Ein freies Vampir-RPG in der Mitte des 19. Jahrhunderts
 
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 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia

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Caleb Alagos
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BeitragThema: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   03.07.15 11:07

Es war ein sonniger Tag in Rom, als Caleb’s Morna Sure anlegte und er von Bord seines Schiffes ging. Er war im Norden Britaniens gewesen und hatte Orte der alten Zeit besucht.
Er erinnerte sich gern an die Zeit der Gemeinschaften, und ein wenig vermisste er die Treffen der Vampirvölker. Warum diese im Laufe der Jahre abgeschafft wurden war ihm sowieso ein Rätsel.
Aber das war nicht sein Problem, auch wenn ihm in den Kopf kam das er diese Treffen wieder einführen würde sollte er jemals Ältester werden.
So jedoch hielt er seine Füße still und lief der Zeit ihren Lauf.
Es hatte ihn wieder nach Rom verschlagen, da ein Großteil seines Clans hier lebte, zudem hatte er ein Relikt gefunden das einem Vampir der damaligen Zeit gehörte, und er wusste das eben dieser Vampir zur Gemeinschaft des blutenden Mondes gehört hatte.
Vielleicht wollte Lamia es gern haben. Entweder wusste sie wo der Vampir war, oder sie verwahrte es als Andenken an ihn sollte er tot sein.
So betrat Caleb das unterirdische Rom und er betrat die Villa Iúliarum, wo stets eine Cubicula für ihn freigehalten wurde.
Caleb schlenderte langsam durch die Gänge und er lies diese kleine Reise in die Vergangenheit auf sich wirken.
Rasch machte er sich zurecht und kleidete sich in seine Toga, ehe er die öffentlichen Räume aufsuchte.
Er lauschte kurz, und bemerkte das Lamia in einer Besprechung war, und so wartete er, so wie es der Anstand gebührte.
Caleb betrat stattdessen die Bibliothek und er betrat die hinterste Ecke, den Teil den man nur mit einer ausdrücklichen Erlaubniss betreten durfte.
Er schlug Gedankenversunken ein paar Bücher auf, als ihm ein sehr spezielles Buch auffiel.
Von dem Schimmer wach gerüttelt trat er zu diesem hin und er schlug es auf, und was er las lies ihn innehalten.
Das sollte Lamia wohl schleunigst erfahren! Das war es wert eine Besprechung zu unterbrechen. So nahm Caleb das Buch heraus und er eilte damit zu Lamias Besprechungsraum und er trat ein.
“Salve Lamia, es gibt da etwas was du erfahren solltest.”, begrüßte er seine alte Freundin und Mentorin ernst.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 0:06

Lamia nickte Castiel, der mit einem sehr interessanten Vorschlag zu ihr gekommen war, entschuldigend zu, als Caleb ihre Unterhaltung unterbrach. Normalerweise hielt er sich daran, solche Besprechungen nicht zu stören, denn das war etwas, was Lamia wirklich nicht schätzte - Cal hielt sich lange nicht so gut daran, aber andererseits war Cal auch ein ganz anderes Temperament. Wenn er es also jetzt tat, musste es ausgesprochen wichtig sein.
"Salve Caleb", begrüßte sie ihn freundlich und musterte ihn aufmerksam. Er hatte eines der Bücher in der Hand, die im hinteren Teil der Bibliothek standen. Das waren Bücher, an die man nur mit großer Vorsicht herangehen sollte.
"So? Dann setz dich zu uns und erzähl es - also, außer es ist etwas, was Castiel nicht hören darf, dann würde ich kurz mit dir in ein anderes Zimmer gehen", fügte sie hinzu und musterte ihn nochmals eingehend. Sie konnte nicht anders, als sich ein wenig Sorgen zu machen. Immerhin klang er nicht besonders fröhlich und es braquchte auch schon wenigstens eine mittlere Katastrophe, dass Caleb derart in eine Besprechung stürmte.



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Caleb Alagos
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 0:20

Caleb sah zu Lamia und ihren Gast. Er kannte ihn flüchtig. Er hieß Castiel wenn ihn nicht alles täuschte.
Er wusste ja das Lamia es nicht schätzte gestört zu werden, allerdings kannten sie sich nun schon so lange das Lamia wissen dürfte das er sie nur dann störte wenn es wichtig war.
Und wenn DAS nicht wichtig war, also dann war er mit seinem Latein wahrlich am Ende.
Auf ihre Frage hin ob Castiel es hören sollte oder ob sie den Raum wechseln sollten schüttelte Caleb den Kopf.
Castiel würde es sowieso erfahren, warum also nicht direkt von ihnen?
“Er kann ruhig hier bleiben, er erfährt es sowieso.”, meinte der alte Vampir und sein Blick wurde wohlwollender.
Er hielt seiner Freundin das Buch hin, und er hoffte das seine mehrmonatige Reise nicht seine Lateinkenntnisse in Mitleidenschaft gezogen hatten.
“Am besten liest du es selbst.”, meinte er und er setzte sich auf den ihm dargebotenen Platz.
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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 1:17

Lamia runzelte die Stirn, als er ihr das Buch gab. Es war ein Politiklexikon über Vampirpolitik, das sich aktuell hielt.
Sie legte es auf ihren Schoß und sah hinein.
Rat der Ältesten - Kleiner Senat:
Artan Rhanoi Xajapapi
Nopeti Ptapui
Leonidas Anid
Farais Nakat
Lamia Lacrima

"Das stimmt nicht", bemerkte Lamia stirnrunzelnd.
"Wenn ich - Ach du liebe-!"
Sie riss die Augen auf und sah auf.
"Bei Jupiter, wenn das stimmt ..."
Sie fand einfach keine Worte mehr und reichte daher Castiel nur wortlos das Lexikon, bevor sie aufstand und unruhig durch den Raum tigerte. In so einer Situation war sie trotz ihres langen Lebens noch nie gewesen. Wie ging sie nur am besten vor?
"Zunächst müssen wir wissen, ob das stimmt. nicht, dass das Buch sich irrt. Und wenn es stimmt, will ich wissen, was mit Nemir Emen passiert ist. Sollte sich jemand herumtreiben, der die Ältesten beseitigt, müssen wir nicht nur die anderen informieren, dann wüsste ich das auch gerne."
Sie strich sich die Haare zurück und befestigte einzelne Strähnen wieder in ihrer Frisur.
"Ich würde vorschlagen, dass wir zur Vampirbibliothek gehen. Und wenn das stimmt, müssen wir anschließend zur Curia Iúlia und das bekannt geben. Eventuell stehen uns ereignisreiche Tage bevor."



