neben ihr her, bis sie in einer großen Villa ankamen.
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Lamia Lacrima
Clanoberhaupt
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 12:23

Lamia unterhielt sich auf dem Weg mit ihren Gästen, die ebenfalls zurück zur Villa wollten, und Cal und Caleb, mit denen sie über das soeben Geschehene sprach. Natürlich bemerkte sie auch, wie verunsichert der junge Vampir war, er schien sehr unruhig und nervös zu sein. In der Villa würde sie sich mit ihm unterhalten und der Sache auf den Grund gehen.
Als sie dort angekommen waren, bedankte sie sich noch mal bei ihren Gästen für ihr Kommen, das sie sehr gefreut und geehrt hatte. Anschließend entschuldigte sie sich noch dafür, dass sie sich nun um den Neuzugang kümmern müsse. Sie wollte wissen, wie es kam, dass ihr ein unausgebildeter Iúlier präsentiert wurde, von dem sie nichts wusste und außerdem wollte sie ihn ein wenig beruhigen, da seine Unruhe nur zu offensichtlich war. Sie bat also Cal, schon mal ein Tablett zusammen zu stellen. Sie wollte wissen, woran es lag, dass er Menschenblut verweigerte und ob andere Blutsorten in Ordnung waren.
Anschließend führte sie ihn in eines der unbenutzten Zimmer im Bereich des Clans. Die Zimmer, die für Gäste vorgesehen waren, lagen wo anders und Chauvelin gehörte unverkennbar zu den Iúliern.
"Setz dich", forderte sie ihn aus, als sie in ein freies Zimmer traten. Sie deutete auf eine Ecke des Zimmers, in der zwei Liegen und ein paar Stühle oder Hocker um einen niedrigen Tisch angeordnet waren. Lamia schloss die Tür und setzte sich dann auf eine der Liegen. Sie lies das Tablett, dass Cal in der Küche vorbereitet hatte, auf dem Tisch erscheinen, nahm dann den leeren Becher, der dort stand und das daneben liegende Küchenmesser und schnlitt sich dann in den Arm, um den Becher mit ihrem Blut zu füllen - natürlich erst, nachdem sie die brennende Macht von dort zurückgezogen hatte. Sollte er ihr normales Blut trinken, würde es ihn zwar stärken, aber es würde auch brennen wie zu scharfes Essen. So war es nur einfaches, wenn auch dunkelrotes Vampirblut. Kein schwarzes Blut.
"Mir wurde vorhin gesagt, dass du Menschenblut verweigerst. Darf ich wissen, weshalb?", fragte sie dann freundlich wieder auf Französisch und bot ihm mit einer Geste an, sich vom Tablett zu bedienen. Es stand zwar auch Menschenblut drauf, aber auch Therianthropenblut, ihr Vampirblut und ein Becher mit Tierblut. Hin und wieder hatte sie Gäste, die an soetwas wie eine Rinderblutdiät glaubten. Nun gut, sie maßte sich darüber kein offenes Urteil an.
"Außerdem stimmt es, du bist ganz eindeutig ein Iúlier. Normalerweise kenne ich die Mitglieder meines Clans, dich aber eben nicht, was mich zugegeben etwas beunruhigt. Wer hat dich verwandelt?", fragte sie dann ruhig, bevor ihr noch etwas einfiel.
"Ach ja, du wurdest auch nicht ausgebildet, wurde mir vorhin gesagt. Das werde vermutlich ich übernehmen. Du kannst mich also fragen, was du möchtest."



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 15:11

Chauvelin folgte Lamia durch die Villa, wobei sich einige nach und nach verabschiedeten und am Ende waren nur noch sie zwei übrig. Sie gingen in eine ganz andere Ecke der Villa, bis Lamia eine Tür öffnete und Chauvelin erwartete schon, dahinter wieder eine fensterlose Zelle zu sehen, aber das war nicht so. Es war einfach nur ein Zimmer und als sie meinte, er solle sich setzen, setzte er sich auf den nähsten Stuhl. Es war angenehm, dass hier nahezu keiner war, außer Lamia. Der Lärm war erstmal weg. Abwartend sah er sie an und es erschien plötzlich ein Tablett mit Blut. Es waren viele verschièdene Sorten und so viel verschiedene Gerüche. Er hatte bisher eigentlich nur Ratten- oder Mäuseblut getrunken, aber das gab es nicht und nach kurzem Zögern nahm er das, dessen Geruch nicht so intensiv war und nippte vorsichtig am Glas.
"Das ist nicht wahr. Ich habe von jedem Menschen getrunken, den sie mir gaben, nur bekommt mir Menschenblut nicht. Ich erbreche es wieder, ganz gleich, was ich versuche", gestand er, verfluchte sichzugleich aber innerlich. Ein Vampir, der nicht trinken wollte, war vielleicht kläglich, aber einer, der nicht trinken konnte, war völlig unnütz. Viellricht beschloss sie, ihn jetzt besser gleich zu töten, da er weitere Mühen nicht wert war? Er war So ein Idiot!
"Mael Dupont glaube ich", erwiderte Chauvelin nach einer Paus. So könnte der Name gewesen sein, aber er hatte ihn nur einmal den Namen gehört und das war lange her.
Als Lamia ihm anbot, Fragen zu stellen, zögerte aber.
"Welches Jahr haben wir und wo bin ich?", fragte er schließlich. Immerhin wusste er nur, dass er am 25.4.1794 bei den Vampiren gelandet war, aber weder wusste er, wie lange noch wo er jetzt war.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 17:01