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Caleb Alagos
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 2:02

Caleb sah zu seiner Mentorin und er sah kurz zu Castiel, “Entschuldigen Sie die Störung.”, meinte er zu dem Vampir, und er wartete ab bis Lamia fertig war mit lesen.
“Wenn dann müsste der Zauber gebrochen worden sein, doch wir wissen Beide das das unmöglich ist.”, erinnerte er seine Freundin dann und seine Augen ruhten auf der Älteren von ihnen Beiden.
Denn solange wie sie Vampire waren, und sein Freund ein Werwolf war, solange wusste er das die Magie noch immer aktiv war in dieser Welt.
Als sie anfing durch den Raum zu tiegern lehnte sich Caleb zurück während er ihr zuhörte.
“Glaubst du das wirklich?”, hinterfragte er dann als Lamia darauf kam das jemand Älteste beseitigte und er runzelte seine Stirn.
Dieser Gedanke gefiel ihm nicht, und er würde diesbezüglich einige Nachtforschungen anstellen.
Jedoch betete er zu den alten Göttern das ihre Sorgen unbegründet waren, und sich die Ältestenjagt als fixes Hirngespinst entpuppte.
Was sie dann sagte erntete sein zustimmendes Nicken.
“Du solltest Cal holen und ihr das erzählen. Sie wird begeistert sein, immerhin stehen uns tagelange Feierlichkeiten bevor.”, meinte er zwinkernd zu Lamia. Wenn auch eher um die Situation etwas aufzulockern.
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 13:49

Castiel war wegen einem Vorschlag zu Lamia gekommen: Er atte ein Waisenheim gekauft, einfach um den Kindern zu helfen und ihm war die Idee gekommen, die Kinder gleich zu Spendern zu erziehen. Vampire würde für sie das normalste der Welt werden und das könnte vieles erleichtern. Er hatte nur nicht so viel Ahnung von Spendern, deshalb hatte er Lamia aufgesucht. Irgendwann wurden sie unterbrochen und Lamia erfuhr etwas sehr wichtiges. Offenbar war Nemir Emen verschwunden.
"Es gab schon lange Gerüchte, dass er nicht mehr lange durchhalten würde", gab Castiel zu Bedenken.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   04.07.15 19:55

"Du meinst, weil er plötzlich versucht hat, eine Sonnenreligion unter Vampiren populär zu machen?", meinte Lamia zu Castiels Bemerkung und musste ein klein wenig schmunzeln.
"Ja, es stimmt, er wurde in den letzten Jahren immer wunderlicher und die Wahrscheinlichkeit, dass es einfach mit ihm zu Ende gegangen ist, ist deswegen ziemlich hoch. Aber ich möchte meinen Kopf nicht verlieren, nur weil ich zu leichtgläubig war", erklärte sie dann.
"Es wäre immerhin nicht das erste Mal, dass es solche Anschläge gibt und mit dem schwächsten Glied, bei dem niemand Fragen stellt, zu beginnen wäre taktisch gesehen ziemlich klug, immerhin verschafft das mehr Zeit, als wenn jemand mit Nopeti begonnen hätte"
Sie dachte nur ungern ein paar Jahrhunderte zurück, als eine Gruppe Vampire versucht hatte, systematisch fast den kompletten großen Senat zu beseitigen und die Gemeinschaften zurück zu holen. Die Abteilung der Wächter war damals deutlich geschrumpft.
"Jedenfalls werde ich in der Bibliothek das überprüfen. Wenn es einfach seine geistige Verfassung ist, besteht kein Grund zur Sorge."
Sie überlegte bereits, wie sie das am besten den anderen Ältesten beibrachte, dass Nemir nicht wieder auftauchen würde. Er hatte immerhin seit ein paar Wochen nichts mehr von sich hören lassen, aber keiner hatte sich bei ihm Sorgen gemacht.
"Cal hat, so wie ich sie kenne, spätestens seit 1013 eine komplette Planung der Feierlichkeiten, sollte einer von uns mal Ältester werden. Ich glaub, ich habe sie mal erzählen hören, dass sie bei deiner Ernennung ihre Kontakte spielen lassen und das Forum Romanum fluten lassen würde, sodass die Ernennung und später die Vereidigung auf Schiffen stattfinden könnten", bemerkte sie amüsiert. Cal hatte eine Vorliebe für groß inszenierte Auftritte.
"Sag ihr aber nicht, dass du das von mir weißt. Sie wollte dich vermutlich überraschen, aber ich weiß nicht, ob das tatsächlich eine gute Idee wäre."
Sie rief geistig nach der blonden Vampirin, die gleich darauf, als sie ins Atrium kamen, bei ihnen auftauchte.
"Oh, ihr geht weg? Wollt ihr doch mal das Pub ausprobieren, von dem ich erzählt hab? Ehrlich, Iren sind überraschend schmackhaft", plapperte sie gleich los.
"Nein, wir wollen in die Bibliothek. Scheinbar ist Nemir gestorben und ich will wissen, ob das stimmt und wenn ja, woran."
Cal schwieg kurz und runzelte die Stirn.
"Wenn Nemir tot ist, wer wird dann Ältester? Du, oder? Ich kenn viele, aber ich will nicht zu voreilig sein, nur weil ich sonst keinen kenne, der in Frage kommt."
"Genau, ich. Deswegen insbesondere will ich es ja auch genau wissen."
Der darauffolgende Freudenschrei war vermutlich noch in Valyra zu hören. Cal umarmte Lamia stürmisch und wirbelte einen halben Meter über dem Boden mit ihr herum, während sie ohne Punkt und Komma und viel zu schnell, als dass man sie verstehen könnte, irgendwelche Planungen und Ideen erzählte.
"Ja, Caleb, ich glaub so ein klein wenig begeistert ist sie tatsächlich", stellte Lamia ein wenig außer Atem fest, als Cal sie endlich losließ. Sie sah auch ein wenig derangiert aus, weshalb sie erstmal ihre Kleidung ordnete und nochmal die Bindung ihrer Schuhe überprüfte, um schlussendlich ihre Frisur wieder zu richten.
"Begeistert? Nein, ich bin nicht begeistert, ich bin die personifizierte Euphorie!", erklärte Cal strahlend und umarmte gleich darauf Caleb und Castiel.
"Wie habt ihr es rausgefunden, ich will aaaalles wissen!"