Lamia beobachtete den anderen Vampir aufmerksam und sah, wie er zu dem Rinderblut griff. Bei seiner Verteidigung hörte sie aufmerksam zu und nickte leicht. Das klang schon ganz anders als die Schilderung zuvor. Dennoch entging ihr nicht, wie sich seine Ausstrahlung gleich darauf von verunsichert zu leicht verärgert wandelte, wenn sie auch nicht sicher sagen konnte, woher das kam.
"Einen Mael Dupont kenne ich nicht", gestand Lamia nachdenklich. Sie beugte sich etwas vor.
"Bitte erschrick nicht, dir wird nichts passieren. Ich werde nur kurz in deinen Geist eindringen und mir deine Erinnerung von deiner Verwandlung ansehen, in Ordnung? Es wird sich etwas ungewohnt anfühlen, aber nicht weh tun", versprach sie ihm, bevor sie sich konzentrierte und sehr leicht in seinen Geist schlüpfen konnte.
Die Leute vom Vampirstamm hatten einiges angerichtet. Sein Geist war ein sehr verwahrloster Platz und beinahe wäre Wut in Lamia hochgekocht, sie konnte es aber rechtzeitig verhindern. Allzu heftige Empfindungen ihrerseits, während sie in seinem Geist war, würden sich auch auf ihn auswirken und sie musste hier so vorsichtig, wie nur möglich sein. Also ging sie auch sehr behutsam bei der Suche vor, bis sie die richtige Erinnerung fand.
Die ersten Stunden nach der Verwandlung waren sehr eindrücklich. Dass er da in einer unangenehmen Umgebung gewesen war, hatte natürlich auch Eindrücke hinterlassen. Lamia konzentrierte sich allerdings nicht auf das, was er bewusst wahrgenommen hatte, sondern auf all die Dinge, die sein Unterbewusstsein abgespeichert hatte. Diese Zeit nach der Verwandlung ähnelte der Prägung von Tierbabies. Das Unterbewusstsein speicherte alle Informationen über den Schöpfer, die relevante Bezugsperson, ab, wodurch der Vampir in der Lage war, seinen Schöpfer immer wieder zu erkennen. In Einzelfällen war die Bindung sogar so stark, dass Zögling und schöpfer voneinander wusste, wo der jeweils andere war. Also, schlussendlich, die Bindung konnte so stark werden, wenn beide die Beziehung pflegten.
Allerdings erkannte Lamia auch, dass dieser Mael Dupont kein Iúlier gewesen war, was nur einen Schluss zuließ.
Sie zog sich wieder zurück, betrachtete Chauvelin und lächelte warm, als ihr hier uns da kleine Ähnlichkeiten mit Mitgliedern ihrer Familie auffielen.
"Heute ist der 24.08.1820 und du bist in Roma Eterna, dem unterirdischen Vampirrom. Ganz genau bist du in meiner Villa, die von vielen auch Villa Iúliarum genannt wird."
Lamia nahm die Becher mit Menschenblut zur Seite, er würde davon sicher nicht trinken, und nippte an einem.
"Das liegt daran, dass sie das Zentrum meines - und auch deines - Clans ist. Ich wurde zu Zeiten der römischen Republik geboren und gehörte zum Gens der Iúlier, also trug ich den Namen Iúlia. Später haben ich einen anderen Namen angenommen und trage ihn bis heute. Ich habe das Fortbestehen meiner Familie im Auge behalten, konnte allerdings nicht alle Zweige verfolgen. Manche sind mir auch gänzlich entgangen, beispielsweise deiner. Dein Schöpfer war kein Iúlier, du bist aber einer. Das heißt, dass er dich nicht genug ausgesaugt hat, als du das Blut bekommen hast. Deswegen hast du dein Blut beibehalten. Du warst bereits vor deiner Verwandlung ein Nachfahre meiner Familie und durch deine Verwandlung wurdest du zu einem Mieglied dieses Clans. Es freut mich sehr, dich kennen zu lernen und dich hier zu haben. Ich mag es nicht, wenn unausgebildete Iúlier die Straßen unsicher machen."
Sie trank noch einen Schluck aus ihrem Becher und stellte ihn dann wieder hin.
"Weißt du, Chauvelin, es hat seinen Grund, weshalb es nicht gerne gesehen wird, wenn ein Vampir kein Menschenblut trinkt. Die meisten denken, man müsse dann Tierblut trinken und Tierblut ist viel zu schwach. Irgendwann dreht der Vampir durch und richtet ein Massaker an. Das fällt dann auf alle Vampire zurück, weil durch soetwas die Jäger mehr Zulauf bekommen. Es gibt aber andere Alternativen."
Sie schob ihm den Becher mit dem Therianthropenblut und den mit ihrem eigenen hin.
"Versuch es bitte. Du musst nicht viel trinken, nur langsam ein paar kleine Schlückchen, um zu testen, ob du das verträgst."



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 19:47

Chauvelin hörte ihr zu und war misstrauisch, aber letztlich konnte er nichts daran ändern, wenn sie in seinen Geist eindringen wollte - wie auch immer das gehen sollte. Chauvelin hatte davon keine Ahnung - eigentlich wusste er von gar nichts etwas. Er wartete also nur schweigend ab.
Es war wirklich ein seltsames Gefühl. Er konnte es nicht näher definieren. Er spürte, dass etwas anders war und er war doch froh, als das Gefühl wieder verschwand.
Ihre Antwort überrumpelte ihn doch ziemlich.
"26 Jahre", stellte er nur schon fast fassungslos fest. Fünf Jahre oder so hätte er geglaubt, aber war er wirklich 26 Jahre in dieser Zelle gewesen. So richtig glauben konnte er es nicht, aber weshalb sollte sie lügen? Rom, das glaubte er schon eher und dass es unterirdisch war, war auch nicht zu übersehen.
Er hörte ihr weiter zu, aber er verstand eigentlich nur, dass sie weitläufig verwandt sein mussten - sehr weitläufig. Er misstraute dem Frieden jedoch. Vielleicht tötete sie ihn oder steckte ihn auch in einer Zelle, wenn er eine zu große Enttäuschung war. Sie schien sehr wichtig zu sein und gerade sehr wichtige Familien wollten sich gut präsentieren. Dabei konnten sie ein schwaches Mitglied nicht gebrauchen und das starb entweder bei einem Unfall oder verschwand spurlos. Jetzt war sie nett, aber wie sah das in einer Woche aus?
Er hörte ihren Ausführungen schweigend zu. Er konnte es nicht sagen. Er hatte oft zu wenig Blut bekommen, aber ob er nun deswegen hin und wieder durchgedreht war, oder einfach, weil er in so eine kleine Dunkelzelle gesperrt gewesen war, konnte er nicht sagen.
Das Blut, dass Lamia ihm hinschob, musterte er misstrauisch. Bisher hatte er keine guten Erfahrungen mit Experimenten gemacht, aber er hatte auch keine wirkliche Wahl. Wenn er sich weigerte, tötete sie ihn womöglich hier und jetzt, also trank er zögernd von dem Blut. Es war intensiver als das Menschenblut, aber nicht so ein abartiger Geschmacksmix, wie Menschenblut und auch die Bauchkrämpfe blieben aus - noch. Man sollte den Tag nie vor dem Abend loben, aber auch nach einigen Minuten geschah nichts, also trank ernoch etwas zögernd beide Kelche aus, denn das wurde sicher erwartet.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 21:21

Lamia bemerkte, wie fassungslos er war, als sie ihm das Datum nannte. Offenbar hatte er wohl 26 Jahre lang nicht gewusst, wie viel Zeit verging.
Sie behielt den Jüngeren im Auge und beobachtete, wie er sich eher skeptisch über die beiden Becher hermachte une langsam beide Becher leerte. Nun, wenn er bisher nur Tierblut zu trinken bekommen hatte, 26 Jahre lang, dann war das nachvollziehbar. Er musste ja völlig ausgehungert sein.
"Welches Blut hat dir mehr zugesagt? Das in dem hier war Vampirblut und das andere Therianthropenblut", erklärte sie.
"Wenn du noch mehr Durst hast, kann ich gerne noch mehr holen. Gut, Vampirblut ist ein wenig begrenzt", gab sie mit einem leisen Lachen zu. Sie konnte sich schlecht ausbluten lassen.
Danach legte sie sich bequem auf den Bauch auf die Liege, sodass ihr Oberkörper auf dem ansteigenden Kopfende lag und sie sich bequem auf den Ellbogen abstützen konnte.
"Du kannst mich ruhig alles fragen, was du möchtest, Chauvelin. Du kannst mir aber auch ein wenig von dir erzählen. Was haben die Leute vom Montmatre-Stamm getan? Du wirkst wie ein scheues Reh und ich wäre doch leicht erstaunt, wenn du schon immer ein "Reh" gewesen wärst. Die überlegen diese Art der Verwandlung nämlich selten."
Sie legte ihren Kopf auf ihren Handrücken und betrachtete ihn aufmerksam.



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   03.07.15 22:14

Chauvelin sah sie abschätzend an und dachte eine Weile nach. Er hatte schon lange nicht mehr so viel getrunken, ohne sich zu übergeben und auf Geschmack achtete er schon lange nicht mehr.
"Ich glaube das Vampirblut", gab er nach einer Weile unsicher zu. Er wusste nicht, wie sie reagierte und auch nicht, ob es nicht vielleicht verpönt war, Vampirblut zu trinken. Vielleicht war das ein Test gewesen und das war die falsche Antwort gewesen? Hatte er vielleicht schon wieder versagt?
Bei ihrem Angebot schwieg er kurz. Er hatte Fragen, aber es waren viel zu viele. Was war in den 26 Jahren passiert? Gab es wirklich Menschen, die Vampire jagten? Was hatten sie jetzt mit ihm vor? Stimmten die Legenden? Was war draußen gefeiert wurden? So viele Fragen und sicher waren eeinige davon ziemlich dumm.
Als Lamia meinte, er glich einem Reh, schüttelte er leicht den Kopf.
"Ich war anders", gestand er und irgendwie tat die Erkenntnis weh.
"Ich kam am 25.2.1794 zu ihnen - ach Tage nach meiner Verwandlung. Mein Schöpfer hatte mir vor seinem Tod ur gesagt, ich solle vor der Sonne aufpassen und hoffte, ich könne von ihnen lernen, aber ich versagte bei dem Aufnahmeritual. Daraufhin brachten sie mich in eine Zelle. Es gab weder Tür noch Fenster. Nur Steinwände. Sie brachten mir immer wieder Menschen von denen ich trinken musste. Vermutlich glaubten sie, ich würde mich daran irgendwann gewöhnen. Ab und an verirrte sich eine Maus oder so in die Zelle, von der trank ich heimlich. Hin und wieder spritzten sie wir etwas und erwähmtem irgendwas mit Jägern. Mal lähmte es mich, mal bereitete es mir Schmerzen und wieder ein anderes Mal hatte ich Halluzinationen. Dasging lange so, bis sie mich heute aus der Zelle holten, mir frische Kleidung angezogen wurd und denn war ich auf dem großen Platz", gab er zu. Er wusste nicht einmal, warum er es ihr erzählte, aber nach so langer Zeit der Selbstgespräch konnte er einfach nicht anders, auch wenn er hin und wieder sehr um seine Fassung kämpfen musste.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 0:45

Lamia nickte leicht, als er meinte, das Vampirblut würde ihm mehr zusagen.
"Ich fasse das mal als Kompliment auf", bemerkte sie schmunzelnd, als sie zu dem Becher und dem Küchenmesser griff und den Becher wieder mit ihrem Blut füllte - natürlich achtete sie wieder darauf, dass es nur dunkelrot war.
"Hier", meinte sie dann und reichte ihm den Becher.
Als er begann zu erzählen, hörte sie ihm aufmerksam und interessiert zu. Und je mehr er erzählte, desto größer wurde die Welle des Mitgefühls, die sich in ihr bildete. Sie richtete sich langsam auf und spürte wieder, wie wütend sie auf den Vampirstamm wurde. Andererseits, das musste sie auch sehen, hatte dieser Stamm ihm immer wieder die Möglichkeit des Aufnahmeritus gegeben. Wäre er an den Innocents-Stamm geraten, wäre es ihm deutlich schlechter ergangen, vorausgesetzt er hätte überlebt.
Sie sah auch, dass er immer wieder kurz davor war, die Fassung zu verlieren. Er musste ihm sehr schwer fallen, darüber zu sprechen.
Als er fertig war, schwieg Lamia ein paar Momente, dann erhob sie sich, schob die Becher und das Tablett zur Seite und setzte sich vor chauvelin auf den niedrigen Tisch. Vorsichtig legte sie ihm eine Hand auf den Unterarm.
"Chauvelin, du hast eine furchtbare Zeit hinter dir und es tut mir aufrichtig leid, was dir zugestoßen ist. Aber ich möchte, dass du weißt, dass die französischen Vampirstämme nicht als Beispiel für den Rest von uns gelten. Du bist jetzt hier bei mir. Die Bräuche und Sitten, dazu gehört auch dieses Aufnahmeritual, stammen aus Zeiten, die schon mehrere Jahrhunderte zurückliegen. Wir anderen leben nicht mehr nach diesen Regeln. Hier wirst du nicht diese Art von Aufnahmeritual vollziehen müssen. Es gibt zwar kleine Rituale zu Beginn und zum Ende deiner Ausbildung, aber die ähneln diesen anderen in keiner Weise. Und hier werden auch keine Gifte an Vampiren getestet. Wenigstens nicht gegen ihren Willen. Und du wirst hier sicher nicht aus einem solchen Grund in eine dunkle, enge Zelle gesperrt. Ich habe andere Arten zu bestrafen, aber dazu müsstest du wirklich großen Mist bauen. So weit treiben es nur wenige bei mir."
Lamia nahm seine Hände, legte eine ihrer Hände auf seine und ließ einen kleinen Phönix aus rot-gold-weißen Flammen entstehen, der leicht mit seinem winzigen Feuerschnabel gegen Chauvelins Hand stupste. Natürlich waren diese Flammen nicht gefährlich. Sie waren nur warm und man hatte das Gefühl, als schlüge ein Puls direkt über der Haut.
"Wenn du möchtest, dann bilde ich dich aus, dazu würde ich mich bereit erklären. Du gehöst zu meinem Clan und hast eine Menge durchgemacht, da möchte ich im Auge behalten, dass dir niemand versehentlich zusetzt. Und solltest du einmal in Schwierigkeiten stecken, kannst du diesen kleinen Kerl hier zu mir schicken, dann komme ich und helfe dir. Wärst du damit einverstanden?"