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Caleb Alagos
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   05.07.15 0:40

Caleb nickte leicht, er fand selbst das sie in diese Richtung forschen sollten, doch ihm war Lamias Intuition dahingehend wichtig.
Er hatte im Laufe der Jahrhunderte gelernt das sich die Intuition seiner alten Freundin als Richtig erwies.
Dennoch würde er wohl später Schnee fragen ob er sich mal umhören würde.
Auch wenn dieser wohl erst morgen los legen würde, denn heute Nacht stand das monatliche Ritual an.
Schnee war ein Therianthrop, und heute Nacht brauchte er wieder sein Vampirblut um bei Kräften zu bleiben.
Vermutlich hatte er sich noch auf der Morna Sure zusammen gerollt.
Er hörte den Ausführungen Lamias und Castiels aufmerksam zu und er stimmte ihnen zu. Er war ebenfalls froh das diese Sonnenreligion nicht wirklich in Erscheinung getreten war, denn er glaubte fest daran das dies sogar Viseria auf den Plan gerufen hätte, und er wusste das sich die Nordstämme aus allem heraus hielten.
“Ich begleite dich, ich muss noch was wegräumen.”, meinte er, denn die Bücher waren ihm heilig und das er eins liegen lies war nicht sein Stil.
Dann schüttelte er seinen Kopf, “Dann hoffen wir mal das ich nie Ältester werde.”, meinte er dann amysiert.
“Denn ich glaube da hättest du eine ganze Menge dagegen wenn das Forum Romanum geflutet wird.”, stellte er dann grinsend fest.
“Allerdings, wenn am Forum Romanum ein Portal erschaffen wird, und die Ernennung auf dem Ozean stattfinden würde...”, sinnierte er dann ehe er sich wieder zusammen riss.
“Man wird ja wohl noch träumen dürfen.”, meinte er dann belustigt.
Da tauchte auch schon Cal neben ihnen auf und er grinste die Blonde an.
“Salve Cal.”, begrüßte er den Wirbelwind belustigt, ehe er Lamia einen bedeutungsvollen Blick zu warf.
“Die Geschichte ist eigendlich ziemlich öde. Das hier hat geleuchtet, ich habe hinein gesehen und dann Lamias und Castiels Besprechung gestört.”, fasste er kurz die letzten zehn Minuten zusammen.
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   05.07.15 9:36

Castiel nickte.
"Unter anderem", gab er zu. Die Idee eines Sonnenkults war wirklich absurd gewesen. Aber er war schon eine Weile sehr fragwürdig gewesen.
"Ich begleite dich. Ich will schauen, ob ich etwas über Spender finde. Ich erstelle eine Art Lehrplan und lege ihn dir vor. Ich denke, die nächsten Nächte hast du andere Sorgen", vermutete Castiel und sie gingen ins Atrium. Älteste zu sein ist eine Menge Verantwortung und sein altes Leben konnte man vergessen. Ob das ein Grund zur Freude war? Er war sich da nicht so sicher


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   07.07.15 13:25

Lamia sah zu Castiel, als er meinte, er wollte sich über Spender informieren.
"Du könntest auch zu der Spitze der Botschafter Kontakt aufnehmen. Die befassen sich schließlich die ganze Zeit mit dem Anwerben und der Pflege von Spendern. Und sie kennen sich in der Menschenwelt sicher besser aus als jedes Buch", schlug sie vor. Lamia mochte Bücher und sie fand, dass man eine ganze Menge Wissen aus ihnen ziehen konnte und soetwas wie den kleinen Leitfaden für Botschafter zu lesen, würde ihm sicher etwas bringen, aber um das wirklich in die Tat umzusetzen, sollte er definitiv mit den Leuten sprechen, die sich wirklich gut mit Spendern auskannten. Und die konnten ihm vielleicht auch viel mehr sagen, welche Literatur gut war und was als kompletter Humbuk zu betrachten war.
"Hältst du mich für so eine Spielverderberin?", fragte Lamia amüsiert, als Caleb meinte, sie hätte sicher etwas dagegen, wenn das Forum geflutet wurde.
"Solange es nicht dauerhaft und nur für die paar Tage ist und die umliegenden Gebäude gut genug geschützt werden, stört mich das Wasser nicht. Und Cal kennt so viele Leute, da wird sie sicher auch ein paar finden, die Wasser kontrollieren können. Außerdem halten Cals Pläne mich nicht davon ab, zu hoffen, dass du durchaus irgendwann mit im Rat bist. Ich denke, du würdest einen guten Ältesten abgeben", fügte sie noch ehrlich hinzu. Sie kannte Caleb fast sein ganzes Leben. Sie hatte miterlebt, wie er heranwuchs, hatte ihn verwandelt und alles beigebracht, was ein Vampir können und wissen musste und ab da hatte sie noch weiter mitverfolgen können, wie er sich entwickelte. In ihren Augen war er ein vernünftiger und verlässlicher Vampir, dessen Rat ihr sehr wichtig war und der keine leichtfertigen Entscheidungen traf.
Cal schien mit seiner Schilderung der Geschichte allerdings nicht besonders zufrieden. dennoch nahm sie das Buch, blätterte und las selbst den entsprechenden Eintrag.
"Ich freu mich schon auf Artans Gesicht, wenn er es erfährt", bemerkte sie belustigt.
"Aber Nopeti wird sich freuen."
"Kann ich mir gut vorstellen. Wobei sie vielleicht aber auch andererseits betrübt sein könnte, weil mit mir verliert sie eine wichtige Stütze bei den Abteilungen, andererseits hat sie jetzt jemanden im Rat, mit dem sie so ziemlich immer einer Meinung ist. Also muss sie entscheiden, ob jetzt der Gewinn oder der Verlust größer ist."
Lamia zuckte die Schultern.
"Gut, dann auf zur Bibliothek und danach vielleicht zur Curia."
Als sie wenige Minuten später in der Bibliothek waren, unterhielt sich Lamia ein Weilchen mit einem Bibliothekar, der sie schließlich zu dem etwas erhöhten Rondell führte, auf dem Ein Pult mit einem dicken, alten Buch stand. Ursprünglich war es eine Schriftrolle gewesen, aber als die Aus der Mode kamen, hatte man die Magie in ein buch übertragen. Die Schriftrolle hatte sich daraufhin verändert und siw wurde im abgetrennten Bereich der Vampirbibliothek aufbewahrt. Ursprünglich hatte Selenia sie Lamia vererbt - wenn man es so nennen wollte -, da sie ab da die Vergangenheit der Vampire beinhaltete und nicht die Gegenwart und Selenia sie bei Lamia für sicher hielt, aber die Römerin hatte das als falsch empfunden. Wenn es dringend war, sollten auch andere Vampire einen Einblick haben dürfen, also hatte sie die Schriftrolle der bibliothek gegeben.
Der Bibliothekar begleitete sie zum Podest. Das war nötig, denn durch eigenen Antrieb kam kein anderer Vampir dorthin, dafür war das Buch magisch geschützt. So konnten die Bibliothekare dafür sorgen, dass berechtigte Interessen durchgesetzt werden konnten und niemand Unfug treiben konnte.
Lamia legte zuerst eine Hand auf den Buchdeckel und dachte an die Information, die sie wünschte, dann schlug sie das Buch auf und ließ es zur entsprechenden Seite blättern. Dort fand sie einen Eintrag über Nemir, der ihn und sein Leben detailliert beschrieb und schließlich damit endete, dass er sich vor einigen Tagen selbst begraben hätte und anschließend sein Lebensgeist entwich. Er war also nicht umgebracht worden, sondern einfach seinem Alter erlegen.
Lamia beruhigte das irgendwie. Sie bedankte sich bei dem Bibliothekar und kehrte dann zu den anderen zurück.
"Also, es stimmt tatsächlich und bei seinem Tod ging wohl alles mit rechten Dingen zu", erklärte sie.
"Dann würde ich sagen, auf zur Curia. Das muss bekanntgegeben werden und es müssen Vorbereitungen getroffen werden. Seit fast 400 Jahren die erste Ernennung. In den nächsten Tagen muss dann eine Trauerfeier sein und in einem angemessenen Abstand danach die Ernennung und wiederum danach die Vereidigung und die Empfänge. Cal, ich seh schon das Glitzern in deinen Augen, du kannst ja zu Hause erzählen, was du dir schon vor sehr langer Zeit überlegt hast."
Cal musste breit grinsen und sah mit einem spitzbübischen Augenzwinkern an.
"Außerordentlich gerne, Älteste Lacrima."



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Caleb Alagos
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   07.07.15 15:31

Caleb zog eine Braue nach oben. “Du würdest zulassen das dein geliebtes Rom zur Hälfte unter Wasser steht?”, fragte der Vampir belustigt, denn er wusste wie sehr Lamia an der uralten Stadt hing, nein falsch, wie sehr sie diese uralte Stadt liebte.
Doch es war schließlich kein Wunder, sie war in dieser Stadt aufgewachsen, zur Zeit des römischen Imperiums.
“Selbst nach mehr als 1700 Jahren die ich dich kenne bist du immernoch für Überraschungen gut.”, stellte er grinsend fest.
Caleb folgte Lamia in die Bibliothek wo er den Bibliothekar grüßte und dann wartete.
Es war Lamias Moment und diesen wollte er nicht stören. Er nutzte die Zeit um seine kleine Unordnung wieder aufzuräumen, denn der Bibliothekar hatte ihm schon einen bösen Blick zugeworfen, was Calebs Meinung nach auch sehr berechtigt war. Immerhin würde er wohl auch sauer werden wenn jemand mit seiner Morna Sure achtlos umging.
Er sah es zwar nicht direkt, doch Caleb spürte förmlich die Blicke des Bibliothekars auf sich gerichtet.
Dann wartete er bis Lamia fertig war und was sie sagte lies ihn ein wenig aufatmen.
Auch wenn er selbst ein wenig Angst davor hatte selbst irgendwann so zu Enden wie Nemir.
Aber darüber konnte er sich später gedanken machen. Erstmal hieß es Lamia und Calayda helfen.
Sicher hatte der blonde Wirbelwind zig Pläne, und er ging davon aus das Calayda das alte Imperium Romanum für wenige Nächte wieder auferstehen lies.
Er fragte sich ob sie wohl Gladiatorenspiele wieder für ein oder zwei Nächte wieder einführte, mit Löwen, Tiegern und Wagenrennen, und natürlich den Kämpfen.
In ein paar Minuten oder Stunden würde er es wissen.
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   11.07.15 9:32

Castiel nickte bei Lamias Worten.
"Das ist eine gute Idee. Ich werde später zu dem Leiter der Botschafter gehen", meinte er, denn wenn er etwas machte, dann wollte er es auch richtig machen. Dennoch fragte er er einen Bibliothekar nach Büchern, die ihm helfen könnten.
"Ich werde später wieder zu euch stoßen", meinte er und folgte dem Bibliothekar. Er ließ sich einige Bücher geben und begann zu lesen und so gingen einige Stunden ins Land, aber sie waren lehrreich. Dann suchte er den Leiter der Botschafter auf.
"Salve. Ich möchte gern mit Ihnen über Spender reden. Ich habe einen Plan und wüsste gern Ihre Meinung dazu", verriet er. Er war schon sehr alt und ab und an hier, weshalb es in der Regel nicht mehr nötig war, sich vorzustellen.