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 10:04

Chauvelin hatte den Becher genommen und trank hin und wieder, wenn seine Stimme zu brechen drohte. Eigentlich wäre es vermutlich verständlich gewesen, wenn er die Fassung verloren hätte, jedoch hatte er zu viel Angst, etwas falsch zu machen und so etwas zeugte eindeutig von Schwäche. Als sie herumkam, rutschte er instinktiv etwas zurück und beobachtete sie misstrauisch.
Er hörte ihr schweigend zu, als sie ihm sagte, hier wäre es anders. Hier würde es keine Zellen geben in die man ihn sperrte und auch keine Gifte an ihm ausprobieren und diesmal konnte er die Tränen doch nicht zurückhalten. Sollten die Qualen jetzt wirklich vorbei sein und er normal leben können, auch wenn er kein Menschenblut trank. Würde er nicht mehr gezwungen werden, von Menschen zu trinken? Es wäre zu schön um wahr zu sein.
Er ließ zu, dass sie seine Hände nahm und sah, wie ein kleiner Phönix entstand, aber er war nicht heiß. Wie das wohl gemacht hatte und ob er auch so etwas konnte? Also irgendwann?
"Oui", erwiderte er nur auf ihr Angebot, denn mehr bekam er nicht raus. Sollte er nun nach 26 Jahren endlich die Hilfe bekommen, die er gesucht hatte?
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 13:08

Als Lamia soetwas Ähnliches wie Hoffnung im Blick ihres neusten Clanmitglieds entdeckte, musste sie ein klein wenig breiter lächeln. Das würde schon werden. Er hatte einen schlechten Start gehabt, aber jetzt war er ja bei ihnen und da würde er sicher aufblühen und da er ja ohnehin mit ihr verwandt war, war sie sich auch absolut sicher, dass er ein wichtiges Mitglied im Claqn werden würde. Sicher konnte er irgendetwas wirklich gut, man musste ihm nur die Möglichkeit geben, das zu entdecken und sich zu entfalten.
Ihr Clan hatte nicht wegen ihr oder wegen Selenia so lange überlebt und war so wichtig geworden. Klar, Selenias blinde Vernarrtheit in sie hatte sicher nicht geschadet, aber schlussendlich lag es nicht daran. Es lag daran, dass ihr Clan aus bemerkenswerten Individuen bestand, jeder für sich war ein solches Individuum, auch wenn das vielleicht nicht gleich auffiel. Manche waren tatsächlich zurückhaltender und schienen zuerst nicht so strahlend, aber wenn man sich mit ihnen beschäftigte entdeckte man stets ihr ganz eigenes Licht.
"Sehr schön", antwortete sie, als er zustimmte.
"Wenn du möchtest, führe ich dich etwas herum, damit du dich zurecht findest. Und ich werde Caleb mal fragen, ob er dir etwas Kelidung leihen kann, eine einfache Tunika reicht ja erst mal. Ich sollte vielleicht auch gleich noch deine Maße nehmen, dann kann ich dir auch was anfertigen. Während deiner Zeit als Novize bekommst du eine spezielle Tunika und eine Bulla, dir wird beides beim ersten Ritual gegeben. Mal sehen, wann wir das machen können, di nächsten Tage werden noch Empfänge sein und du solltest dich auch erst mal etwas ausruhen und die vergangen Jahre verarbeiten können. Normalerweise ist das Novizenritual nämlich gleich nach der Verwandlung und es gehört dazu, sein vergangenes Leben hinter sich zu lassen und sich auf sein neues Leben einzulassen. Aber du soltlest etwas Zeit haben, um so weit zu sein."



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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 14:01

Chauvelin hörte ihr zu, aber bei der Kleidung konnte er nicht wirklich mitreden. Er wusste nichtmal mehr, was er die letzten Jahre getragen hatte und was eine Tunika oder Bulla war, wusste er nicht, also nickte er nur kurz.
"Was ist auf dem Platz eigentlich gewesen? Irgendetwas wichtiges muss da ja geschehen sein", hinterfragte er dann doch. Wenn es sogar Empfänge gab, musste es etwas wichtiges sein und vielleicht war es für ihn wichtig, das zu wissen.
"Was für ein Ritual ist das?", fragte er etwas verunsichert. Beim letzten hatte er völlig versagt undwar in der Zelle gelandet. Lamia sagte zwar, hier gäbe es keine Zelle, aber dass sie viel schlimmeres anrichten würde, wenn er Mist baute und ein Versagen beim Aufnahmeritual bei einem ziemlich angesehenem Clan würde er schon unter Mist bauen verbuchen.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 15:44

Lamia erhob sich und bedeutete ihm, ebenfalls aufzustehen und sich gerade hinzustellen. Sie ließ durch ihre Gabe ihr Maßband in ihrer Hand erscheinen und begann damit, seine Maße zu nehmen, wobei sie ihm immer wieder durch Gesten zu verstehen gab, wenn er die Arme beispielsweise ausstrecken sollte.
"Das war die Ältestenvereidigung. Das höchste Amt in der Vampirpolitik ist das des Maiors, eines Mitglied des Ältestenrates, der sich aus den fünf ältesten Vampiren der Welt zusammen setzt. Vor einigen Tagen haben wir erfahren, dass einer der Ältesten nicht mehr lebt und die nächstälteste Person war ich und heute habe ich dann meinen Eid geschworen", erklärte Lamia ihm.
"Schade, dass du nicht schon früher hier sein konntest, dann hättest du die Vereidigung gleich bewusst miterleben können. So kann man Geschichte sehr lebendig miterleben."
Lamia merkte sich die Maße, die sie von dem Band ablas und ließ es dann wieder verschwinden, als sie bemerkte, dass Chauvelin wieder verunsichert war.
"Mach dir keine Sorgen, das ist keine große Sache. Ich erkläre dir, wie das abläuft", meinte sie aufmunternd.
"Komm mit, wir gehen dazu dorthin, wo das Ritual stattfindet."
Sie legte ihm wieder eine Hand auf den Rücken und führte ihn ins Atrium, irekt vor das Impluvium. An einer kurzen Seite des Wasserbeckens stand ein goldenes Standbild, das etwa auf Hüfthöhe eine breite Schale hatte, über der sich ein in die Luft steigender Phönix erhob.
"Ich werde hier stehen, beim Impluvium und du kommst dort vom Eingang aus hier rein, direkt auf mich zu. Dann wird du deinen Wunsch äußern, mein Schüler zu werden. Alles, was gesprochen wird, ist zwar auf Latein, aber du bist nicht der erste, der zu Beginn seiner ausbildung kein Latein kann. Ich gebe dir den Text auf Latein vorher, du brauchst ihn nur auswendig zu lernen und wenn du stockst, dann kann ich dir helfen, du brauchst also keine Angst haben. Ich werde dann fragen, ob du bereit bist, dein früheres Leben zurück zu lassen. Du musst daraufhin geloben, dein bisheriges Leben zurück zu lassen und mit Beginn deiner Ausbildung dich den Vampiren und dem Clan der Iúlier zu verschreiben, sowie ihre Gesetze zu befolgen. Daraufhin werde ich dich zuerst auffordern, dich zu entkleiden und deine alte Kleidung - dann das, was du jetzt an hast - in die Schale dort zu legen. Danach werde ich dich auffordern, dich hier am Wasserbecken zu waschen. Danach entzünde ich die alte Kleidung. Das Feuer und der Phönix sind sehr symbolisch für unseren Clan, nicht nur, weil beides direkt mit mir in Verbindung steht. Der Gedanke ist der, dass der neue Novize wie ein Phönix aus der Asche seines bisherigen Lebens schöner und strahlender aufsteigt. Anschließend werde ich dir die neue Tunika überreichen. Nach dem Ende deiner Ausbildung bekommst du dann eine Toga, als vollwertiges Mitglied der Vampirgesellschaft. Ob du die Toga später trägst, ist deine Sache. Die Tunika musst du allerdings tragen, wenn du hier in Rom außerhalb der Villa unterwegs bist. Von Clan zu Clan unterscheiden sich die Aufnahmerituale zwar etwas, aber die Tunika und die Bulla sind immer ein fester Bestandteil. So erkennt jeder sofort, dass du ein Novize bist. Passiert dir also ein Missgeschick, reagiert man ruhiger. Die Tunika, die ich dir dann gebe, wird weiß sein - als Farbe der Erneuerung - mit einem goldenen Gürtel und rot-goldenen Verziehrungen an den Säumen. Rot, Gold und Weiß sind außerdem Symbolfarben für uns Iúlier. Mit dem Überreichen der Tunika werde ich dich zu meinem Novizen ernennen und geloben, dich zu lehren und zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Vampirwelt zu erziehen. Danach überreiche ich dir die Bulla, das ist ein Amulett, in dem übrigens auch der kleine Phönix Platz findet, ebenfalls golden. Dabei gelobe ich dir meinen Schutz während deiner Ausbildung und, dass ich so lange die Verantwortung für dich und dein Handeln übernehme. Danach zeichne ich dir eine liegende Acht mit meinem Blut auf die stirn. Das wird etwas brennen, weil ich dafür mein Blut nicht entkräften sollte, sonst wird das Band zwischen Novize und Mentorin nicht geknüpft. Aber es brennt nur ein paar Minuten. Zum Schluss fordere ich dich auf, dich zu erheben und stelle dich offiziell als meinen Novizen vor. Wes werden zumindest zwei Zeugen anwesend sein, aber vermutlich eher mehr. Da ich nicht annehme, dass du irgendjemanden Speziellen als Zeugen möchtest, würde ich Cal und Caleb vorschlagen. Die beiden waren meine ersten Clanmitglieder. Caleb ist eher ruhig und im Allgemeinen sehr freundlich und Cal ist eher ... sehr aufgeweckt, herzlich und ausgesprochen kontaktfreudig. Das erlebst du sicher auch noch", schloss sie mit einem amüsierten Schmunzeln.
"Wenn du die beiden besser kennen lernen möchtest, können wir zu ihnen gehen. Du kannst auch die beiden etwas fragen, wenn du dich das bei ihnen eher traust. Sie helfen dir sicher gerne weiter."
______________________________
Awww, ich mag meine Ritual-Idee XD