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   12.07.15 22:00

Lamia sah Caleb ziemlich ungerührt an.
"Es wäre nicht länger als eine Woche - Ich liebe rom, aber sich über eine solche Kleinigkeit aufzuregen, wäre doch etwas unverhältnismäßig. Du hast offenbar vergessen, wie sehr ich aus der Haut gefahren bin, als die Aquädukte zerstört wurden und die römische Bevölkerung unter Wasserknappheit litt. Da stört mich ein für ein paar Tage geflutetes Forum herzlich wenig. Außerdem erinnerst du dich vielleicht, dass früher auch ganze Theater geflutet wurden, um Seeschlachten nachzustellen", meinte sie gelassen, musste aber leicht grinsen, als er meinte, sie wäre immer noch für Überraschungen gut.
"Aber die Überraschungen werden immer weniger mit der Zeit", gab sie schmunzelnd zu bedenken.
Sie machten sich auf den Weg zur Curia, wo Lamia sich an einige Senatsdiener wandte, dass der Ältestenraqt einberufen werden sollte. Bald darauf erschienen auch alle verbliebenen Ältesten.
"Ist dein Anhang nötig?", fragte Artan missbilligend, als er bemerkte, dass Cal - die auf dem ganzen Weg begeistert Pläne geschmiedet hatte - und Caleb sich auf den untesten Rang gesetzt hatten.
"Ja", antwortete Lamia nur ungerührt.
"Und wir sind nun auch vollzählig, dann will ich beginnen: Durch einen Zufall habe ich heute erfahren, dass Nemir vor einigen Nächten seinem Wahnsinn erlegen ist, was mich zur nächsten Ältesten macht."
Sie sah zur Rückwand des Saals und projizierte die Bilder aus den beiden Büchern an die Wand. Auf der Empore regte sich Gemurmel und sie sah, dass Artan kurz davor war, aufzuspringen, dann entspannte er sich aber und ein gezwungenes Lächeln erschien auf seinen Lippen.
"Nun, nicht, dass du nicht mein Vertrauen genießen würdest, Lamia", ergriff Nopeti das Wort. Ihre vielen Ketten klirrten ein wenig, als sie sich langsam erhob.
"Aber wir sind dazu verpflichtet, die Wahrheit dieser Aussage zu überprüfen. Ich würde es einerseits bedauern, eine so treue Helferin aus meiner Fraktion zu verlieren, andererseits hätte ich dann eine zuverlässige Kollegin im Rat, was ich sehr willkommen heißen würde. Wenn es deine Zeit erlaubt, warte hier, während wir das überprüfen."
Lamia nickte und verbeugte sich leicht. Sie setzte sich zu ihren beiden Zöglingen, während die vier älteren Vampire den Raum durch den Zugang zur Empore verließen.
"So und nun noch mal langsam: Welche Ideen habt ihr? Und nicht nur du, Cal, Caleb darf ruhig auch erzählen."

Kazran hob den Blick, als an seine Bürotür geklopft wurde. Die Neuigkeit von der neuen Ältesten hatte sich in Windeseile verbreitet und ganz besonders natürlich in der Curia selbst. Für den Präsidenten der Botschafter bedeutete das schlussendlich, dass in nächster Zeit sehr viele Feiern anstanden und er die Blutvorräte der Vampirwelt überprüfen musste. Das Fest könnten sie mit den vorhandenen Vorräten vermutlich stemmen, aber danach hätten sie keine Vorräte mehr. Also musste er sich überlegen, wie er möglichst schnell noch etwas Blut beschaffen konnte. Es musste ja kein dickes Notpolster sein, aber sie sollten auch nicht ganz ohne jeden Vorrat da stehen. Außerdem musste er überlegen, welche Spender vielleicht als Direktspender in Frage kommen konnten.
"Herein", forderte er den Besucher auf und zog einigermaßen erstaunt die Augenbrauen in die Höhe, als er Castiel in der Tür sah, der auch gleich sein Anliegen vorbrachte.
"Hm, vielleicht nicht der günstigste Zeitpunkt, aber warum nicht? Kommen Sie und setzten Sie sich", bot er dem Vampir dann an und deutete auf eine kleine Sitzecke, zu der er sich ebenfalls begab.



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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   10.09.15 14:44

Caleb hörte der neuen Ältesten zu und er erinnerte sich nur zu gut an jene Zeit.
Er selbst hatte damals eher zufällig erfahren was passiert war.
Caleb war damals auf seinem Schiff unterwegs gewesen und von einem Passagier den er mitgenommen hatte, hatte er erfahren das die Äquadukte zerstört wurden.
Sofor war er mit seiner Crew nach Rom gesegelt um beim Wiederaufbau zu helfen.
Doch es war viel zu viel dafür ins Land gegangen.
Es hatte Caleb damals im Herzen weh getan seine zweite Heimat in dieser Katastrophe zu sehen.
Als Lamia dann die Theater erwähnte schmunzelte er leicht.
Dieses Luxus konnten sich nur wenige Theater leisten, denn es war ein gehöriger Aufwand dieses zu vollbringen.
"Ich weiß, und ich weiß auch das nicht alle Theater das unbeschadet überstanden haben.", verriet er belustigt.
Denn viele Direktoren hatten vergessen das zu viel Wasser das Holz aufquellen ließ.
Entsprechend sahen die Bühnen dann auch aus.
Gut das würde hier nicht passieren, dafür würden die Vampire schon sorgen.
Caleb folgte Lamia in die Curina wo sie auf Artan trafen, und wie immer spürte Caleb seine Abneigung gegen den Vampir.
Er wusste nicht mal was genau es war was er gegen ihn hatte.
Er war ihm einfach unsympathisch.
Und Artan sorgte mit seiner Bemerkung auch nicht gerade dafür das Caleb ihn sympathischer fand.
Aber Lamia musste mit ihm auskommen, und nicht er selbst.
So verfolgte er die Versammlung zusammen im Cal.
Für einen Moment fragte er sich ob Lamia die valyrischen Vampire aus dem hohen Norden einladen würde.
Irgendwann war die Versammlung vorbei und Caleb blieb mit Cal sitzen.
"Ginge es nach mir würde es eine Repräsentation des Elementes Feuer geben.", verriet Caleb dann belustigt.
"Mit Fackelschein und einer Zeremonie die denen der einstigen Vestalinnen ähnlich ist.", erklärte er dann, ehe er neugierig zu Cal sah.
Was sie wohl geplant hatte,?
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   11.09.15 20:03