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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 17:46

Chauvelin hörte ihrer Erklärung zu und stellte fest, dass die Vampire da wohl nicht viel anders sind, dabei hätte er gedacht, dass es hier anders wäre.
"Weshalb wird der Rat nicht gewählt? Ein Vampir könnte mehr Glück als Verstand haben, sehr alt werden und keinerlei Gespür für das regieren haben, während ein anderer geschickt ist, aber einfach zu jung. So ist das wie bei den Menschen und als ich einer war, war das System der Vorbestimmung gerade im Umsturz", hinterfragte er, denn eine Wahl wäre doch viel besser. Denn letztlich waren fähige und nicht alte Vampire nötig.
Er folgte ihr dann durch die Villa bis ins Atrium und hörte dem Ganzen zu. Es war machbar, befand er. Sein Menschendasein waren nur noch eher schattenhafte erinnerungen und sein Altes Vampirdaseinwar 26-jährige Haft. Beidem konnte er getrost abschwören.
"Was sind das für Gesetze? Ich will ungern etwas schwören, von dem ich nichts weiß", gab er etwas kleinlaut zu.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   04.07.15 20:52

Als Chauvelin fragte, weshalb der Rat nicht gewählt wurde und von einem Umsturz, also vermutlich der Revolution, sprach, kam ein wenig Mitleid in ihr auf. Nicht die Art von Mitleid, die sie zuvor empfunden hatte, mit einer armen Person, die viel hatte durchmachen müssen. Eher die Art von Mitleid, die man mit einem Kätzchen hatte, das versuchte, seine tote Katzenmutter dazu zu bringen, mit ihm zu spielen. Natürlich, er hatte 26 Jahre verpasst, er hatte keine Ahnung, wie die Sache ausgegangen war. Und als jemand, der in einer Republik aufgewachsen war, waren die tapsigen Gehversuche der jungen französischen Republik mit "niedlich" wohlwollend umschrieben.
Allerdings freute es sie, dass er aufzutauen schien.
"Unter Vampiren ist das Alter sehr wichtig. Ja, man braucht Glück und mancheiner schafft es nur damit sehr alt zu werden. Aber wahrscheinlicher ist, dass derjenige jemanden hat, der ihn beschützt und wenn es jemanden gibt, der das tut, dann hat derjenige doch wenigstens eine Chance verdient. Außerdem sind da ja bnoch vier andere Vampire im Rat, die Gefahr, dass die Mehrzahl solche Kandidaten sind, ist sehr gering. Und wer weiß, vielleicht kann auch jemand mit mehr Glück als Verstand in eine solche Rolle hinein- und über sich selbst hinauswachsen. Warum sollte sojemand nicht auf seine ganz eigene Art in diesem Amt Großes erreichen können? Es gibt mehr als einen Weg, ein guter Ältester zu sein. Jemand, der es durch Zufall so weit gebracht hat, sollte sich beweisen dürfen. Nur, weil es ihm niemand zutraut, heißt das nicht, dass so ein Glückspilz nicht alle überraschen kann", erklärte sie geduldig.
"Außerdem - wen denkst du, würden die Vampire wählen? Die Leute, die sie kennen, die ihnen bereits seit Jahrhunderten ein Begriff sind, oder jemand, der sich noch keinen Namen gemacht hat? Nur wenige werden bereits in jungen Jahren in der Vampirwelt populär und noch weniger ohne fremde Hilfe. Und von jemandem, der das mehr oder weniger ohne fremde Hilfe geschafft hat, kann ich dir bei Gelegenheit eine Geschichte erzählen, denn die Art und Weise, populär zu werden, ist mehr als fragwürdig. Man braucht einfach ein paar Jahrhunderte, um bekannt genug zu sein, um in der Politik fuß zu fassen. Und wer so weit ist, kann es durchaus mal versuchen, Senatsdiener zu werden oder Provinzstatthalter. Oder - um zu deinen Wahlen zu kommen - derjenige könnte sich in den Rat seiner Abteilung wählen lassen."
Als er nach den Gesetzen fragte, nickte Lamia leicht. Es war eine gute Frage.
"Das verstehe ich. Du darfst ruhig alles fragen, was du möchtest. Ich werde deine Mentorin und als die betone ich, dass es sogar sehr wichtig ist, dass du alles fragst, was du wissen willst. Ich hab schon ein paar Vampire ausgebildet, es gibt eigentlich keine dummen Fragen. Das einzige, was dumm ist, ist etwas aus Scham nicht zu fragen. Die Gesetze um die es geht sind solche Dinge, wie dass du keinen anderen Vampir tötest, mit Ausnahme, wenn es nötig ist, um dich, die Vampirwelt oder Schwächere zu schützen. Keinem Vampir mutwillig schaden, die Geheimnisse der Vampirwelt wahren, Verantwortungen für von dir verwandelte Vampire übernehmen, die Rechte und Freiheiten anderer respektieren ... Auch Gehorsamkeit gegenüber Autoritäten. Das heißt aber nicht blinder Gehorsam. Solange es nicht in einer Gefahrensituation ist, darfst du ruhig nach der Begründung fragen und dich auch weigern. Sollte es zu einer Anklage kommen, musst du allerdings deine Erklärung, weshalb du es für richtig gehalten hast, dich zu weigern, vorbringen. Wenn es ein guter Grund war, dann passiert dir nichts, wenn es kein guter Grund war, dann hat das Konsequenzen, insbesondere, wenn durch deinen Ungehorsam etwas Schlimmes passiert ist. Aber erst mal bist du mein Novize und so lange hat dir neben mir niemand etwas zu sagen. Und bsiher hatte niemand Probleme bei mir. Als Novize bist du nämlich noch etwas geschützt. Wenn du etwas Blödes anstellst, dann stehe ich dafür gerade und außer mir oder jemand, der von mir mit deinem Wissen beauftragt wurde, darf dir auch niemand Anweisungen erteilen."
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Ja, das erinnert mich auch so ein klein wenig an Erziehungsberechtigte XD