Castiel sah, dass der Präsident viel zu tun hatte und er verstand es, deshalb wollte er es nicht künstlich in die Länge ziehen, also setzte er sich dankend auf den angebotenen Platz und wartete bis Kazran ebenfalls saß, bevor er zu reden anfing.
"Ich habe vor kurzem ein Waisenheim erworben - etwas, was ich schon lange vorhatte - und wollte dieses Heim dafür nutzen, Waisenkinder zu Spendern zu erziehen. Sie bekommen essen, ein Dach über den Kopf und Bildung und werden im Gegenzug Spender, wenn diese das wollen. Ich werde keinen zwingen, doch denke ich, dass dies die besten Spender sein werden. Sie tun dies aus Dankbarkeit und können von kleinauf mit den Regeln und Sitten der Vampirwelt vertraut gemacht werden", verriet er seinen Plan.
___________
Castiels Premiumspender GmbH xD


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Lamia Lacrima
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   20.01.16 2:25

Lamia lächelte leicht bei Calebs Idee.
„Nun, genau wie Janus wurde Vesta bei jeder religiösen Handlung verehrt. Vesta war nicht nur die Göttin, sondern auch ein Sinnbild für das Herz jeder Gemeinschaft. In ihrem Tempel wurden die Penaten aufbewahrt, also die größten Schätze des römischen Staats, das, was für Rom den Mittelpunkt der Kultur ausmachte. In jeder Gemeinde gab es ein Feuer der Vesta, das an dem Feuer der Mutterstadt entzündet worden war. Wenn wir also etwas in diese Richtung machen, dann vielleicht in der Art, dass ich ein Feuer entzünde, an dem Kerzen entzündet werden und diese werden dafür benutzt, um weitere Kerzen anzuzünden, sodass nach und nach ein Flammenmeer entsteht. Jeder soll das Licht weitergeben. Die Vorstellung finde ich tatsächlich ganz hübsch“, stellte die Vampirin nachdenklich fest. Cal hatte bereits ein aufgeregtes Glitzern in den Augen.
„Oh ja, das könnte der große Höhepunkt sein! Caleb, stell dir das mal vor! Jeder hätte dann am Ende eine Kerze in der Hand, deren Feuer direkt auf Lamia zurückzuführen ist! In einem solchen Akt steckt unheimlich viel Verbundenheit – still und schweigend, aber mächtig! Es würde die Anwesenden einen, da sie durch diese Gemeinsamkeit das Gefühl bekommen, auch einer Gemeinschaft anzugehören. Solche Gemeinschaftsgefühle sollten nicht unterschätzt werden, das dient der Identifikation, in diesem Fall mit Lamia.“
Cal war aufgeregt aufgesprungen und tigerte durch den Raum.
„Also, Feuer muss sowieso sein – und natürlich auch immer wieder die Abbildung deines Wappentiers, des Phönix“, erklärte sie bestimmt.
„Farbmäßig würde ich alles in Rot, Gold und Weiß halten, das sind ja auch deine Farben. Und ein Festgelage auf dem Forum Romanum und in allen Straßen und Gassen. Jeder soll mit Freude an diese Nacht denken.“
Lamia entfuhr ein leises Lachen.
„Du machst dir erstaunlich viele Gedanken um meine Wirkung“, stellte sie amüsiert fest. Cal nickte ernst.
„Natürlich! Ich will, dass die Zuneigung, die dir bereits entgegengebracht wird, nicht nachlässt.“
Langsam stand Lamia auf und legte ihre Hände auf die Schultern ihrer Freundin.
„Mach dir keine Sorgen, Calayda. Diese Zuneigung wird mir nicht wegen irgendwelchen Feiern entgegengebracht, sondern weil ich bin, wie ich bin. Ich verfälsche mein Auftreten nicht.“
„Und eine Feier würde dem widersprechen?“
„Solange die Feier nicht als Orgie gedacht ist, nicht.“
Cal wurde ein bisschen rot und Lamia musste grinsen. Sie kannte die Blondine nun schon lange genug.
„Ja, vermutlich hast du Recht. Eine Orgie wäre wohl nicht dein Stil.“

Geduldig hörte Kazran dem Plan seines Gastes zu, bis er verstummte.
„Und Sie erhoffen sich von mir – was genau?“, fragte er dann freundlich nach. Noch hatte der Vampir das nicht wirklich gesagt.
Der Vampir lehnte sich ein wenig zurück und sah Castiel nachdenklich an. Er war kein verwandelter, sondern ein geborener Vampir, also fehlte ihm die Erfahrung als Mensch, die die meisten anderen Vampire besaßen.
„Castiel, Sie sind ein geborener Vampir, also, verzeihen Sie mir bitte die Frage, aber wie viel Erfahrung hatten Sie bisher mit Menschen? Sowohl mit Kindern, als auch mit Erwachsenen, denn wo auch immer Sie das Waisenhaus eröffnen wollen, Sie werden durchaus mit erwachsenen Menschen zu tun haben. Haben Sie vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, eine Weile unter Menschen zu leben? Wirklich, Tür an Tür mit ihnen. Damit Sie wissen, was die Menschen bewegt, welche Probleme sie haben, wie sie leben, wie sie denken und, da es um Waisenkinder gehen soll, wie sie erzogen wurden.“



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Caleb Alagos
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   27.01.16 18:07

Caleb lauschte Lamia und Calayda, während er sich vorzustellte wie die Feier ablaufen würde.
Das Lamias Aufnahme im Zeichen des Feuerst stehen würde, war ihm klar gewesen.
Alles andere hätte ihn doch eher misstrauisch werden lassen.
Zudem tauchten in Calebs Kopf Bilder auf.
Bilder von der Zeremonie, und es konnte durchaus ein epischer Moment werden.

Als Seefahrer wusste er das Gemeinschaft das Wichtigste war, und man diese auf gar keinen Fall unterschätzen sollte.
Calaydas Enthusiasmus war gerade zu niedlich mit anzusehen.

"Ein Gelage passt eher zu einem Matrosen oder einem Piraten, aber nicht zu Lamia.", gab der alte Vampir zu bedenken.
Allerdings befand er das eine Feier schon irgendwie dazu gehörte.

"Eine Feier gehört schon irgendwie dazu.", gab Caleb dann zu bedenken
"Mir schweben Musik und Tanz in den Gassen des Forum Romanum vor.", meinte er dann.
"Mit erleuchteten Gassen und Getränke.", ließ er Lamia und Calayda an seinen Gedanken teilhaben.