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 0:20

XD
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Chauvelin hörte ihrer Antwort schweigend zu. Gut, als Menschen hatten sie keine Jahrhunderte Zeit gehabt, um sich einen Namen zu machen, aber sie hatten auch nur Paris.
"Regiert ihr die ganze Welt. Ich stelle es mir schwer vor, von hier Afrika, Amerika oder Asien im Auge zu behalten gab er zu. Es war ja schon Paris schwierig gewesen.
Bei den Gesetzen nickte er leicht.
"Und sonst nichts?", hinterfragte er, denn er wollte nichts falsches versprechen.
Er spürte, dass er langsam müde wurde, aber er war kein Wunder, die Nacht war erlebnisreich gewesen und die ganzen Eindrücke sowie das Verschwinden der Schmerzen, die durch den ständigen Blutmangel sein Begleiter gewesen waren, ließ nun doch die Müdigkeit hervortreten.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 1:35

"Du hast Recht, fünf Vampire können alleine nicht alles regieren. Manchmal braucht es auch einfach ein Gefühl für eine bestimmte Gegend, man sollte dort als Autorität anerkannt werden. Das gelingt deutlich besser, wenn jemand vor Ort ist, am besten jemand, der viel Zeit dort verbracht hat. Dafür gibt es Provinzsstatthalter, die von den Ältesten ernannt werden und ihren jeweiligen Ältesten in der Provinz vertreten. Eigentlich konnt das Thema der politischen Struktur der Vampire erst später, aber da es dich scheinbar interessiert, kann ich dir das auch so erklären. Sagt dir der Begriff der Gewaltenteilung etwas? Das bedeutet, dass die drei staatlischen Gewalten, die Exekutive - die ausführende -, die Judikative - die richtende - und die Legislative - die gesetzgebende Gewalt - aufgeteilt sind. Bei uns Vampiren wurde das folgendermaßen aufgeteilt: Es gibt dir Iuris Pacis, das ist die Verfassung unter uns Vampiren, die das ganze also festschreibt, und in dieser Verfassung stehen auch die für alle Vampire geltenden Gesetze. Die Iuris Pacis können nur geändert werden, wenn wenigstens 3/4 des großen Rats, einschließlich aller Ältesten für eine Änderung stimmen. Exekutive und Judikative wiederholen sich auf den verschiedenen Ebenen. Die unterste Ebene sind die Clans. Wenn Clanmitglieder miteinander Probleme haben oder ein Clanmitglied angeklagt wird, ist die erste Stelle das Clanoberhaupt des Angeklagten. Gibt es da keine Einigung oder ist es eine größere Sache, wendet man sich an einen Provinzstatthalter. Es ist nirgends definiert, dass es der räumlich nächste sein muss, die Clanoberhäupter müssen sich nur auf einen einigen. Sie agieren dann als Anwälte für ihre Clanmitglieder. Gibt es wieder keine Einigung, wendet man sich an die Präsidenten der jeweiligen Abteilungen, die gemeinsam dem Gericht vorsitzen. Die Räte übernehmen auf dieser Ebene die Exekutive, da Richter von ihrem Gewissen, nicht von Wahlen abhängig sein sollten. Wird immer noch keine Einigung erzielt, wird der Fall von den beiden Präsidenten dem Ältestenrat vorgetragen, der dann entscheidet. Und da es fünf Mitglieder sind, gibt es auch eine Mehrheit. Aber es muss ein sehr schwerer Fall sein, wenn es so weit kommt. Wie gesagt, das passiert, wenn man sich nicht einigen kann, oder die Richter der niedrigeren Instanzen sich nicht dazu in der Lage sehen, eine angemessene Entscheidung zu treffen. Man kann auch, wenn man mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden ist, eine Instanz höher gehen. Aber das geht nur einmal, dieses zweite Urteil kann nur angefochten werden, wenn es Beweise gibt, die vorher nicht berücksichtigt wurden", erklärte sie. Lamia sprach gern über diesen Teil der Ausbildung. nciht, weil sie so besonders stolz auf die Vampirverfassung gewesen wäre oder die Iuris Pacis für perfekt hielt, sondern weil sie das Thema interessant fand. Und es funktionierte. Eigentlich war das System relativ simpel, aber dafür funktionierte es ganz gut. nun gut, sie wusste auch, dass kompliziertere Systeme störanfälliger waren.
"Das sind die wichtigsten Punkte, es sollte nichts dabei sein, das dir Unwohlsein bereitet. Wenn du möchtest, kannst du ja Dinge sagen, die du absolut nicht willst", schlug sie freundlich vor.
"Es steht keine Pflicht zum Menschenblut drin. Aber es gibt Respektsparagrafen, die festlegen, dass jeder Vampir nur nach seinen Taten beurteilt werden sollte und es ihm freisteht, seine Religion, seine Freunde, seine Partner, seine Abteilung und so weiter frei zu wählen, Anspruch auf Unversehrtheit des Körpers, des Geistes und der Würde - auf der Grundlage gab es übrigens schon einige Verfahren gegen die Vampirstämme, die damit argumentiert haben, dass ein unausgebildeter Verwandelter kein richtiger Vampir ist. tatsächlich gibt es auch einen Paragrafen, der festlegt, dass ein Novize erst mit Abschluss seiner Ausbildung ein vollwertiges Mitglied der vampirischen Gesellschaft ist. Aber der Novize hat das Recht, seinen Ausbilder dreimal zu wechseln, wenn die Ausbildung länger als fünf Jahre andauert. Und es gibt auch eine Regelung, dass jemand, der in schwerem Maße gegen das Gesetz verstoßen hat, aus der Gesellschaft ausgestoßen wird, also beispielsweise kein Recht mehr darauf hat, nicht angegriffen zu werden oder nicht als Versuchskaninchen herzuhalten. Es gibt Punkte, die quasi das Grundwissen, das Novizen beigebracht werden soll, definieren. Also, beispielsweise das Wissen um den politischen und gesellschaftlichen Aufbau der Vampirgesellschaft, Vampir- und Weltgeschichte, Kontrolle der Vampirfähigkeiten und spezieller Clanfähigkeiten, verantwortungsvoller Umgang mit der Gabe, Minimierung der Aufdeckungsgefahr, was bei dir vermutlich schon ganz gut minimiert ist, da muss ich dir nichts mehr beibringen."
Sie bemerkte, dass er langsam müde wurde, gut, ihr ging es da ähnlich.
Sie zeigte ihm schnell das seinem Zimmer am nächsten liegende Badezimmer und ihr Arbeitszimmer. Daneben war ihr Zimmer.
"Aber ich schlafe selten hier, normalerweise bin ich unten in meiner Grabkammer", erklärte sie ihm.
"Du hast in den letzten Jahren wohl weder in einem Bett noch in einem Sarg oder Sarkophag geschlafen. In deinem Zimmer ist beides. Du kannst das also machen, wie du möchtest. Morgen ist hier ein Empfang. Du kannst kommen, wenn du möchtest, aber du musst nicht. Ich kann auch zu Beginn der Nacht zu dir kommen und dir ein paar Unterlagen geben, damit du anfangen kannst, Latein zu lernen. Das wäre tatsächlich wichtig, das ist gewissermaßen die Amtssprache der Vampire, Latein lernt jeder. Und wenn du Latein kannst, kannst du dir die Iuris Pacis auch selbst durchlesen."



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Chauvelin Lacrima
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 9:02

Gewaltenteilung kennt Chauvie: mit Gewalt Kopf und Rumpf trennen xD
_________________
Chauvelin nickte leicht.
"Ich war als Mensch selbst eine Art Politiker. Ich war Vorsitzender des Komitees für Staatssicherheit und somit auch Stets Teil der Versammlung der Komitees. Eine Art Politiker, Polizist und Richter in einem. Sicher war das System noch nicht perfekt, aber es gibt keines, was gleich perfekt ist", stellte er fest. Es war einfach immer ein Austesten. Was funktionierte, wurde beibehalten, was nicht, wurde geändert. Er war realistisch genug, um zu wissen, dass es kein perfektes System gibt, aber sie waren auf dem richtigen Weg. Es war ein blutiger Weg, aber jede Revolution gründete auf Leichen.
Die Gewaltenteilung war das Ziel gewesen, aber noch in den Kinderschuhen.
"Weißt du, wie die Lage in Paris ist? Ich leitete die Revolution mit ein, aber das Endergebnis erfuhr ich nie, aber in 26 Jahren kann viel passieren", gab er zu und es interessierte ihn wirklich.
Er hörte ihren Erklärungen schweigend zu. Er würde die Verfassung sicher lesen.
"Ich habe von alldem noch nichts gehört", gestand er. Er hatte keine Ahnung, was sie mit Gabe oder Clanfähigkeit meinte. Er war schneller, stärker und heilte schneller, aber das war doch bei allen so.
"Ich würde morgen lieber lernen. Es wären mir einfach zu viele Vampire auf einmal. Nach so langer Isolation fühlte er sich einfach unwohl in der Menge.
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 12:42

Lamia sah ihn interessiert an, als er begann, von seinem früheren Leben zu sprechen. Einerseits, weil sie das tatsächlich interessant fand - wenn auch "niedlich" -, andererseits aber auch, weil das bedeutete, dass er sich wieder erholte. Er war nicht mehr so schreckhaft und verunsichert wie vorher, sondern schien sich wieder daran zu erinnern, wer er gewesen war. Das war wichtig, denn dem, was einen als Mensch geprägt hatte, entkam man seine ganze Ewigkeit nicht mehr.
Inzwischen waren sie wieder in seinem Zimmer und sie nickte langsam, als er nach der aktuellen Lage in Paris fragte.
"Ja, das weiß ich. Komm, setzen wir uns", meinte sie sanft und sah ihn ernst an. Was sie ihm nun erzählen würde, würde ihm sicher nicht gefallen. Das machte ihr Tonfall und ihre Mimik deutlich, so würde es ihn immerhin nicht mehr ganz so überraschend treffen.
"Es gibt einen passenden Spruch: Wer kämpft, kann verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren. Du warst ja seit April 1794 in einer Zelle, dann setze ich da ein: Robespierre und seine Anhänger wurden am 27.07.1794 verhaftet und am Tag darauf hingerichtet. Daraufhin gab es zahlreiche Kriege zwischen Frankreich und seinen Nachbarländern, von denen Frankreich durch einen Feldherren, namens Napoleon Bonaparte einige gewann. Am 09.11.1799 ergriff dieser die Macht und wurde zum ersten Konsul und führte 1802 die Sklaverei in den Kolonien wieder ein. 1804 krönte er sich selbst zum Kaiser und eroberte anschließend Teile des restlichen Europas. Gut, ich will gerecht sein, er hat auch ein paar gute Sachen gemacht, wie das Zivilrecht reformiert. Es gab immer weitere Kriege, die für ihn schlechter ausgingen und schließlich musste er nach einer Niederlage bei Leipzig 1813 nach Elba ins Exil. Ludwig XVIII wurde danach König und bis aus die 100 Tage, die Napoleon 1815 zurückkehrte, bei Waterloo erneut besiegt und danach wieder ins Exil, diesmal aber nach St. Helena, geschickt wurde, ist er das auch bis heute", erzählte sie ihm. Sie saßen wieder in seinem Zimmer, diesmal sie beide auf Stühlen. Es hätte eine sehr unangenehme Atmosphäre geschaffen, wenn sie ihm direkt gegenüber gesessen hätte, also saß sie in der Runde neben ihm auf einem der Stühle. Sie beobachtete ihn genau. Wenn sie damals eingesperrt gewesen wäre und erst Jahre nach dem Fall des Römischen Reichs davon erfahren hätte, wäre sie außer sich gewesen. sie hätte sich Vorwürfe gemacht, dass sie das sicher hätte verhindern können, wenn sie da gewesen wäre, auch wenn sie wusste, dass sie das nicht gekonnt hätte.
"Du wirst nach und nach erfahren, was es damit auf sich hat", meinte die Vampirin, als er zugab, dass er von den verschiedenen Fähigkeiten nichts wusste.
"Dafür ist die Ausbildung da: Damit du das alles lernst. Es sind sogar ziemlich wichtige Sachen."
als er meinte, dass er lieber lernen würde, nickte Lamia leicht.
"Gut, ich werde dir einige Unterlagen zusammenstellen, die du durcharbeiten kannst. Und wenn du früher fertig bist, kannst du entweder dazu stoßen oder du kannst in den Garten gehen. Wenn da wilde Tiere herumstreifen, mach dir keine Gedanken, das sind Vampirtiere, ich weiß, dass sie dort sind. Du kannst auch ein wenig durch das Haus gehen und dich umsehen. Oder ich kann sehen, welche Bücher auf Französisch ich in meiner Bibliothek habe, davon könnte ich dir welche bringen. Ich nehme an, dass du lesen kannst, es klingt, als hättest du das als Mensch können müssen."
Kurz zögerte sie und überlegte.
"Ich könnte auch relativ früh zu dir kommen und eine Sache schon mal zeigen und beibringen, das könntest du dann abwechsend mit Latein üben", bot sie an. Er war zwar noch nicht offiziell ihr Novize, aber nur weil es gerade schwierig war, einen passenden Termin zu finden, hieß das nicht, dass er noch warten musste.