Der alte Seefahrer sah sich um und er entdeckte eine freie Fläschche, und er projizierte seine Gedanken an die Fläsche.
Es erschien ein vom Fackelschein erleuchteten Forum Romanum, Menschen in leichter Kleidung liefen und tanzten durch die Gassen.

Hier und da waren Feuershows zu sehen und andere Einlagen von talentierten Vampiren.

Dies könnte eine Nacht werden an die man sich noch lange, sehr sehr lange erinnern würde.
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Castiel Reuven
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   06.02.16 22:50

Castiel dachte kurz nach.
"Ich möchte gern Meinungen hören und neue Ideen und Vorschläge bekommen und da Sie mit den Spendern betraut sind, können Sie sicher wertvolle Ratschläge beisteuern und mir verraten, ob es Kriterien für Spender gibt", erklärte er ruhig und hörte dann den Ausführungen seines Gegenübers genau zu.
"Ich unterrichte seit etwa 1600 Jahren Menschen - meist Kinder, aber auch Erwachsene. Ich habe hauptsächlich Musik unterrichtet und war mehr unter Menschen, als wie unter Vampiren", gab er zu. So hatter er das Vermögen ja angehäuft. Ganz zu Beginn seines Lebens, als Menschen das Vampirdorf, in dem er aufgewachsen war, zerstört und alle, die er kannte, getötet hatten, da hatteer die Menschen gehasst, aber irgendwann - schleichend - lernte er die Menschen lieben. Und irgendwann begann er sie zu unterrichten. Erst in der Physik, der Schrift und der Mathematik, sowie die Grundlagen der Heilkunde und die Philosophie. Später dann in den schönen Künsten. Er gab sein Wissen gern weiter und er mochte Kinder. Anders konnte man wohl auc kein Waisenheim leiten.
"Vielleicht könnten Sie mir das Ganze Spendersystem detailliert erklären? Ich kenne das Allgemeine, aber ich sollte mich in dem Bereich besser auskennen", fügte er hinzu.


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Lamia Lacrima
Clanoberhaupt
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BeitragThema: Re: 18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia   12.02.16 1:55

Cal nahm die Szenen die ihrem Freund durch den Kopf gingen in Augenschein und winkte dann ungeduldig ab.
„Ja, ja, natürlich, davon rede ich doch! Ohne den Orgien-Teil ist das natürlich nur ein einfaches Straßenfest mit einigen Vergnügungen“, erklärte sie.
Auch Lamia nickte leicht.
„Ja, ein Straßenfest ist auch eher nach meinem Geschmack. Vielleicht ein klein wenig wie die Triumphzüge früher.“
Ihre Augen bekamen ein melancholisches Leuchten, ehe sie sich wieder fing.
„Damit meine ich die Atmosphäre, nicht die Präsentation der Beute“, fügte sie erklärend hinzu.
„Vermutlich würde die Sitten dieser Zeit den zartbesaiteten jungen Vampiren sauer aufstoßen. Sie würden sie für brutal und barbarisch halten“, sinnierte die Vampirin weiter. Es war nicht so, dass die Gesellschaften, aus denen diese Vampire stammten nicht ganz eigene Brutalitäten vorzuweisen hatten, aber diese kannte sie, sie waren daran gewöhnt. Solche Triumphzüge oder auch Gladiatorenkämpfe aber verurteilten sie irritierenderweise.
Natürlich scheute sich Lamia im Grunde nicht davor, diese Grünschnäbel vor den Kopf zu stoßen mit solchen Dingen. Wie gesagt, sie verstellte sich nicht und wenn sie einen Triumphzug wollte, würde sie einen ungeachtet solcher Bedenken arrangieren. Heute würden sie vielleicht die Nase rümpfen, wer von ihnen die 1000 Jahre erreichte, würde aber verstehen, dass darin nicht mehr Brutalität steckte, als in anderen Dingen.
Allerdings hatte sie keine Provinz erobert, solche Zeiten waren lange vorbei. Es gab keine Sklaven, keine Legionen und keine Schätze aus fernen Ländern, die der Heimat präsentiert wurden, um die Ausgaben für das Militär zu rechtfertigen und den Soldaten Ruhm, Ehre und Bewunderung zukommen zu lassen.
Es wäre jedoch sicher möglich, Gladiatorenkämpfe zu organisieren. Natürlich nicht mit Sklaven, sondern auf einer freiwilligen Basis. Vielleicht mit unterschiedlichen Arenen. Solche, die sich strenger an die alten Regeln hielten, in denen es eine bestimmte Bewaffnung gab und solche, in denen es um ein einfaches Kräftemessen ging für solche, denen das mehr zusagte.
Sie warf noch einen kurzen Blick auf die Szenen, die Caleb ihnen zeigte und erläuterte ihnen dann ihre Idee.
„Was haltet ihr davon? Ich meine natürlich nicht, dass wir allzu große Arenen dafür brauchen, es gab auch früher schon Gladiatorenkämpfe auf privaten Festen. Natürlich ist da weniger Platz, aber sowas könnte man auch machen.“
Cal legte leicht den Kopf schief und betrachtete sie eingehend.
„Sicher, dass du daran Gefallen finden wirst?“, fragte sie schmunzelnd.
„Ja, ich denke schon. Ich meine, ich weiß, dass Aurelius wohl kaum dort auftaucht, wenn doch wäre ich sehr erstaunt, immerhin ist er seit etwa 2000 Jahren tot, aber ich bin mir sicher, dass diese Wettkämpfe auch ohne ihn interessant sein können.“
„Und wenn er aus irgendeinem merkwürdigen Zufall doch da sein sollte?“, neckte Cal sie kichernd. Lamia runzelte übertrieben ernst die Stirn, um ihren eigenen erheiterten Gesichtsausdruck zu verbergen, was nicht ganz gelang, da der Schalk aus ihren Augen blitzte.
„Dann stehe uns Selenia bei, dass nicht wieder das passiert, was das letzte Mal passiert ist, als ich mit ihm abgehauen bin.“
„Ja, wenn Selenia hier wäre, dann würde zwar kein Fest stattfinden, aber dann wärst du sicher-„
„Kein Wort mehr, Cal“, warnte Lamia sie scherzhaft und Calayda beschloss vornehm zu schweigen und lediglich wissend zu lächeln.
Sie ließ sich anmutig neben Caleb auf eine der Sitzstufen sinken, legte ihm eine Hand auf den Unterarm und neigte sich leicht zu ihm.
„Was denkst du, Selenia ist natürlich unangefochten, aber wenn Lamia zwischen Aurelius und Ixana wählen müsste, was denkst du, wen sie wählen würde?“, fragte sie halblaut, aber gut verständlich für Lamia.
Die verdrehte leicht die Augen und versuchte, nicht rot anzulaufen. Als das nicht klappte, wandte sie sich ab und tigerte etwas hektisch durch den Raum.
„Cal, du vergleichst Äpfel mit Birnen! Ixana war doch was ganz anderes als Aurelius!“
„Es war nur in einer anderen Welt, Herzchen. Aurelius konnte ich nicht beurteilen, mich gab es da noch nicht, aber Ixana – meine Herren! Ich kenn doch die Legenden, die sich nach eurer … Tour entwickelten.“
„Die haben der Entwicklung dieser Welt definitiv gut getan! Hätte man Ixana und mich gelassen und hätten wir hier auch für solche Legenden, wie du sagst, gesorgt, dieser Welt hätte es auch mehr als gut getan, wenn du mich fragst!“, entfuhr es Lamia ein klein wenig zu leidenschaftlich. Als das gesagt war, beruhigte sie sich aber wieder.
„Nun, Aurelius, Ixana, Selenia … Cal, wollen wir dann bei dir weiter machen?“, fragte sie leicht amüsiert. Cal schüttelte heftig den Kopf, dass die goldenen Locken nur so flogen.
„Besser nicht, wir würden zu lange brauchen – selbst wenn wir nur die … Bekanntschaften ansehen, die länger als 24 Stunden andauerten. Aber wir könnten ja auch über deine Mythos-Eroberungen sprechen. Zum Beispiel Terian. Ich weiß bis heute nicht, ob da was lief oder nicht. Und ich bin davon überzeugt, dass-“
„-wir jetzt wieder zum Thema zurückkehren sollten“, unterbrach Lamia sie bestimmt. Es war nichts Neues, dass Cal sich ein bisschen zu sehr für diese Dinge interessierte und ihre Fantasie da wohl einiges romantischer erscheinen ließ, als die Realität tatsächlich war. Dennoch hatte Lamia nicht vor, jetzt solche Angelegenheiten mit ihrer Freundin zu diskutieren. Der Platz war einerseits zu öffentlich – sie hatte Cal eingeschärft, weder ihr Wissen, noch ihre Vermutungen, was ihr Liebesleben betraf, in der Öffentlichkeit breit zu treten. Wobei Liebesleben da ein doch sehr, sehr dehnbarer Begriff war, den Cal gern benutzte, um die komplexe Realität in das simple Schema ihrer Romanzen-Fantasie einzupassen. Er umfasste so ziemlich alles von einer tiefen, respektvollen Freundschaft, bis hin zu einer von Spontaneität und Verrücktheiten geprägten Erkundungstour.
Außerdem hatten sie jetzt doch wirklich anderes zu tun!
Als Cal nicht ganz überzeugt aussah und scheinbar zu weiteren Mutmaßungen ansetzten wollte, warf Lamia ihrem anderen Freund und ersten Zögling einen bittenden Blick zu.
„Caleb, bitte sag mir, dass du auch der Meinung bist, dass das hier weder die Zeit noch der Ort ist, um eine solche Unterhaltung zu führen“, wandte sie sich an ihn. Vielleicht sah Cal ein, dass das Thema gerade etwas unpraktisch war, wenn nicht nur sie als Betroffene, sondern auch Caleb als quasi Außenstehender ihrer Meinung war.

Kazran nickte leicht, als Castiel erklärte, dass er viel Kontakt zu Menschen hatte. Nun gut.
„Nun gut, ja, das kann ich Ihnen erklären. Es gibt da auch ein Flugblatt, auf dem wichtige Hinweise für Spender stehen.“
Er zog eine Schublade seines Sekretärs auf und reichte Castiel ein solches Blatt.
„Die Rekrutierung erfolgt für gewöhnlich folgendermaßen: Botschafter treiben sich an bestimmten Knotenpunkten herum. Das sind manchmal Armenviertel. Leute, die einen einigermaßen gesunden Eindruck machen, werden angesprochen und ihnen wird Arbeit angeboten. Wir erklären ihnen, das Spendersystem, dass es welche gibt, die ihr Blut abnehmen lassen, aber auch Lebendspender. Sollten sie sich für das Spenden entscheiden, werden sie von uns gesundgepflegt und aufgepeppelt, denn diese Leute sind meistens ziemlich ausgezehrt. Wenn sie eine Familie haben, stellen wir auch das Wohlergehen dieser Familie sicher. Damit ein Spender spenden darf, muss er gesund sein und darf keine Drogen jeglicher Art zu sich nehmen, auch keine Zigarren. Alkohol ist bei Lebendspendern so eine Sache: Wenn der betreffende Vampir das mag, dann ist das in Ordnung, aber sonst sollte auch auf Alkoholkonsum verzichtet werden. Körperliche Aktivitäten wie beispielsweise Sport sind natürlich gestattet. Wir achten auf eine gute Körperhygiene, insbesondere bei Lebendspendern. Und Lebendspender bekommen auch das Angebot, nachdem sie 10 Jahre lang Spender waren, verwandelt zu werden. Mindestens müssen sie 25 sein, in bestimmten Fällen kann die Zeit auch auf mindestens 5 Jahre reduziert werden, aber das wird normalerweise einzeln verhandelt. Ab einem Alter von 60 Jahren wird den anderen Spendern eine Leibrente ausgezahlt und im Todesfall dann auch die Beerdigung finanziert, um die Nachkommen etwas zu entlasten. Wir haben übrigens ebenfalls einige Spender in der xten Generation, es gibt richtige Spenderfamilien. Es gibt natürlich aber auch andere Knotenpunkte. Viele unserer Botschafter sind auch auf den Festen der Oberschicht unterwegs. Es findet sich die ein oder andere finanziell in Mitleidenschaft gezogene Familie, die eine solche Gelegenheit wahrnimmt und einige eitle Individuen, die Lebendspender sind, da sie selbst verwandelt werden wollen.“



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18. 8. 1820 | Rom | Ära Lamia

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