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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 13:36

Chauvelin nickte bei ihrem Vorschlag und setzte sich. Er ahnte, dass es keine erfreuliche Antwort sein würde. Er hörte ihr schweigend zu und senkte den Kopf.
"Sie ist also nicht nur gescheitert, sondern sie sind wieder beim Anfang. Ein König, der Macht was er will und das Volk ausbeutet. Ich hatte gehofft, dass wir wenigstens etwas bewirkt hätten", gab er ernsthaft bedauernd zu. Er hatte damals alles gegeben, um etwas zu ändern und statt diesen Kurs weiter zu verfolgen, ruderten die Leute zurück.
"Vielleicht war es einfach noch nicht die Zeit für eine Veränderung", vermutete er seufzend. Alles hatte seine Zeit, auch die Freiheit von Frankreich.
"Der Empfang scheint wichtig und deinetwegen zu sein. Du solltest nicht einfach gehen. Ich beschäftige mich schon. Ich bin 26 Jahre allein zurechtgekommen, da schaffe ich auch eine Nacht", erwiderte Chauvelin.
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 14:37

Als Lamia ihn da so zusammengesunken sitzen sah, hatte sie wieder Mitleid mit ihm und legte im eine Hand auf den Unterarm. Es tat ihr sehr leid, dass es so gelaufen war und ihm das so zusetzte. Aber es wäre auch falsch gewesen, ihn anzulügen.
"Nun, es ist immerhin keine absolutistische, sondern eine konstitutionelle Monarchie, auch wenn das nun vermutlich nicht besonders tröstend ist", meinte Lamia dann.
"Aber komplett wieder am Anfang ist man nicht. Die Ideen, die mit der Revolution verbreitet wurden, sind ja nicht verloren, die sind immer noch da draußen. Sieh es als Saat an, die in die Herzen und Köpfe der Menschen gepflanzt wurde, nicht nur in Frankreich. Es braucht etwas Zeit, aber dann wird sie aufgehen. Du bist jetzt ein Vampir, vermutlich wirst du das also miterleben", meinte sie tröstend.
"Außerdem ist die Verbreitung von Ideen nicht zu unterschätzen. Eine Idee zu töten ist so gut wie unmöglich. Der einzige, effektive Weg, den ich kenne ist, die Idee halbherzig in die Tat umzusetzen und auch das funktioniert nicht immer."
Als er meinte, sie sollte nicht einfach vom Empfang weggehen, lachte sie leise auf.
"Also, mal ganz davon abgesehen, dass man 26 Jahre in einer Zelle eingesperrt sein nicht wirklich als allein zurechtkommen bezeichnen kann, meinte ich eher, dass ich vor dem Empfang kurz bei dir vorbeisehe. Das muss ich ja ohnehin, um dir die Unterlagen und etwas zu trinken zu bringen."



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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 21:05

Chauvelin nickte nur leicht.
"Nun es ist die Angelegenheit der Menschen und ich halte mich daraus. Wäre ich nicht verwandelt worden, wäre ich am nächsten Morgen enthauptet worden und könnte jetzt da auch nichts ausrichten, meinte er. Er hatte sein halbes Leben für die Revolution gegeben - sie hatte schließlich niçht erst mit den Enthauptungen begonnen - und als Dank wollte man ihn als Verräter hinrichten. Sein Leben als Vampir würde ein anderes werden.
"Nunja, wenn ich eins da lernte, dann mich zu beschäftigen. Die Zeit zieht sich, wenn man einfach nichts tut", gab er zu Bedenken. Das Schlimmste war wirklich das nichts tun. Man gewöhnt sich an die Dunkelheit, an die Schmerzen und die Ungewissheit, aber nie an die Langeweile. Sie ist es, die einen wirklich in den Wahnsinn treibt.
"Aber wenn es so ist, sage ich gern ja. Ich wollte schon damals einfach nur lernen und nun habe ich endlich die Gelegenheit.
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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   05.07.15 22:30

"Raushalten ist eine gute Idee, vor allem in der Anfangszeit. Als ich verwandelt wurde, habe ich die kriegstreibenden Politiker eliminiert, die einem Freund aus Menschentagen im Weg gestanden und das Leben schwer gemacht haben. Rückblickend betrachtet halte ich das für keine so gute Idee, wie damals", stellte Lamia trocken fest.
Sie stand auf und ließ das Tablett mit den Bechern in funken verschwinden.
"Gut, dann ruh dich etwas aus. Ich glaube, du hast eine sehr nervenaufreibende Nacht hinter dir. Ich komm dann morgen wieder. Solltest du etwas brauchen, ich hab dir ja vorhin auf dem Weg gezeigt, wo die Zimmer von Cal undb Caleb sind. Ich bin jetzt erst noch in meinem Arbeitszimmer, das hab ich dir auch gezeigt, und dann in meiner Kammer unten. einfach die Treppe runter und dann die Tür mit den goldenen Ornamenten drum herum. Vale", verabschiedete sie sich lächelnd und verließ dann das Zimmer. zunächst wusch sie in der Küche die Besser ab, dann füllte sie eine Flasche mit ihrem entkräfteten Blut ab und kennzeichnete es als Blut für Chauvelin.
Anschließend stattete sie Carmen in Paris einen kurzen Besuch ab. Sie schien sehr überrascht, gut es war auch nicht normal, dass sie jetzt Rom verließ, aber sie brauchte ein paar Vorlagen für Lateinlern-Materialien für modernes Französisch. nur weil sie es sprach, machte sie das nicht zu einer Expertin im Sprachenunterricht.
Wieder in Rom passte sie die Materialien etwas an. Es begann zwar wieder mit harmlosen Texten, aber statt Martial und Catull, zog sie Caesar vor. "De Bello Gallico" würde Chauvelin vermutlich mehr interessieren. So weit, würde er zwar vermutlich nicht kommen, aber sie konnte ja bereits ein wenig vorplanen.
Als sie nach ein paar Stunden mit den Unterlagen für den Anfang fertig war, machte sie sich fertig und legte sich zufrieden in ihrem Sarkophag schlafen.



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BeitragThema: Re: 24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste   06.07.15 6:47

Chauvelin hörte ihr zu und nickte.
"Wäre ich nicht in der Zelle gewesen, hätte ich vielleicht auch eingegriffen, aber so habe ich viel Zeit zum Nachdenken gehabt", gab er zu.
"Bonjour", verabschiedete er sie. Er selbst ging noch kurz ins Bad und zog sich um, bevor er sich ins Bett legte. Es war völlig ungewohnt, in einem Bett zu liegen und es dauerte eine Weile, bis er eingeschlafen war. Sehr ruhig war sein Schlaf aber nicht. Immer wieder träumte er schlecht und wachte immer wieder schweißgebadet wieder auf. Er hatte sich zwar hier etwas entspannt, aber er war weit entfernt davon, die Ereignisse verarbeitet zu haben und irgendwie war er froh, als der Tag endlich vorbei war.
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24.8.1820 | Rom | Lamia Lacrima Maior - die neue Älteste

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